Biofleisch und Superfood: Eine kulinarische Reise durch Niedersachsen

  • Insgesamt ziehen über 9.000 Heidschnucken in 13 Herden durch die Lüneburger Heide.
    Insgesamt ziehen über 9.000 Heidschnucken in 13 Herden durch die Lüneburger Heide.
    © djd/TMN/Lüneburger Heide GmbH
  • (djd). Auf Reisen gehen - das heißt, offen sein für neue Erlebnisse und Sinneseindrücke. Auch in kulinarischer Hinsicht schaut man im Urlaub gerne einmal über den Tellerrand hinaus. Das beschert nicht nur neue Geschmackserlebnisse, sondern offenbart häufig auch, wie stark sich eine Region über ihre typischen Gaumenfreuden identifiziert. In vielen Orten Niedersachsens setzt man auf pflanzliches Superfood und auf den Erhalt gefährdeter Nutztierrassen durch Verzehr. Einen Überblick über Produkte in Bioqualität, kulinarische Veranstaltungen und saisonale Schmankerl gibt es unter www.reiseland-niedersachsen.de im Bereich "Essen und Trinken".

    Alte Nutztierrassen sind ein Kulturgut

    Das genügsame Bunte Bentheimer Schwein beispielsweise gehört zu den sogenannten Fettschweinen. Ihr Fleisch ist von intramuskulärem Fett durchzogen, was dem Geschmack, Aussehen und den Brateigenschaften zugutekommt. Es kann in Hofläden, Fachgeschäften und Gaststätten erworben und gekostet werden. Alte Nutztierrassen sind jedoch auch ein Stück Kulturgut. Das zeigt sich besonders beim Harzer Roten Höhenvieh. Zu Zeiten des Bergbaus versorgte die genügsame rote Rinderrasse die Arbeiter nicht nur mit Milch und Fleisch. Die Rinder wurden auch als Zugtier eingesetzt, um mit Schießpulver beladene Karren zu den Bergwerken zu ziehen. Im Harz und im Weserbergland wird das Biofleisch direkt ab Hof verkauft.

    Superfood auf Sandboden

    Unweit davon zieht die Lüneburger Heide alljährlich begeisterte Besucherscharen in ihren Bann. Doch die einzigartige Landschaft gäbe es nicht ohne die fleißige Arbeit tausender Heidschnucken. Die Schafe fressen die Triebe von anderen Pflanzen und sorgen dafür, dass die Besen- und Glockenheide immer genug Luft bekommt. Dabei legen sie am Tag bis zu zwölf Kilometer zurück - kein Wunder, dass die Heidschnucken kein Fett ansetzen und sich ihr wildbretähnliches Fleisch zur bewussten Ernährung hervorragend eignet. In den Restaurants kann man die Heidschnucke vor allem als Braten aus der Keule, als Lammrücken, Koteletts oder Gulasch probieren. Eine weitere Spezialität auf der regionalen Speisekarte ist der vitamin- und mineralstoffreiche Buchweizen. Seit hunderten von Jahren wird das Knöterichgewächs auf den sandigen Heideböden angebaut und diente bis ins 18. Jahrhundert der ärmlichen Landbevölkerung als Grundnahrungsmittel. Heute erlebt das glutenfreie Superfood einen Boom in der modernen Vollwertküche. Niedersachsens kulinarische Köstlichkeiten finden sich übrigens nicht nur auf Speisekarten oder in Hofläden. Auch zahlreiche Veranstaltungen, wie der Cittaslow LandMarkt oder das Gourmet-Fest Culinaria in der Slow-Food-Stadt Bad Essen, laden zum Schlemmen und Probieren ein.


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