Alles eine Frage des Geschmacks: Wassersommelier berichtet über feine Unterschiede

  • Europas erster Wassersommelier Arno Steguweit berichtet über feine, aber entscheidende Geschmacksunterschiede bei Mineralwässern.
    Europas erster Wassersommelier Arno Steguweit berichtet über feine, aber entscheidende Geschmacksunterschiede bei Mineralwässern.
    © djd/Arno Steguweit
  • (djd). Als Durstlöscher ist Mineralwasser so alltäglich, dass sich die wenigsten darüber Gedanken machen. Schmeckt Wasser nicht immer nach Wasser? Von wegen. Auch hier entscheiden die Feinheiten. Stilles Wasser hat einen ganz anderen Charakter als solches, das mit Kohlensäure versetzt wurde. Doch damit längst nicht genug: "Wasser kann seidig und weich sein, frisch oder eher kantig und eckig. Brillant oder stumpf, fein-säuerlich oder bitter", sagt Arno Steguweit. Der Weinkenner und Sommelier, der als einer der ersten eine Mineralwasserkarte in der Sternegastronomie hoffähig machte, gilt als "erster Wassersommelier Europas". Der Profi weiß: Das erfrischende Nass kann unzählige Nuancen aufweisen, die es zu entdecken lohnt.

    Lieber elegant-weich oder kernig?

    Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten - und nach einer ausgiebigen Wasserprobe dürfte jeder auch seinen persönlichen Favoriten finden. Dabei beobachtet Steguweit grundsätzliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: "Frauen mögen eher stilles, weiches und elegantes Mineralwasser, während Männer auch mal etwas Kräftiges und Kerniges trinken." Doch egal ob Mann oder Frau, generell ist das kleine Wasser für unterwegs zum ständigen Begleiter geworden. "Es ist absolut üblich geworden, immer ein Wasser dabei zu haben, kaum eine Damentasche kommt ohne aus - das hat es vor einigen Jahren in unseren Städten noch nicht gegeben", beobachtet der Kenner. Ganz klar geht der Trend dabei zum frischen, weichen und neutralen Mineralwasser. "Etwas, das einen wieder erdet", sagt der Sommelier.

    Stilles Wasser als Begleiter zu Wein und feinen Menüs

    Der Wasserkenner rät, sich bewusst mit der Vielfalt an heimischen Produkten zu beschäftigen. Aus seiner Sicht ist es unnötig, das Nass über weite Strecken zu transportieren und etwa aus Italien oder Frankreich zu importieren, da es hierzulande viele gute Wässer gibt. Zu den Vertretern für den weichen, stillen Genuss zählt etwa ViO, das in der Lüneburger Heide aus einer 120 Meter tiefen Quelle gewonnen wird. Gerade zu einem feinen Essen und einem guten Glas Wein empfiehlt der Sommelier ein stilles Wasser: "Die Säure des Weins und die Kohlensäure eines Wasser können sich gegenseitig stören." Dabei sollte Wasser kühl, aber nicht eiskalt sein - neun Grad Celsius etwa sind eine gute Trinktemperatur. Auch interessant zu wissen: Guter Geschmack ist nicht zwangsläufig eine Frage des Preises. Sommelier Steguweit räumt ein: "Das teuerste Wasser, das ich probiert habe, kostete rund 60 Euro für den halben Liter - und war bei weitem nicht das beste."

    Ökologisch bis zur Verpackung

    (djd). Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt. Umweltfreundlich sollte daher auch die Verpackung sein: Für das erfrischende Nass aus der Lüneburger Heide, das unter dem Markennamen ViO vertrieben wird, etwa wurde die "PlantBottle" entwickelt - eine Flasche, die zu 14 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen und zu 35 Prozent aus wiederverwertetem Kunststoff besteht. Zudem ist sie zu 100 recycelbar. Als Einwegpfandflasche wird sie über das deutsche Pfandsystem eingesammelt und wiederverwertet. Zudem sorgt bei ViO ein umfassendes Umweltmanagement für eine Reduzierung des Wasserverbrauchs und des Klimaeffektes. Dafür hat die Marke seit 2013 drei Mal in Folge das Gütesiegel "Green Brand Germany" erhalten.


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