Abschied unter Bäumen: Die Waldbestattung gibt dem Erinnern seit 25 Jahren einen lebendigen Ort

© DJD/FriedWald
(DJD). Der Umgang mit dem Tod wandelt sich – und mit ihm die Vorstellungen davon, wie ein würdiger Abschied aussehen kann. Klassische Friedhöfe mit Sarg- und Urnengräbern behalten zwar ihren festen Platz, doch gleichzeitig wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach naturnahen und religionsunabhängigen Formen des Gedenkens. Seit 25 Jahren bietet die Waldbestattung in Deutschland eine solche Möglichkeit. Anstelle eines traditionellen Grabsteins erinnert dabei ein frei gewählter Baum im Wald an einen verstorbenen Menschen. Seine Asche wird am Fuße des Baumes in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt.
Natürlichkeit, Trost und Ruhe im Wandel der Jahreszeiten
Vogelstimmen, sanftes Licht zwischen den Blättern und die ruhige Atmosphäre des Waldes schaffen eine Umgebung, die von vielen Betroffenen als besonders friedvoll und weniger anonym als klassische Grabfelder empfunden wird. Der Wald wird so nicht nur als Ort der letzten Ruhe verstanden, sondern vor allem als ein lebendiger Platz der Erinnerung, den Angehörige zu jeder Jahreszeit besuchen können.

Änderung möglich.
Der Anbieter FriedWald gilt als Pionier dieser Entwicklung. Die Unternehmensgründerin Petra Bach setzte sich damals gemeinsam mit Behörden und politischen Entscheidern intensiv dafür ein, dass für diese neue Bestattungsform die entsprechenden rechtlichen Grundlagen in den Bestattungsgesetzen der Bundesländer geschaffen wurden. Inzwischen hat sich das Konzept bundesweit etabliert und ist für zahlreiche Menschen eine selbstverständliche Alternative zur klassischen Friedhofsbestattung geworden. Unter www.friedwald.de finden Interessierte einen einfühlsamen Einstieg in das Thema.
Vom visionären Konzept zur etablierten Bestattungsform
Dass Waldbestattungen heute einen Nerv treffen, der quer durch alle Generationen geht, hat im Wesentlichen zwei Gründe:
- Entlastung bei der Grabpflege: Viele Familien wünschen sich eine Form der Bestattung, die ohne aufwendige, jahrzehntelange Grabpflege auskommt. Gerade Angehörige, die weiter entfernt wohnen oder im Alltag stark eingebunden sind, empfinden dies als enorme Erleichterung, da die Natur die Gestaltung des Grabes komplett übernimmt.
- Wunsch nach Individualität: Immer mehr Menschen möchten ihre tiefe Naturverbundenheit als etwas ausdrücken, das auch über das eigene Leben hinausreicht. Nicht selten beginnt die Auseinandersetzung damit schon zu Lebzeiten – als bewusste, selbstbestimmte Entscheidung für einen Platz, der zur eigenen Lebenshaltung passt.
Was im Jahr 2001 mit dem ersten, fast märchenhaften FriedWald Reinhardswald bei Kassel begann, ist heute eine bundesweite Erfolgsgeschichte mit mittlerweile 100 FriedWald-Standorten in ganz Deutschland.
Quelle: DJD / FriedWald








