Wildeshauser Geest: Mit dem Fahrrad die Geschichte der Naturregion erkunden

  • Hügelgräber, geheimnisvolle Findlinge und meterhohe Burgwälle entführen bei Radtouren durch die Wildeshauser Geest in die Vor- und Frühgeschichte.
    Hügelgräber, geheimnisvolle Findlinge und meterhohe Burgwälle entführen bei Radtouren durch die Wildeshauser Geest in die Vor- und Frühgeschichte.
    © djd/Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest/Jörg Guhn
  • (djd). Wer hat vor Jahrhunderten die mannshohen Findlinge zu Gräbern aufgetürmt - und, vor allem, wie konnten unsere Ahnen die tonnenschweren Kolosse überhaupt bewegen? Welche Mythen haben sich früher mit den sogenannten Sonnensteinen verbunden und was wurde hinter meterhohen Burgwällen geschützt? Wer mit offenen Augen den Naturpark Wildeshauser Geest in Niedersachsen durchstreift, stößt immer wieder auf geheimnisvolle Überbleibsel der Vor- und Frühgeschichte. Nicht jedes Rätsel lässt sich lösen und doch ist eine Geschichtstour, beispielsweise mit dem Fahrrad, ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie.

    Eine Quadratmeile der Urgeschichte

    Bei der Wildeshauser Geest handelt es sich nicht nur um den größten Naturpark Niedersachsens, zugleich gilt die Region als besonderer Geheimtipp für Geschichtsinteressierte. Die Landschaftsform wurde von der letzten Eiszeit geprägt: Sie ist weitestgehend flach, nur leicht wellig und damit besonders fahrradfreundlich. Fachkreise sprechen sogar von der "klassischen Quadratmeile der Urgeschichte", schließlich sind hier besonders viele prähistorische Spuren gut erhalten. Vor allem die Großsteingräber, die aus mehreren Metern hohen Findlingen zusammengesetzt sind, beeindrucken wohl so manchen Besucher. Wer sich von der Faszination Archäologie anstecken lassen will, kann verschiedenen mystischen Routen in die Bronze- und die Eisenzeit folgen - ob auf eigene Faust oder in Form einer geführten Radwanderung. Unter www.wildegeest.de und www.steinzeitreise.de gibt es viele Informationen, Kartenmaterial, Routenbeschreibungen und mehr Tipps dazu.

    Eine Landschaft mit Charakter

    Neben Geschichts- und Archäologiefans kommen vor allem Naturfreunde hier auf ihre Kosten. Die besondere Mischung aus artenreichen Mischwäldern, idyllischen Flusstälern, Mooren, Heideflächen, Sanddünen, Alleen und Feldern schafft ein unverwechselbares Landschaftsbild. Selten gewordene Pflanzen- und Tierarten finden wertvolle Rückzugsräume in der Geest. Ein Abenteuer für sich ist es, das Moor mit seinen Geheimnissen und Mythen zu entdecken. Das Goldenstedter Moor etwa mit seinem Naturschutz- und Informationshaus bietet dazu viele Möglichkeiten und Aktivitäten für die ganze Familie. Nicht minder erlebnisreich und zugleich entspannend ist es, zwischenzeitlich vom Fahrradsattel ins Paddelboot zu wechseln. Auf dem Wasser spüren die Besucher die Ruhe und Ursprünglichkeit der Region besonders intensiv, beispielsweise im malerischen Huntetal zwischen Wildeshausen und Oldenburg. Und zurück auf dem Fahrrad ist es dank dem gut ausgeschilderten Radwegenetz von über 1.000 Kilometern Abwechslung sicher - mehr als genug für mehrere Urlaube.

    Volles Programm für Entdecker

    (djd). Ob für ein verlängertes Wochenende, den Zweiturlaub oder einen längeren Aufenthalt: Die Naturregion Wildeshauser Geest bietet Abwechslung, und das zu jeder Jahreszeit. Besonders reizvoll sind Radwanderungen im Herbst mit seinen bunten Farben und vielen Veranstaltungen. Hier einige Tipps, mehr Infos und Termine findet man unter www.wildegeest.de:

    • Wildwochen in der gesamten Region ab Ende August
    • Tag der offenen Denkmals am 9. September, mit Veranstaltungen in vielen Orten
    • Tag der Regionen mit Markttreiben und regionalen Spezialitäten am 30. September in Bassum
    • Kranichtage zur Vogelwanderung im Oktober
    • Geführte Radtouren während der gesamten Jahreszeit, bis in den Oktober hinein

     


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