Wilde Delikatesse: Fleisch aus der Region von Reh, Wildschwein und Co. ist ein Genuss auf dem Grill

Qualität, die man schmeckt: Besonders aromatisch ist das Wildfleisch im Sommer, denn die Wildtiere ernähren sich dann von frischem Grün. Das fettarme Fleisch bietet zudem Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und wenig Cholesterin.
Qualität, die man schmeckt: Besonders aromatisch ist das Wildfleisch im Sommer, denn die Wildtiere ernähren sich dann von frischem Grün. Das fettarme Fleisch bietet zudem Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und wenig Cholesterin.
© djd/Kapuhs/DJV

(djd). Wildbret vom Grill ist ein echter Gaumenschmaus für das sommerliche Freiluftvergnügen zu Hause. Ob vom Rost oder von der Plancha: Das Fleisch heimischer Wildtiere ist aufgrund des hohen Muskelanteils zart, fettarm und saftig. Frische, Qualität, kurze Lieferwege und der Herkunftsnachweis machen Wildbret beliebt. Laut Erhebung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) essen 55 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Jahr Wild.

Gesund und nährstoffreich

In der warmen Jahreszeit ernähren sich die Tiere von frischem Grün. Das schmeckt man. Wildbret ist ein gesundes und natürliches Lebensmittel. Wild aus der Region punktet zudem mit ungesättigten Fettsäuren, wenig Cholesterin, Vitamin B und Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Selen. Die Zubereitung unterscheidet sich nicht von herkömmlichem Fleisch. Leckere Rezepte - auch mit Videoanleitung - gibt es auf www.wild-auf-wild.de. Mit der Postleitzahlsuche lassen sich deutschlandweit Wildbretanbieter und -restaurants finden.

Wildschweinburger

Ein würziger Genuss vom Grill ist der Frühlingsburger vom Wildschwein mit Bärlauch und Mozzarella.

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Wildschwein-Hack
  • 250 g Mozzarella
  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • Räucherspeck vom Wildschwein
  • 1 Bündel Bärlauch, frische Kräuter nach Belieben
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Eigelb
  • Butterschmalz, Salz, Pfeffer, Zwiebel, Knoblauch
  • Brötchen vom Vortag
  • Chutney oder fruchtige Soße

 

Zubereitung:

Wildhack mit Salz, Pfeffer und wenig Zucker würzen. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln, Eigelb untermischen. Masse mit eingeweichten Brötchen vom Vortag oder Semmelmehl andicken. Gleichmäßige Patties formen.

Für die Burger-Brötchen Mehl, Salz (1 EL), Zucker (2 EL) und Hefe mischen. Nach Belieben frische gehackte Kräuter dazugeben. Mit 300 ml lauwarmem Wasser aufgießen. Mit dem Knethaken bearbeiten, bis sich der Teig vom Rand löst. Abgedeckt an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen lassen. Handtellergroße Brötchen formen, auf ein Backblech legen, mit Wasser bestreichen. Erneut bei 30 Grad Celsius ruhen lassen. Feuerfeste Schale mit Wasser unter das Backblech stellen, Brötchen 25 Minuten (200 Grad Celsius) backen.

Für das Bärlauch-Topping gehackten Bärlauch (alternativ: Knoblauch) mit dem Abrieb und Saft einer halben Bio-Orange vermischen.

Anschließend Patties mit etwas Öl auf eine Grillplatte (Plancha), auf den Rost oder in die Pfanne geben. Fleisch für sieben bis zwölf Minuten braten, darauf Mozzarella etwas schmelzen lassen. In dünne Streifen geschnittenen Speck knusprig braten.

Brötchen aufschneiden, Unterseite mit fruchtiger Soße oder Chutney bestreichen, Bärlauch-Orangen-Topping draufgeben, Fleisch mit Käse und Speck auflegen.

Beliebte Gaumenfreuden

(djd). Insgesamt haben die Deutschen im Jagdjahr 2018/19 fast 30.000 Tonnen Fleisch von Wildschwein, Reh und Hirsch verzehrt: Am beliebtesten ist Wildschwein (14.100 Tonnen), gefolgt von Reh (9.600 Tonnen) und Rot- und Damwild (4.000 Tonnen). Als Wildbret bezeichnen Jäger das Fleisch von dem Jagdrecht unterliegenden, heimischen und in der Wildbahn erlegten Tieren. "Bret" oder "Brät" kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet "Fleisch".


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