Wenn die Gefühle Vorfahrt haben: Neue Broschüre zum Thema Pubertät und Lernen

Den Kontakt zu Lehrern und Kindern zu halten, ist in der Pubertät besonders wichtig.
Den Kontakt zu Lehrern und Kindern zu halten, ist in der Pubertät besonders wichtig.
© djd/Studienkreis

(djd). Pubertät und Lernen? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Denn auch das Gehirn der Jugendlichen verändert sich in dieser Zeit. Dabei wird erst einmal der Bereich, der für Planung und Impulskontrolle zuständig ist, lahmgelegt. Stattdessen wird das Areal, das für die Gefühle zuständig ist, die sogenannte Amygdala, schon früh fertig ausgebildet. Das macht das Leben mit den Jugendlichen oft zu einer anstrengenden Herausforderung für Eltern und Lehrer, denn die Kids entscheiden weniger rational, sondern mehr emotional. Das ist zwar alles völlig normal, kann sich aber sehr nachteilig auf die Schulnoten und damit auf die Zukunftschancen der Kids auswirken.

Erfolgreich durch die Pubertät

In der aktuellen Broschüre "Erfolgreich durch die Pubertät. Lerntipps für die wilden Jahre" erklärt das Nachhilfeinstitut Studienkreis, wie Eltern ihren Nachwuchs durch diese Zeit begleiten und dabei den Weg zum Berufseinstieg ebnen können. Die Broschüre, die in der Schule und im alltäglichen Leben Unterstützung bietet, erhält man kostenfrei in allen teilnehmenden Instituten - unter www.studienkreis.de findet man ganz einfach, wo sich das nächste befindet. Apropos Lernen fürs Leben: Wenn wir ehrlich sind, lernen Kinder auch heute nicht immer für ihr Leben. Wichtiger ist oft ganz einfach die bessere Note in der Schule. Und Pubertierenden macht man da auch nichts vor: Sie merken, wenn Lernstoff nichts mit ihrem Alltag zu tun hat. Was die Motivation natürlich nicht fördert. Am besten ist es, mit dieser Problematik offen und ehrlich umzugehen.

In Kontakt bleiben

"Es ist nicht einfach, die sich dynamisch ändernden und ganz neuen Fähigkeiten des Nachwuchses mit den geordneten und oft auch unflexiblen Anforderungen der Schule in Einklang zu bringen", sagt Thomas Momotow vom Studienkreis. Nur gemeinsam können Kind und Eltern sie meistern. Doch was in der Grundschulzeit meist gut funktioniert, gestaltet sich an den weiterführenden Schulen schwieriger. Große Klassen und übervolle Stundenpläne lassen den Lehrern meist nur wenig Spielraum. Und auch das Interesse der Eltern am Schulleben lässt mit jedem Schuljahr nach. Gleichzeitig wächst bei den Schülern spätestens in der Pubertät das Bedürfnis, ihre Belange oder Konflikte selbst zu regeln. In dieser Phase gibt es nur ein wirksames Mittel zu ihrer Unterstützung: Den Kontakt zur Schule und zu den Kids halten - sensibel, aber konsequent.

Praxistipp: Jugendliche ernst nehmen

(djd). In der kostenfreien Studienkreis-Broschüre "Erfolgreich durch die Pubertät" finden sich viele Praxistipps - wie der von Stephan Gruß. Der 52-Jährige ist Lehrer an einer Hauptschule, unterrichtet beim Studienkreis und rät: "Mein oberster Leitgedanke beim Umgang mit Jugendlichen ist: ernst nehmen! So merkwürdig, witzig oder vermeintlich undurchdacht eine Frage auch sein mag, der Erwachsene sollte zuhören und dann einen ehrlichen, ernst gemeinten Rat geben. Teenies verunsichert nichts mehr, als wenn man lacht oder eine Frage als lächerlich und dumm abtut. Aber natürlich darf man als Lehrer oder Eltern auch antworten, dass man gerade keine Antwort parat hat und sich schlau machen muss. So gewinnt man das Vertrauen - für lange Zeit."


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