Vulkanpark: Erweiterung des Außenbereichs im Römerbergwerk Meurin

Sonntag, 22.02.2015 | Tags: Deutschland
Führungen im Römerbergwerk sind Reisen in die Vergangenheit.
Führungen im Römerbergwerk sind Reisen in die Vergangenheit.
© djd/Vulkanpark

(djd/pt). In der Eifel kann man das größte römische Untertage-Tuffsteinbergwerk nördlich der Alpen bestaunen: Im Römerbergwerk Meurin, heute Teil des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz, wurde bereits vor über 2.000 Jahren eine mehrere Meter mächtige Tuffschicht abgebaut. Sie stammt aus der gigantischen Explosion des bekannten Laacher-See-Vulkans vor "nur" 13.000 Jahren. Ab dem 8. Mai 2015 ergänzt die neue Ausstellung "Erlebniswelt für antike Technikgeschichte" den Außenbereich des Bergwerks. Aktuelle Informationen zur Eröffnung gibt es unter www.vulkanpark.com.

Baukran, Schmiede und Steinhauerhütte

Gleich hinter dem römischen Bergwerk gibt es einen Außenbereich mit einem originalgetreu rekonstruierten und funktionsfähigen Baukran, einer Schmiede mit Steinhauerhütte und einer Kochstelle. Schmiede und Hütte bilden einen Arbeitsplatz, wie ihn die Menschen hier zur Römerzeit und im Mittelalter tatsächlich genutzt haben. Während in den Schmieden alle für den Tuffabbau wichtigen Werkzeuge hergestellt und erneuert werden konnten, dienten die Steinhauerhütten der Weiterverarbeitung der in den Bergwerken gewonnenen Rohblöcke. "Besonders für Familien mit Kindern ist der neue Außenbereich eine spannende Ergänzung der bisherigen Angebote", sagt Beate Fuchs, Reiseexpertin von Ratgeberzentrale.de. Eine mit Wasserkraft betriebene Steinsäge diente schon damals zur Herstellung von Steinplatten, wie sie zu Millionen in Palästen und Villen verbaut wurden. Der funktionsfähige Nachbau basiert auf einem Modell aus dem sechsten bis siebten Jahrhundert, das aus Ephesos in der Türkei stammt. Ein gewaltiges Wasserrad treibt die Steinsäge bei Vorführungen an. Ein Hilfsmotor unterstützt in der Rekonstruktion die Sägearbeit, wodurch Wasserkosten und aufwendige Pumpenanlagen vermieden wurden.

Die Arbeiter kochten selbst

Eine Kochstelle mit Grill und römischem Geschirr rundet diesen Arbeitsplatz ab. Die Arbeiter mussten sich vor Ort selbst versorgen. Die schon bestehende Kochstelle wurde erneuert und mit verschiedenen Getreidemühlen ergänzt. Darunter eine große pompejanische Kraftmühle aus Basalt. An dieser Stelle stehen nun die Themenfelder Getreideverarbeitung und Nahrungsmittel zu römischer Zeit im Vordergrund. Da Getreide ein Hauptbestandteil der römischen Ernährung war, kam den Mühlen aus Eifler Basalt eine große Bedeutung zu.


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