• Ratgeberbox
  • Familie & Freizeit
  • Viel Theater vor historischer Kulisse: Die Kreuzgangspiele Feuchtwangen bieten extra viel Kultur - nicht nur im Sommer

Viel Theater vor historischer Kulisse: Die Kreuzgangspiele Feuchtwangen bieten extra viel Kultur - nicht nur im Sommer

Dank unterschiedlicher Indoor- und Outdoor-Spielorte gibt es in Feuchtwangen ganzjährig viel Theater zu erleben.
Dank unterschiedlicher Indoor- und Outdoor-Spielorte gibt es in Feuchtwangen ganzjährig viel Theater zu erleben.
© djd/Kulturamt Feuchtwangen/Dieter Jacobi

(djd). Viel frische Luft und wenig Gedränge: Auch bei Kulturveranstaltungen gehören diese beiden Faktoren inzwischen zu wichtigen Wohlfühlfaktoren. Hochkarätige Inszenierungen vor historischer Freilichtkulisse können Theaterliebhaber beispielsweise im fränkischen Feuchtwangen erleben. Die Fachwerkstadt liegt an der „Romantischen Straße“ zwischen Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber und ist seit fast 75 Jahren Veranstaltungsort der Kreuzgangspiele. Ihren Namen verdanken sie dem aus dem Mittelalter stammenden, arkadengesäumten Innenhof des ehemaligen Benediktinerklosters, der sich jeden Sommer in eine Bühne mit einem Zuschauerraum für 511 Personen verwandelt. Seit 2009 dient auch der idyllische Nixel-Garten an der Stadtmauer als Spielstätte mit maximal 120 Plätzen.

Von Kasten bis Kino

"Bühne frei" heißt es in Feuchtwangen mit den „Kreuzgangspielen extra“ aber auch in der kalten Jahreszeit. Historische Gebäude wie der Kasten – ursprünglich eine Kapelle, im 16. Jahrhundert Getreidespeicher und seit 1982 Stadthalle – oder das Fränkische Museum bieten ebenfalls eine stimmungsvolle Kulisse für Inszenierungen, Lesungen und Konzerte. So liest der bekannte Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler Gerd Anthoff am 28. Januar unter dem Titel „Geschichten zur Winterzeit“ Texte von Oskar Maria Graf, Theodor Fontane, Rainer Maria Rilke und vielen anderen. Mit der theatralen Videoinstallation „Herakles des Euripides“ (17./18. März) wird eine neue Hybridform aus Theater und Film präsentiert. Und am 5. Mai zeigen Alexander Ourth und Ulrich Westermann im neu eröffneten Kino „Regina Lichtspiele“ die Textcollage „Zersetzung“ nach Motiven aus dem Werk von H. P. Lovecraft, einem der bedeutendsten Autoren fantastischer Horrorliteratur. Unter www.kreuzgangspiele.de gibt es das komplette Programm 2022 sowie Detailinfos zu allen Inszenierungen und Kartenverkauf.

Von Schiller bis Pippi

Im Sommer stehen dann insgesamt sieben Produktionen auf dem Spielplan. Neben dem Singspiel „Im weißen Rössl“, frei nach Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, und Schillers „Kabale und Liebe“ macht auch „Pippi Langstrumpf“ nach der Vorlage der originalen Theaterfassung von Astrid Lindgren im Kreuzgang Station. Kleine Theaterfans ab drei Jahren können im Nixel-Garten zudem der Maus „Frederick“ beim Sonnenstrahlen-, Farben- und Wörtersammeln zusehen und „Das Spiel vom dicken, fetten Pfannekuchen“ miterleben. Die Theaterperformance „Bachmann“ vereinigt sich an zwei Terminen mit „Kafka“ und „Lenz“ zur Trilogie „Auf-Brüche“, die einen weiten literarischen Bogen vom 18. zum 20. Jahrhundert spannt und sich an Jugendliche ab 16 Jahren richtet.


Das könnte Sie auch interessieren

Es gibt Filme, die ihrer Zeit so weit voraus waren, dass sie erst Jahrzehnte später ihre volle Wirkung entfalten. „Wanda“, das einzige Regiewerk der Schauspielerin Barbara Loden, ist ein solches Juwel. Ab dem 9. April 2026 kehrt dieses raue, ehrliche Stück Filmgeschichte zurück auf die große Leinwand – eine Einladung, eine der eigenwilligsten... weiterlesen

Was macht man, wenn man plötzlich von einem Geist heimgesucht wird, den außer einem selbst niemand sehen kann – und der obendrein ziemlich zynisch ist? Vor dieser Herausforderung steht die Schülerin Elli in der emotionalen Dramedy „Ghost Bastard“, die am 9. April 2026 in den Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz startet. Regisseur Erkan Acar... weiterlesen

Das Opernereignis des Jahres findet heute (04.04.2026) um 20:15 Uhr auf 3sat seinen Weg auf die Bildschirme, wenn die Aufzeichnung von Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier" aus dem Opernhaus Zürich ausgestrahlt wird. Wer bei diesem Werk an prunkvolle Reifröcke, vergoldete Säle und die übliche Wiener Rokoko-Seligkeit denkt, wird hier eines Besseren belehrt. Regisseur... weiterlesen

Das Warten hat ein Ende, denn der Samstagskrimi-Sendeplatz im ZDF gehört heute (04.04.2026) um 20:15 Uhr endlich wieder dem kauzigen Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) aus dem Antiquariat. Im neuen Münsterkrimi "Mogelpackung" taucht er tief in den Sumpf des Münsteraner Wohnungsmarktes ein, wo Sanierungsdruck und skrupellose Immobilienfirmen das Stadtbild... weiterlesen

Eine eingeschränkte Nasenatmung ist weit mehr als nur ein kleines Ärgernis. Sie zwingt den Körper zur Mundatmung, was häufig zu Schnarchen, trockenem Mund und einer deutlich reduzierten Schlafqualität führt. Das Gründer-Trio von VENTICROSS aus Stuttgart hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine diskrete und komfortable Lösung für dieses mechanische... weiterlesen

Millionen Menschen leiden unter den kleinen, rauen Erhebungen an Oberarmen und Beinen, die medizinisch als Keratosis Pilaris bekannt sind. Obwohl etwa jeder Dritte betroffen ist, wurde das Thema lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Das Berliner Start-up Tanera Skin tritt nun an, um spezialisierte Lösungen für dieses weit verbreitete Hautproblem zu bieten und Betroffenen ihr... weiterlesen

Was würdest du tun, wenn du den Mörder deines Kindes nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder bestrafen könntest? Am 9. April 2026 erscheint mit „REDUX REDUX“ ein Thriller-Highlight digital, das bereits auf dem Fantasy Filmfest 2025 für Aufsehen gesorgt hat. Der Titel ist hierbei Programm: In einer scheinbar endlosen Schleife aus Vergeltung verliert... weiterlesen

Mit der 50. Staffel meldet sich heute (03.04.2026) um 20:15 Uhr im ZDF eine der langlebigsten Freitagskrimi-Reihen zurück und schlägt zum Jubiläum sofort Töne an, die unter die Haut gehen. In acht neuen Folgen dürfen sich die Zuschauer auf das gewohnt stabile Ermittlerteam verlassen, denn Thomas Heinze, Stephanie Stumph und Yun Huang bleiben als festes Ensemble... weiterlesen

NS-Befehlshaber Meckerle (Devid Striesow) setzt Buback (Nicholas Ofzcarek) unter Druck: Der Gestapomann muss ihn als Abendbegleiter seiner heimlichen Geliebten, der Schauspielerin Marleen Baumann vertreten.
© ARD Degeto Film/NDR/Servus TV/Canal+Austria/HR/Zeitgeist Filmproduktion/EPO-Film/Petro Domenigg

Abgrund im Angesicht des Untergangs: Die vierteilige Miniserie "Sternstunde der Mörder" heute (03.04.2026) in der ARD

Mit einer Wucht, die weit über herkömmliche Historienkrimis hinausgeht, zeigt die ARD heute am Karfreitag (03.04.2026) um 20:15 Uhr die vierteilige Miniserie "Sternstunde der Mörder" am Stück. Basierend auf der Vorlage des tschechischen Humanisten Pavel Kohout entwirft Regisseur Christopher Schier ein beklemmendes Panorama der letzten Kriegstage im okkupierten Prag von... weiterlesen