So wird der Kauf von Spielzeug eine runde Sache: An diesen Merkmalen erkennt man pädagogisch wertvolle Spielideen

Tony Ramenda und Matthias Meister freuen sich über Unterstützer für ihr Crowdfunding-Projekt "Binabo" - einem völlig neuen Ball, der aus Einzelteilen in verschiedenen Größen gebaut werden kann.
Tony Ramenda und Matthias Meister freuen sich über Unterstützer für ihr Crowdfunding-Projekt "Binabo" - einem völlig neuen Ball, der aus Einzelteilen in verschiedenen Größen gebaut werden kann.
© djd/TicToys

(djd). Die Vielfalt an Spielsachen ist schwer überschaubar. Doch woran erkennt man, was pädagogisch wertvoll ist, zum Kind passt und am besten noch fair und umweltgerecht hergestellt wurde? Mit diesen Tipps fällt die nächste Suche garantiert etwas leichter.

Vielfalt ist pädagogisch wertvoll

Spielsachen, die unflexibel nur eine bestimmte Verwendungsweise vorgeben und das Kind zum passiven Zuschauer degradieren, wie Aufziehspielzeug, Sprechpuppen oder automatisch funktionierende Autos, stehen meistens nach wenigen Tagen für immer in der Ecke und verstauben. Dabei zählt auch nicht, wieviel Technik dahintersteckt oder wie hoch der Preis ist. Spielsachen, die neben dem Spaß auch die Kreativität fördern und mehrere Spiel-Funktionen bieten, haben schon eher die Chance auf nachhaltige Aufmerksamkeit. Grundsätzlich gilt als Faustregel: Jede Einschränkung ist ungünstig, etwa wenn man nur drinnen oder nur draußen, allein oder nur mit anderen spielen kann. Übrigens: Einfach gestaltetes Spielzeug fördert die Kreativität nach wie vor am stärksten.

Frische Ideen findet man beim Crowdfunding

Es lohnt sich zudem, ab und zu einen Blick in die Crowdfunding-Szene zu werfen. Wer von einem Spielzeug überzeugt ist, kann Teil der Kampagne werden und spart dabei eine Menge Geld gegenüber dem späteren Ladenpreis. Eine aktuelle, frische Idee aus einem Crowdfunding-Projekt der Spielzeugfirma TicToys ist zum Beispiel "Binabo": Das ist ein Ball, der aus Einzelteilen (Chips) in verschiedenen Größen zusammengebaut werden kann. Das Material besteht aus dem Werkstoff Arboblend, der auf Zucker und Fichtenholz basiert, auf Giftstoffe verzichtet und damit eine Alternative zu Plastik darstellt. Alle Teile werden regional hergestellt. Die Kampagne läuft aktuell als Crowdfunding-Aktion auf Startnext. Mehr Infos dazu findet man unter www.startnext.com/binabo.

Daran erkennt man unbedenkliche Materialien

Kinder nehmen gern alles in den Mund, was sie neu für sich entdecken - und Eltern machen sich zu Recht Sorgen, denn Weichmacher (Phthalate), Nickel oder Formaldehyd, die in Kinderspielzeug stecken können, bergen gesundheitliche Gefahren, die das Erbgut schädigen oder die Fortpflanzungsfähigkeit einschränken können. Riecht ein Spielzeug bereits im Regal unangenehm oder ist es im Vergleich sehr preiswert, sollte man die Finger davonlassen. Bei sehr weichem Plastik ist die Gefahr groß, dass hier Weichmacher verwendet wurden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zusätzlich beim Kauf auf Hinweise wie "PVC-frei" und "Phthalat-frei" achten.

(djd). Anhand dieser Zeichen erkennt man sicheres Spielzeug:

  • CE (Communautée Européenne): Jedes Spielzeug muss dieses Siegel tragen. Die Vergabe dieser Mindestanforderung wird nicht von unabhängigen Stellen überprüft.
  • GS (Geprüfte Sicherheit): Hier prüft eine zugelassene, unabhängige Prüfstelle (etwa TÜV), ob die Sicherheitsnormen eingehalten werden.
  • VDE: Dieses Zeichen wird vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. für strombetriebene Produkte vergeben und belegt, dass diese bei sachgemäßem Gebrauch sicher sind.
  • "spiel gut": Spielzeug mit diesem Zeichen können bedenkenlos gekauft werden. Das Siegel wird vom unabhängigen Arbeitsausschuss "Kinderspiel + Spielzeug" vergeben.

 


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