Sicherheit hat ihren Preis: Bei Tresoren auf Zertifizierungen und Schließtechnik achten

Ob der Tresor die wichtige europäische Norm für den Einbruchschutz erfüllt, ist meist an entsprechenden Plaketten im Inneren des Safes zu erkennen.
Ob der Tresor die wichtige europäische Norm für den Einbruchschutz erfüllt, ist meist an entsprechenden Plaketten im Inneren des Safes zu erkennen.
© djd/Hartmann Tresore

(djd). Die hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen lässt immer mehr Bundesbürger über die Anschaffung eines Tresors nachdenken. Einstiegsmodelle werden bereits für weniger als 100 Euro angeboten. Doch Tests etwa des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen, dass manches vermeintliche Schnäppchen sein Geld kaum wert ist - und Ganoven beim Aufbrechen oft leichtes Spiel haben. Hier sind vier wichtige Tipps zum Tresorkauf.

Auf Zertifikate achten

Der erste und wichtigste Tipp: Grundsätzlich sollte man nur Tresore kaufen, die von anerkannten Zertifizierungsinstituten wie etwa der VdS Schadenverhütung GmbH oder der ESSA e.V. getestet wurden. Die wichtigste europäische Norm für den Einbruchschutz von Tresoren ist die EN 1143-1. Sie unterscheidet verschiedene Einbruchwiderstandsgrade. "Die Norm gibt an, wie widerstandsfähig der Wertschutzschrank gegen die Aufbruchversuche ist, die nach genau definierten Regeln durchgeführt werden", erklärt Christian Fretter von Hartmann Tresore. Generell gelte: Je höher der Widerstandsgrad sei, umso höher lasse sich der Inhalt versichern.

Wie viel Schutz soll der Tresor bieten?

Soll der Tresor neben dem Einbruchschutz auch über einen geprüften Feuerschutz verfügen? Wichtig ist dies für ideelle Werte wie alte Familienfotos oder für wichtige Unterlagen. Diese sind für Einbrecher wertlos, wären durch Vandalismus oder einen Brand aber unwiederbringlich verloren.

Das Schloss auswählen

Ein Tresor kann mit unterschiedlichen Schlossarten ausgestattet werden. Klassisch ist ein Doppelbart-Sicherheitsschloss mit zwei Schlüsseln. Nachteil: Beide Schlüssel müssen so sicher untergebracht werden, dass Unbefugte keinen Zugriff haben. Eine andere Variante ist das elektronische Zahlenkombinationsschloss: Hier gibt es keine Schlüssel mehr, um deren Verwahrung man sich Gedanken machen müsste. Nachteil: Der Code kann vergessen, weitergegeben oder ausgespäht werden. Die technisch fortschrittlichste Variante ist ein biometrisches Fingerprint-Verschlusssystem. Fachanbieter wie Hartmann Tresore haben Wertschränke mit den ersten biometrischen Systemen mit Zertifizierung im Programm. Das Öffnen per Fingerscan ist sehr einfach in der Bedienung und absolut fälschungssicher. Dem stehen etwas höhere Kosten in der Anschaffung gegenüber.

Die richtige Größe finden

Diese hängt davon ab, was im Tresor aufbewahrt werden soll. "Dabei sollte man nicht nur an Dokumente, Schmuck oder Bargeld denken. Auch Briefmarken- und Münzsammlungen sowie elektronische Geräte sind bei Dieben begehrt", sagt Christian Fretter. Außerdem sollte man den Tresor nie zu klein wählen - denn im Laufe der Zeit kommen erfahrungsgemäß weitere Wertsachen dazu.

Den richtigen Standort finden

(djd). Der passende Tresor ist gefunden - bleibt noch die Frage nach dem geeigneten Standort. Denn auch dabei kommt es auf die Details an, berichtet Christian Fretter von Hartmann Tresore: "Wichtig ist, dass der Tresor weder sehr hoher Luftfeuchtigkeit noch direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Beide Extreme können dem Material schaden." Bei schweren Wertschutz-Tresoren sollte zudem sichergestellt sein, dass die Statik des Gebäudes die Aufstellung zulässt. Auch der Transportweg sollte geklärt sein. Schließlich ist ein hochwertiger Tresor in der Regel mehrere hundert Kilogramm schwer. Fachanbieter kümmern sich um die Lieferung, bringen den Tresor auf Wunsch an den Aufstellort im Haus und kümmern sich auch um die fachgerechte Verankerung.


Das könnte Sie auch interessieren

Vier Schulfreunde, kein Plan von Segeln, aber ein Ziel: Einmal um die ganze Welt. Was wie der Plot einer fiktiven Komödie klingt, ist die reale Geschichte von Tim, Vince, Michi und Tom aus Bad Tölz. Ab dem 2. April 2026 kommt ihre fünfjährige Reise unter dem Titel „Segeljungs“ – Mit Null Ahnung um die Welt als mitreißender Dokumentarfilm auf die... weiterlesen

Das ARD Vorabendprogramm wird heute (31.03.2026) zur Arena für echte Wintersport-Legenden, wenn Moderator Kai Pflaume um 18 Uhr zu einer neuen Ausgabe von "Wer weiß denn sowas?" bittet. Die festen Teamchefs Bernhard Hoëcker und Wotan Wilke Möhring bekommen dabei tatkräftige Unterstützung von zwei Athleten, die normalerweise mit Höchstgeschwindigkeit durch... weiterlesen

Bevor sich Ivo Batic (Miroslav Nemec, li.) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) am Osterwochenende nach 35 Jahren und 100 Fällen mit einer Doppelfolge des München-Tatorts von den Zuschauern verabschieden, wiederholt das BR Fernsehen heute (31.03.2026) gleich zwei Krimis mit dem Münchner Duo. Zur Primetime um 20:15 Uhr läuft zunächst der 10 Jahre alte... weiterlesen

Der beliebte Münster-Tatort "Lakritz" kehrt heute (31.03.2026) um 20:15 Uhr im WDR auf den Bildschirm zurück und konfrontiert das Ermittler-Duo Frank Thiel (Axel Prahl) und Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) mit einem Fall, der tief in die eigene Jugend führt. Was als Routine-Untersuchung im Milieu des berühmten Marktes beginnt, entwickelt sich schnell zu... weiterlesen

Spannung pur jenseits der Krimi-Prime-Time verspricht heute (30.03.2026) um 18 Uhr das beliebte Quiz "Wer weiß denn sowas?" im ARD-Vorabendprogramm. Moderator Kai Pflaume bittet wieder zum spielerischen Schlagabtausch, bei dem die Teamchefs Bernhard Hoëcker und Wotan Wilke Möhring auf prominente Unterstützung zählen dürfen. Dieses Mal wird es... weiterlesen

Ein nackter Guru im Unterholz und eine Herde stoischer Alpakas bringen das gewohnt souveräne Weltbild von Frank Thiel (Axel Prahl) und Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) heute (30.03.2026) um 20:15 Uhr im MDR gewaltig ins Wanken. In der Episode "Rhythm and Love" verlässt der beliebte Münster-Tatort sein vertrautes Pflaster und taucht tief ein in die bunte, aber... weiterlesen

In der neuen Folge von „Die Höhle der Löwen“ (heute, 20:15 Uhr, VOX) liegen die Nerven blank. Zwischen revolutionären Gesundheits-Plattformen und smarten Algen-Farmen kommt es zu Momenten, die selbst die hartgesottenen Investoren sichtlich mitnehmen. Drama um SCHARFENSTEIN: Tränen nach dem Duft-Test? Die Kölner Gründer Kai Sven und... weiterlesen