Schritt für Schritt zum richtigen Schnitt: Tipps für die fachkundige und nachhaltige Heckenpflege

Donnerstag, 13.02.2025 |
Klare Kante zeigen: Der Heckenschnitt hält den immergrünen Blickfang im Garten gut in Form.
Klare Kante zeigen: Der Heckenschnitt hält den immergrünen Blickfang im Garten gut in Form.
© DJD/Stihl

(DJD). Hecken sind echte Multitalente: dicht und gleichmäßig gewachsen sind sie Sichtschutz, gewähren zahlreichen Tieren Unterschlupf und sind als CO2-Speicher fast so effektiv wie Wälder. Damit die Hecke gesund bleibt, muss sie zur richtigen Zeit geschnitten werden. Durch das Kürzen treiben die Pflanzen kräftiger aus, sodass die Hecke mit der Zeit immer dichter und gleichmäßiger wächst.

Eine Frage des richtigen Timings

Es gibt zwei Arten von Heckenschnitt: Beim Formschnitt ein- bis zweimal jährlich während des Sommers werden nur herauswachsende Äste gestutzt. Er dient dazu, die Form der Hecke zu bewahren und ein gepflegtes Erscheinungsbild zu erhalten. Beim kräftigen Rückschnitt hingegen wird die Form der Hecke in Breite oder Höhe umfassender korrigiert. Um dabei brütende Vögel zu schützen, gelten klare Regeln, erläutert Stihl-Gartenexperte Jens Gärtner: „Ein starker Rückschnitt ist laut Bundesnaturschutzgesetz nur zwischen dem 1. Oktober und dem 28. Februar erlaubt.“ Ein guter Zeitpunkt für den Rückschnitt ist im Februar, dann sind in der Regel keine anhaltenden Frostperioden mehr zu erwarten und die Hecke hat noch nicht frisch ausgetrieben. Jens Gärtner weiter: „Bei Blütenhecken ist eine Besonderheit zu beachten: Frühblüher wie Forsythien sollten erst nach ihrer Blüte geschnitten werden.“ Unabhängig von der Heckenart empfiehlt sich der sogenannte Trapezschnitt: Dabei wird die Hecke unten breiter als oben geschnitten, sodass sie im Querschnitt einem „A“ ähnelt. Auf diese Weise erhalten auch die unteren Zweige genügend Licht und wachsen dicht und gleichmäßig nach.

Nachhaltig gärtnern und Biodiversität fördern

Neben der richtigen Schnitttechnik spielt das Werkzeug eine wichtige Rolle. Für kleine Hecken genügt eine klassische Handheckenschere. Vor allem bei größeren Hecken ist das Arbeiten mit einer Akku-Heckenschere wie etwa der STIHL HSA 60 mit drehbarem Griff deutlich komfortabler und effizienter. Für hohe Hecken oder schwer zugängliche Bereiche empfiehlt sich ein Akku-Heckenschneider mit langem Schaft und abwinkelbarem Messerbalken wie der STIHL HLA 56. Ausführliche Tipps rund ums Schneiden von Hecken finden sich auch auf https://stih.ly/Heckenschnitt. Gepflegte Hecken sind aber nicht nur ein optischer Gewinn, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit: Insekten, Vögel und Kleinsäuger finden im dichten Geäst Schutz und Nahrung. Wer seine Hecke biodivers gestalten möchte, kann verschiedene Pflanzenarten kombinieren, die Tieren ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot bieten. Auch das Schnittgut lässt sich verwerten: Im Häcksler zerkleinert, eignet es sich als Mulch oder Kompost, als Beetabdeckung schützt es den Boden vor dem Austrocknen.


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