Raus aus dem Juck-Alltag: Mit der richtigen Strategie Neurodermitis erträglicher machen

  • Stress im Alltag verschlimmert oft auch Hautprobleme wie Neurodermitis.
    Stress im Alltag verschlimmert oft auch Hautprobleme wie Neurodermitis.
    © djd/Optiderm
  • (djd). Die Haut von Neurodermitis-Patienten ist ein Sensibelchen: Das Falsche gegessen, Kontakt mit Tieren, Hitze, Kälte, raue Kleidung oder man durchlebt gerade eine stressige Phase - schon reagiert die Haut mit einem Schub. Auch Babys sind davon bereits betroffen. Erste Ekzeme und Rötungen bilden sich häufig an den Wangen. Oft sind auch die Beugen von Armen und Beinen betroffen. Egal, wo die Neurodermitis sitzt, der Juckreiz, den die Hauterkrankung verursacht, ist quälend und verleitet zum Kratzen. Dadurch wird das betreffende Hautareal schnell verletzt und Entzündungsstoffe freigesetzt - der Juckreiz verstärkt sich. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Mischung aus Pflege und Verhaltensweisen kann dieser Kreislauf durchbrochen werden, die Haut bekommt Zeit, sich zu regenerieren.

    Feuchtigkeitspflege die auch den Juckreiz lindert

    Wer zu empfindlicher und trockener Haut neigt, sollte möglichst vermeiden, diese noch weiter zu reizen. So sind ausgedehnte, heiße Wannenbäder zwar entspannend und gemütlich, doch laugen sie die Haut extrem aus. Für die tägliche Pflege ist eine kurze Dusche vorzuziehen. Am besten eignen sich bei sensibler Haut Reinigungsprodukte, die wenig reizende Inhaltsstoffe enthalten und pH-neutral sind. Nach dem Waschen ist Eincremen angesagt, zum Beispiel mit einer Pflege wie Optiderm, die den Juckreiz lindert und durch Urea und Glycerin für Feuchtigkeit sorgt. Näheres dazu gibt es unter www.optiderm.de. Atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle, Seide und Mikrofaserstoffen vermeidet Hitzestau und somit Kribbeln auf der Haut. Wichtig: Neue Textilien vor dem ersten Tragen grundsätzlich immer waschen - sie könnten mit hautreizenden Chemikalien belastet sein.

    Kratzprävention: Ablenken und Abwarten

    Je weniger die Haut malträtiert wird, desto leichter heilen Neurodermitis-Ekzeme ab. Schon Vorschulkinder können anhand eines Verhaltenstrainings Kratzattacken beherrschen lernen. Dies zeigt eine schwedische Studie (Noren et al. 2017; doi.org/10.1111/bjd.16009) mit 5- bis 13-jährigen Probanden mit Neurodermitis. Dabei wurden die Eltern gebeten, ihren Nachwuchs bei juckender Haut die Hände zur Faust ballen zu lassen und etwa 30 Sekunden abzuwarten. Danach darf die kribbelnde Hautpartie leicht gezwickt oder gestreichelt werden, bis das Jucken verschwunden ist. Weitere Reize, wie eine Entspannungsgeschichte, ein Spiel, Sport oder eine Hörspielkassette sind ebenfalls dazu geeignet, "juckende" Signale an das Gehirn unterbrechen.

    Tipps bei Neurodermitis-Haut 

    (djd). Was bei empfindlicher Haut helfen kann: 

    • Fingernägel sollte man stets kurzhalten, das senkt die Verletzungsgefahr beim Kratzen.
    • Vor dem Eincremen sollte man die Hände waschen - sonst können Bakterien und Keime in entzündete Hautpartien gelangen.
    • Hautpflegeprodukte wie Optiderm können im Kühlschrank aufbewahrt werden, sodass sich der juckreizlindernde Effekt beim Auftragen auf die Haut noch zusätzlich verstärkt. 
    • Beim Waschen empfiehlt es sich, milde Lotionen zu verwenden und die Haut nach der Reinigung sanft trocken zu tupfen.
    • Schwitzen fördert den Juckreiz, daher ist vor allem im Sommer Überhitzung zu vermeiden und atmungsaktive Kleidung aus Naturfasern zu bevorzugen.
    • Stress im Alltag verschlimmert oft auch Hautprobleme wie Neurodermitis.

     


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