• Ratgeberbox
  • Geld & Recht
  • Pflege in Coronazeiten: Was Betroffene und ihre Angehörigen jetzt über Sonderregelungen wissen sollten

Pflege in Coronazeiten: Was Betroffene und ihre Angehörigen jetzt über Sonderregelungen wissen sollten

Corona stellt Pflegebedürftige vor viele Fragen. Informationen gibt es unter anderem im Internet oder bei Beratungshotlines.
Corona stellt Pflegebedürftige vor viele Fragen. Informationen gibt es unter anderem im Internet oder bei Beratungshotlines.
© djd/compass private pflegeberatung

(djd). Pflegebedürftige sind während der Corona-Pandemie besonders gefährdet. Das betrifft natürlich auch die Pflegenden, die durch Sorgen und den Wegfall von Unterstützungsmöglichkeiten zusätzlich belastet sind. Deshalb hat der Gesetzgeber diverse Sonderregelungen zum Gesundheitsschutz und zur Entlastung beschlossen. Einige davon wurden bereits wieder aufgehoben, andere gelten weiterhin. Hier ein Überblick über die wichtigsten Punkte:

1. Pflichtberatungen nicht mehr ausgesetzt

Wer nur Pflegegeld erhält und keinen Pflegedienst beansprucht, muss sich je nach Pflegegrad alle drei beziehungsweise sechs Monate von Profis beraten lassen. Zwischen März und Oktober waren diese Pflichtberatungen ausgesetzt, nun allerdings müssen sie wieder wahrgenommen werden. Daneben haben Pflegebedürftige weiterhin einen allgemeinen Beratungsanspruch. So stehen etwa die Pflegeberater der compass private Pflegeversicherung unter der Telefonnummer 0800 – 101 88 00 allen Ratsuchenden von Montag bis Samstag kostenlos zur Verfügung.

2. Begutachtung wieder mit Hausbesuch

Wer erstmals einen Pflegegrad beantragt, den besucht seit Oktober wieder ein Gutachter zu Hause. Zuvor waren die Gutachten aufgrund der Pandemie nur nach Aktenlage und Telefongesprächen erstellt worden. Gelten jedoch - wie im November - strengere Kontaktbeschränkungen, finden Begutachtungen wieder telefonisch statt. Für die Bearbeitung von Anträgen gilt wieder das alte 25-Arbeitstage-Limit.

3. Mehr Geld für Verbrauchsmittel

Noch bis zum Jahresende können Pflegebedürftige für Verbrauchshilfsmittel wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Masken 60 Euro pro Monat statt wie bisher 40 Euro erstattet bekommen. Es gilt das Kaufdatum.

4. Entlastungsbetrag flexibler einsetzbar

Den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro können Pflegebedürftige eigentlich nur geltend machen, wenn die Leistung von einem anerkannten Anbieter erbracht wird. Zumindest bei Pflegegrad 1 dürfen bis Jahresende für Haushaltshilfen und Co. jetzt auch andere Helfer eingesetzt werden. Weitere Sonderregelungen zum Entlastungsbetrag finden sich unter www.pflegeberatung.de/corona. Betroffene sollten sich gut informieren, damit der Anspruch nicht verfällt.

5. Pflegeunterstützungsgeld ausgeweitet

Wer kurzfristig die Pflege eines Angehörigen organisieren muss, kann Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung bekommen. Dieses wird noch bis zum 31. Dezember statt wie bisher für 10 nun für 20 Tage gezahlt. Es kann außerdem beantragt werden, wenn etwa der Pflegedienst vorübergehend schließt oder eine Pflegekraft ausfällt. Entsprechend dürfen Arbeitnehmer auch 20 Tage der Arbeit fernbleiben.


Das könnte Sie auch interessieren

Endlich wieder Konzerte, endlich wieder draußen feiern. Auf 3sat läuft heute (24.07.2021) ab 20:15 Uhr die Aufzeichnung des Strandkorb-Konzerts "Jan Delay & Disko No. 1: Earth, Wind & Feiern Live 2021" aus Wiesbaden. Seit über drei Jahrzehnten ist Jan Delay aus der deutschen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Treffsichere Reimkunst trifft auf eine Stimme mit... weiterlesen

Heute Abend (24.07.2021 ab 20:15 Uhr) strahlen MDR und SWR die Sommershow "Stars am Wörthersee" mit Barbara Schöneberger und Alfons Haider aus. Das sommerliche Hitfeuerwerk findet in diesem Jahr auf mehreren Bühnen, unter anderem auf einem Schiff und auf einem Steg, in der Klagenfurter Ostbucht statt. Bei den Aufzeichnungen durfte auch Publikum unter Einhaltung aller geltenden... weiterlesen

Der WDR strahlt heute (24.07.2021) einen Münster-Tatort aus. Ab 20:15 Uhr wird noch einmal der Tatort "Ein Fuß kommt selten allein" wiederholt. Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Professor Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) müssen den Mord an einer Tänzerin aufklären. Unterstützt werden die beiden von Kommissarin... weiterlesen

(djd). Literaturstadt, traditionsreiche Weinregion und Freizeitparadies für Wanderer und Radfahrer: Marbach am Neckar und das umliegende Bottwartal beeindrucken in vielerlei Hinsicht. Auf Weinerlebnistouren und bei Festen können Urlauber den Rebensaft in all seinen Facetten kennenlernen - Informationen gibt es unter weiterlesen

(djd). Seit dem 3. Juli sind Verkauf und Herstellung vieler Einwegplastikprodukte in der Europäischen Union (EU) verboten. Bundesrat und Bundestag haben der Aktualisierung des Verpackungsgesetzes zugestimmt. Güter aus Plastik haben viele Nachteile – ihre Herstellung schadet dem Klima, sie landen als Müll in der Natur und zersetzen sich zu Mikroplastik. Dabei kann... weiterlesen

Heute (23.07.2021) erreicht uns die traurige Nachricht vom Tod Alfred Bioleks. Er begeisterte bei seinem Haussender, dem WDR, Millionen Zuschauer mit erfolgreichen Formaten wie "Bios Bahnhof", "Boulevard Bio" oder "alfredissimo!". Aus diesem Anlass ändert die ARD heute das Programm. Ab 23:55 Uhr läuft der Film "Tschüss Bio!" von Oliver Schwabe. Im Anschluss ab... weiterlesen

Am Freitagabend (23.07.2021) ändern die ARD und alle Dritten Programme ihr Abendprogramm. Ab 20:15 Uhr läuft die Benefizgala "Wir halten zusammen!". Die Live-Sendung wird aus Köln und Leipzig übertragen. Ingo Zamperoni meldet sich aus Köln, während Sarah von Neuburg die Showteile aus Leipzig moderiert. Gemeinsam mit "Aktion Deutschland hilft - Bündnis... weiterlesen