Pellets stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft: Deutscher Wald wächst

Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland garantiert, dass generationenübergreifend maximal nur so viel Holz genutzt wird wie nachwächst.
Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland garantiert, dass generationenübergreifend maximal nur so viel Holz genutzt wird wie nachwächst.
© djd/Deutsches Pelletinstitut

(djd). Die Energiewende ist ein Generationenprojekt, das auch vor dem Heizungskeller nicht Halt macht. Wer beispielsweise auf den nachwachsenden Rohstoff Holz setzt, schont Umwelt, Klima und Geldbeutel. Woher Holzpellets eigentlich kommen und warum sie in Deutschland so beliebt sind, weiß Diplom-Forstwirt Martin Bentele vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI).

Woher stammt das Holz für die Pellets?

In Deutschland steht der nachwachsende, klimafreundliche Rohstoff Holz in großer Menge zur Verfügung. Das ist vor allem der nachhaltigen Forstwirtschaft zu verdanken. Generationenübergreifend wird nur so viel Holz genutzt, wie wieder nachwächst. In den letzten Jahrzehnten waren das sogar nur 80 Prozent des Zuwachses. Der deutsche Wald nimmt daher an Fläche und Holzvorrat kontinuierlich zu. Zur Herstellung von Pellets wird das sogenannte Sägerestholz verwendet, das beim Verarbeiten der Holzstämme im Sägewerk anfällt.

Importiert Deutschland keine Pellets aus dem Ausland?

Doch, allerdings kommt der Großteil der importierten Pellets aus unseren Nachbarländern. Diese nutzen jedoch mehr Pellets aus Deutschland, als sie zu uns exportieren. Wir produzieren europaweit sogar die meisten Pellets. Falsch ist, dass die Presslinge in großen Mengen aus Nordamerika nach Deutschland gebracht würden. Wir benötigen diese Pellets nicht, zudem würde ihre Qualität transportbedingt stark leiden.

Was würde passieren, wenn immer mehr Menschen mit Pellets heizen?

Damit ließe sich auf eine kostengünstige Weise enorm viel CO2 einsparen und wir würden unsere Klimaziele schneller erreichen! Auch wenn das stimmt, wollten Sie sicher wissen, wie weit die Versorgung sichergestellt wäre. Auf der Basis der durchschnittlich in Deutschland eingeschnittenen Holzmenge und der dabei anfallenden Sägespäne können bei uns Pellets für mehr als eine Million Heizungen hergestellt werden.

Und wie viele Anlagen sind es aktuell?

Momentan gibt es knapp 400.000 Anlagen. Es könnten also noch viele Menschen, v.a. Besitzer alter Ölheizungen, auf den heimischen Brennstoff Pellets umstellen. Das wäre ein klares Bekenntnis zur Energiewende.

Rohstoff breit verfügbar

(djd). Holzpellets werden zu etwa 90 Prozent aus Sägenebenprodukten wie Säge- und Hobelspänen hergestellt. Davon fallen jährlich circa 6-7 Mio. Tonnen an. Den restlichen Anteil nehmen unbehandelte Resthölzer aus der Holzindustrie ein. Waldrestholz, sägefähiges Rundholz oder Altholz werden hingegen nicht für die Pelletproduktion genutzt. Unter www.depi.de geben die Fachleute vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) weitere Informationen.


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