Mehr als nur ein Helm: Auf der Suche nach der Unbeschwertheit beim Radfahren

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(DJD). Fahrradfahren bleibt in Deutschland voll im Trend – fast zwei Drittel der Bevölkerung nutzen ihr Rad regelmäßig im Alltag oder in der Freizeit. Gleichzeitig weisen aktuelle Statistiken und Studien auf eine besorgniserregend hohe Zahl von Fahrradunfällen mit Personenschaden hin, nicht selten sogar mit tödlichem Ausgang. Gute Gründe also, nie ohne Schutz in die Pedale zu treten. Doch nicht alle Modelle sind gleich – was im Inneren eines Helms steckt, macht im Ernstfall den entscheidenden Unterschied.
Unsicherheit im Straßenverkehr trifft auf Helm-Muffel
Der Sinus Fahrrad-Monitor gibt deutlich zu denken: So fühlen sich 41 Prozent der Radfahrerinnen und Radfahrer im Alter zwischen 14 und 69 Jahren im Straßenverkehr unsicher, wobei rücksichtslose Autofahrer und dichtes Verkehrsaufkommen als Hauptursachen genannt werden.
Trotz dieses Unbehagens trägt weniger als die Hälfte der Befragten immer oder zumindest meistens einen Kopfschutz – 38 Prozent gaben sogar an, nicht einmal einen eigenen zu besitzen. Die Argumente dagegen sind vielfältig: Man schwitze zu stark, die Frisur werde ruiniert oder die Optik passe nicht.
Dabei belegen Untersuchungen das hohe Risiko deutlich:
- Kopfverletzungen: Sie machen etwa ein Viertel aller Verletzungen bei Fahrradunfällen aus.
- Hohe Gefährdung: Über 70 Prozent der lebensgefährlich verletzten Radfahrer erleiden (auch) schwere Kopfverletzungen.
- Besonderes Risiko bei E-Bikes: Nutzer von Pedelecs tragen aufgrund höherer Durchschnittsgeschwindigkeiten besonders häufig schwere Verletzungen davon.
Die gute Nachricht: Wissenschaftliche Studien zeigen ebenso, dass das konsequente Tragen eines Helms das Risiko für schwere Kopfverletzungen um bis zu 80 Prozent senken kann.

Änderung möglich.
Schutz vor gefährlichen Rotationskräften
Wenn Radfahrende stürzen und auf dem Boden oder einem Hindernis aufprallen, erfolgt dieser Kontakt gewöhnlich nicht exakt senkrecht, sondern in einem schrägen Winkel. Dabei werden oft gefährliche Rotationsbewegungen auf den Kopf und das Gehirn übertragen – eine der häufigsten Ursachen für Gehirnerschütterungen und schwerwiegende Hirntraumata.
Viele moderne Modelle sind daher speziell darauf ausgelegt, diese physikalische Gefahr zu berücksichtigen. Einige Sicherheitssysteme sind mit der sogenannten Mips-Technologie ausgestattet. Diese wurde entwickelt, um Rotationskräfte bei bestimmten Aufprallwinkeln gezielt vom Kopf wegzuleiten und so das Risiko für schwere Hirnverletzungen signifikant zu reduzieren. Ausgestattete Helme erkennt man gewöhnlich an einem kleinen gelben Punkt auf der Helmrückseite.
Die wichtigsten Regeln für den Helmkauf und die Nutzung
Nach einem Sturz austauschen: Ersetzen Sie den Helm nach jedem Sturz zwingend durch ein Neumodell. Auch nicht sichtbar erkennbare Mikrorisse in der Dämpfungsschicht beeinträchtigen die Schutzwirkung enorm.
Haltbarkeit beachten: Witterungseinflüsse und UV-Strahlung sorgen mit der Zeit für Verschleiß des Materials. Die meisten Hersteller empfehlen daher, Helme alle drei bis fünf Jahre auszutauschen.
Auf CE-Kennzeichnung achten: Das CE-Prüfsiegel garantiert, dass der Fahrradhelm alle EU-weiten Standardanforderungen erfüllt (Hinweis: Bei Standard-CE-Prüfungen werden Rotationskräfte derzeit noch nicht mitgetestet).








