Kein Verbot von Ölheizungen - Neues Gebäudeenergiegesetz: Das sollten Hauseigentümer wissen

Hausbesitzer, die auf moderne Öl-Brennwerttechnik setzen und damit ihre Heizung modernisieren, sparen anschließend Brennstoff und damit Heizkosten ein.
Hausbesitzer, die auf moderne Öl-Brennwerttechnik setzen und damit ihre Heizung modernisieren, sparen anschließend Brennstoff und damit Heizkosten ein.
© djd/IWO - Institut für Wärme und Mobilität

(djd). Für Häuser mit einer Ölheizung gibt es seit November neue Bestimmungen: Dann tritt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Ein wichtiger Punkt ist, dass bestehende Ölheizungen weiter betrieben und modernisiert werden dürfen. "Es gibt kein Ölheizungsverbot, sondern nur eine Zusammenführung bestehender und neuer Auflagen, die Eigentümer zu berücksichtigen haben", so Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). Bis einschließlich 2025 könnten bestehende Heizkessel auch ohne weitere Maßnahmen gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden. Nur für Hausbesitzer in Baden-Württemberg gelten die Vorgaben des landesspezifischen Erneuerbare Wärme-Gesetzes (EWärmeG). In Hamburg ist die Gültigkeit landeseigener Bestimmungen derzeit noch unklar.

Ölheizungen: Einbau auch nach 2025 möglich

Auch nach 2025 dürfen Ölheizungen weiterhin eingebaut werden, wenn sie erneuerbare Energien mit einbinden. Das könnten etwa Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen sein. Der Einbau einer Ölheizung allein ist auch erlaubt, wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden ist und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können. "Hat jemand bereits seine Ölheizung mit einer solarthermischen Anlage kombiniert, kann er jederzeit einen Kesseltausch durchführen, da das Gebäude bereits anteilig mit erneuerbaren Energien versorgt wird", erklärt Willig. Bezüglich der maximalen Betriebszeit älterer Öl- und Gasheizungsanlagen gelten auch künftig die bislang durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgegebenen Bestimmungen. Das bedeutet im Regelfall eine maximale Laufzeit von 30 Jahren.

Modernisierung lohnt sich

Grundsätzlich sollten Eigentümer mit älteren Heizungen jedoch über eine Modernisierung nachdenken. "Für Gebäude mit einer Ölheizung ist dabei der Einbau eines Öl-Brennwertgeräts oft die günstigste Option", so Adrian Willig. Der Heizölbedarf könne so gegenüber einem alten Kessel deutlich reduziert werden." Die direkte Einbindung erneuerbarer Energien, etwa in Form einer Solaranlage, helfe dabei, die CO2-Emissionen des Eigenheims weiter zu verringern. Der Einbau neuer Öl-Hybridanlagen wird vom Staat weiterhin unterstützt, er übernimmt 30 Prozent der Investitionskosten der erneuerbaren Komponenten. Zusätzlich gibt es immer wieder nicht staatliche Förderaktionen, etwa von Heizgeräteherstellern. Erneuerbare Energien können auch unabhängig von der eigentlichen Heizungsmodernisierung in einem zweiten Schritt integriert werden. Mit Hochdruck wird zudem an alternativen CO2-armen beziehungsweise CO2-neutralen flüssigen Brennstoffen, sogenannten Future Fuels, gearbeitet. Mehr dazu erfährt man unter www.zukunftsheizen.de.


Das könnte Sie auch interessieren

Ein turbulent-witziges Animationsabenteuer für die ganze Familie erobert am 3. September 2026 die Leinwände: Port au Prince Pictures bringt mit „Arnie & Barney – Retten das Wasser“ zwei sympathisch-schusselige Kultfiguren aus dem beliebten Biene-Maja-Universum erstmals in einer eigenen Hauptrolle ins Kino. Der Film verbindet rasante Action mit reichlich Humor... weiterlesen

(DJD). Die Hitzewellen im Juni und Juli 2026 haben gezeigt, dass tropische Tage und Nächte in Deutschland längst keine Ausnahmen mehr sind. Da wächst der Wunsch nach einer Abkühlung direkt vor der Haustür. Ein eigener Pool ist heute schneller, unkomplizierter und günstiger umsetzbar, als viele vermuten. Auch das Vorurteil, dass private Schwimmbecken... weiterlesen

Unter der Moderation von Laura Wontorra geht die beliebte Sommer-Edition auf der Magdeburger Seebühne in die nächste Runde. Das Promi-Team tritt diesmal unter der Anleitung von Koch-Coach Max Stiegl an, um mit außergewöhnlichen Kreationen die Jury rund um Reiner Calmund, Jana Ina Zarrella und Joachim Llambi zu überzeugen. Das erkochte Preisgeld wird wie gewohnt... weiterlesen

(DJD). Schläge, sexuelle Übergriffe, Drohungen: Das eigene Zuhause ist besonders für Frauen der gefährlichste Ort. Häusliche Gewalt nimmt in Deutschland seit Jahren zu. Alle zwei Minuten wird ein Mensch Opfer von häuslicher Gewalt. Rund 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Fachleute gehen jedoch von deutlich höheren Zahlen aus, denn das Dunkelfeld ist... weiterlesen

Für dieses besondere Musik-Ranking wurden die Playlists angesagter Party-DJs aus ganz Deutschland ausgewertet und in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Media Control in einer repräsentativen Umfrage analysiert. Das Ergebnis ist eine hochkarätige Top 50 der besten Dance-Tracks der letzten 50 Jahre, die generationsübergreifend zum Mitsingen und Tanzen... weiterlesen

(DJD). Der medizinische Fortschritt kann Patientinnen und Patienten zu mehr Lebenszeit und höherer Lebensqualität verhelfen. Die Entwicklung moderner Medikamente, zu denen auch die sogenannten Biologika gehören, gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Dabei handelt es sich um zielgerichtet wirkende Moleküle, die es ermöglichen, Krankheiten zu behandeln, die bisher... weiterlesen

Ein aufrüttelnder, wütender und hochaktueller Justiz-Thriller über Rassismus, Seilschaften und den Mut zum Widerstand: Am 27. August 2026 kommt mit „Staatsschutz“ der dreifach prämierte Berlinale-Erfolg von Regisseur Faraz Shariat in die deutschen Kinos. Basierend auf jahrelangen Recherchen erzählt der Film mit enormer... weiterlesen