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Ihre Meinung, bitte! So unterscheiden sich seriöse Marktforschung von getarnten Verkaufsaktionen

Die Markt- und Sozialforschung kann dabei helfen, Konsumentenwünsche in reale Produkte umzusetzen.
Die Markt- und Sozialforschung kann dabei helfen, Konsumentenwünsche in reale Produkte umzusetzen.
© djd/IMSF/Katharina Hummel

(djd). Meinungsumfragen gibt es wie Sand am Meer. Verbraucher werden zum Beispiel von Interviewern auf der Straße oder am Telefon nach ihren Vorlieben beim Einkauf im Supermarkt, zu ihrer politischen Einstellung oder zu ihrer generellen Lebenssituation befragt. Doch oft wissen die Angesprochenen gar nicht, was es mit diesen Umfragen auf sich hat. Handelt es sich um eine seriöse Befragung zu Forschungszwecken oder um eine getarnte Verkaufsaktion? Die Initiative Markt- und Sozialforschung weist darauf hin, dass Verbraucher sich an verschiedenen Merkmalen orientieren können, um das herauszufinden.

Forschung hilft, Wünsche zu erkennen

Seriöse Umfragen zu Markt- und Sozialforschungszwecken werden nach wissenschaftlich anerkannten Methoden durchgeführt. Sie erfolgen entweder auf eigene Initiative von Forschungsteams oder werden von Unternehmen, Verbänden und die Politik in Auftrag gegeben. Diese möchten wissen, was die Bedürfnisse der Bevölkerung sind, um ihr angemessene Produkte, Dienstleistungen oder politische Vorschläge bieten zu können. Seriöse Markt- und Sozialforschung kann also dabei helfen, Konsumentenwünsche in die Realität umzusetzen. Anders als bei unseriösen Verkaufsgesprächen sind die Interviewer der Markt- und Sozialforschung verpflichtet: 

  • alle Rückfragen der Befragten zu beantworten
  • bei Gesprächsbeginn auf den Schutz der Anonymität der Befragten hinzuweisen
  • deutlich das Institut oder den Auftraggeber zu nennen, für den sie die Umfrage durchführen
  • bei Telefonumfragen auf Anfrage eine Rückrufnummer anzugeben, unter der man überprüfen kann, wer tatsächlich anruft.

 

Rückfragen müssen erlaubt sein 

Weitere Informationen zum Vorgehen von seriösen Interviewern gibt es unter www.deutsche-marktforscher.de. Grundsätzlich sollten Verbraucher wissen: Legt ein Anrufer bei konkreten Nachfragen auf oder wird ein Interviewer auf der Straße unwirsch, wenn die Befragten zum Beispiel nochmals das Institut der Umfrage erfahren möchten, dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um eine echte Umfrage zu Forschungszwecken. Das gilt auch, wenn Rückfragen nicht oder nur ausweichend beantwortet werden.

So kommt die eigene Nummer in den Befragungspool

(djd). Befragungen übers Telefon sind nach Angaben der Initiative Markt- und Sozialforschung die zweithäufigste Befragungsart in Deutschland nach Online-Befragungen und liegen weit vor schriftlichen und persönlichen Interviews. Die Telefonnummern werden nach einem mathematischen Zufallsverfahren von einem Computer generiert und automatisch angerufen. Die Interviewer sehen die angerufenen Nummern nicht und kennen auch die Namen der Angerufenen nicht. Ein Rückschluss von den Antworten auf einzelne Personen ist nicht möglich. Es kann also grundsätzlich jeder für eine Umfrage zu Markt- und Sozialforschungszwecken ausgewählt werden, bleibt dabei aber völlig anonym.


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