Hülsenfrüchte fördern Biodiversität im Ackerbau: Vorteile für Insekten, Klima und Boden

© DJD/WPR Communication/UFOP/Daniel Schneider
(DJD). Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen und Sojabohnen aus europäischem Anbau sind nicht nur reich an Eiweiß, Ballaststoffen, einigen B-Vitaminen und Mineralstoffen. Die als Hülsenfrüchte oder Körnerleguminosen bekannten Kulturpflanzen leisten ebenso einen entscheidenden Beitrag zur Artenvielfalt und zum Schutz des Bodenlebens.
Unterirdischer Lebensraum: Dünger aus der Luft
Entscheidend für die ökologische Wirkung ist, was im Verborgenen passiert. Hülsenfrüchte leben in einer Symbiose mit Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft im Boden binden und der Pflanze verfügbar machen. Diese Kulturen versorgen sich so selbst auf natürliche Weise mit „Dünger“. Nach der Ernte bleibt der Stickstoff in den Pflanzenresten und Wurzeln zurück, wovon die Folgekultur profitiert. Weniger Mineraldünger bedeutet weniger Energieeinsatz und weniger Treibhausgasemissionen – ein echter Gewinn für das Klima.
Zudem bringen die Pflanzen handfeste Vorteile für die Bodenstruktur:
- Wurzelkraft: Da Ackerbohnen und Co. oft tief wurzeln, lockern sie den Boden auf und machen ihn robuster gegen Erosion und Trockenheit.
- Lebensraum: Die entstehenden Hohlräume und Poren bieten idealen Lebensraum für Regenwürmer sowie Mikroorganismen und fördern ein gesundes Bodenleben.
Blütenreichtum für Bestäuber
Oberirdisch zeigt sich der Beitrag zur Artenvielfalt ebenso deutlich: Die Blüten von Ackerbohnen und Süßlupinen stellen ein verlässliches Nahrungsangebot für Bestäuber wie Hummeln und Bienen dar. Wenn Landwirte gezielt Hülsenfrüchte in die Fruchtfolge einbauen, verändert das die Agrarlandschaft positiv: Es entsteht mehr Vielfalt, andere Blühzeiten und neue Strukturen.
Das stärkt das ökologische Gleichgewicht, sodass Insekten, Feldvögel und weitere Arten bessere Lebensbedingungen vorfinden. Wer sich für Hülsenfrüchte aus Europa entscheidet, unterstützt damit aktiv den Klima-, Boden- und Artenschutz. Weitere Informationen sowie zahlreiche Rezeptideen finden sich unter www.dieviervonhier.eu.
Quelle: DJD / dieviervonhier.eu








