Holz statt Plastik: Viele Kunststoffprodukte lassen sich durch Gegenstände aus Holz ersetzen

  • Schneidebrettchen aus Holz nutzen: Auf Holz haben Bakterien wegen der Gerbsäure geringe Chancen, sich zu vermehren.
    Schneidebrettchen aus Holz nutzen: Auf Holz haben Bakterien wegen der Gerbsäure geringe Chancen, sich zu vermehren.
    © djd/PEFC
  • (djd). Meeresschildkröten, die an Strohhalmen ersticken, oder Delfine mit Plastik im Magen: Oft sind dramatische Bilder nötig, um Menschen auf ein drängendes Problem aufmerksam zu machen. In diesem Fall auf die gewaltigen Mengen an Plastikmüll, die weltweit tagtäglich produziert werden. Nur ein kleiner Teil davon wird wiederverwertet oder verbrannt, die meisten Kunststoffabfälle verrotten sehr langsam auf Mülldeponien, in den Weltmeeren oder in der Natur. Sogar in Stuhlproben von Menschen haben Forscher erstmals Mikroplastikpartikel nachgewiesen. Die EU will daher den Kampf gegen Plastikmüll verschärfen und etwa Einwegplastikartikel ab 2021 größtenteils verbieten.

    Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

    Private Haushalte können schon heute ihren Alltag plastikfreier und damit ökologischer und gesünder gestalten, indem sie zum Beispiel Gegenstände aus Holz verwenden. Aber auch das ist nur wirklich nachhaltig, wenn die verwendeten Holzprodukte wiederum aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen - erkennbar etwa am PEFC-Siegel mit dem stilisierten Laub- und Nadelbaum. In einer multimedialen Online-Reportage unter www.pefc.de/holz-statt-plastik zeigt die Waldschutzorganisation anschaulich, welche Alltagsgegenstände sich durch Produkte aus Holz ersetzen lassen. Hier einige Beispiele:

    • Papier- statt Plastiktüten: Vor allem die dünnen Plastikbeutel in den Obst- und Gemüseabteilungen werden noch von vielen Kunden benutzt. Hier sollte, falls vorhanden, zu Tüten aus Papier gegriffen werden.
    • Schneidebretter aus Holz: Wissenschaftlich bewiesen ist die antibakterielle Wirkung von Holz. Auf ihm haben Bakterien die geringsten Chancen, sich zu vermehren. Der Grund: Die im Holz enthaltene Gerbsäure wirkt antibakteriell. Besonders keimtötend sind Schneidebretter aus Kiefer, Lärche oder Eiche.
    • Heim und Garten: Auch beim Bauen und Modernisieren besitzt Holz gegenüber Kunststoffprodukten Vorteile. Durch seine besondere Zellstruktur und die offenporige Oberfläche wirkt Holz in Innenräumen feuchteregulierend. Und sind moderne Holzfenster nicht auch wohnlicher als PVC-Varianten?
    • Unbehandeltes Kinderspielzeug aus Holz: Es ist frei von gefährlichen Weichmachern und anderen gesundheitsgefährdenden Stoffen. Bei Kleinkindern ist dies besonders wichtig, da sie darauf herumbeißen oder es mit ins Bett nehmen.
    • Kleidung: Viele Kleidungsstücke bestehen aus Kunstfasern, die beim Waschen und im Trockner kleine Mikroplastikpartikel freisetzen. Eine Alternative sind Textilien mit Fasern aus Holz. Sie sind genauso angenehm und hochwertig wie Kleidung aus Baumwolle.

     

    Mehr Tipps gibt es im Internet unter www.pefc.de/holz-statt-plastik.

    Regeln für den Umgang des Menschen mit dem Wald

    (djd). Die Waldschutzorganisation PEFC formuliert Regeln für den Umgang des Menschen mit dem Wald: Das entsprechende Siegel setzt ökologische, ökonomische und soziale Standards für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Überprüft werden sie durch unabhängige Zertifizierungsstellen, etwa vom TÜV. Das schließt die Nachverfolgung des Holzes von der Produktion bis hin zum Verkauf ein. Somit kann der Verbraucher sicher sein, dass entsprechend ausgewiesene Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Weitere Informationen dazu oder zu Anbietern, die Ware mit dem Siegel führen, gibt es unter www.pefc.de.


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