Hier wird gemulcht, nicht gemäht: Die Weiternutzung des Rasenschnitts bietet viele Vorteile für ein sattes Grün

Beim Mulchen wird der Rasenschnitt fein zerkleinert als Dünger genutzt.
Beim Mulchen wird der Rasenschnitt fein zerkleinert als Dünger genutzt.
© djd/Viking

(djd). Clever mähen heißt Mulchmähen, denn Mulchen düngt den Rasen mit jedem Schnitt und versorgt ihn laufend mit frischen Nährstoffen. Dem Rasen wird quasi zurückgegeben, was ihm zuvor weggenommen wurde. Nur was bedeutet "mulchen" eigentlich? Ein Blick auf die Technik zeigt, welche Vorteile sich damit verbinden.

Zeit, Geld und Dünger sparen

Das Grundprinzip des Mulchens ist schnell erklärt: Der Grasschnitt wird dabei nicht im Fangkorb gesammelt und in der Bio-Mülltonne oder auf dem Komposthaufen entsorgt, sondern direkt für das Wachstum des Rasens weiter genutzt. "Dazu wird von einem speziellen Mulchmesser und von einem "Mulchglocke" genannten Gehäuse das Gras besonders fein geschnitten und wieder auf die Fläche ausgeworfen", erklärt Stihl Experte und Landschaftsbauer Jens Gärtner. "Mulchen ist besonders nachhaltig, da der Grasschnitt dem Rasen direkt Nährstoffe zurückgibt und man sozusagen einen geschlossenen Kreislauf im Garten pflegt." Praktischer Nebeneffekt: Kein voller Fangkorb, der entsorgt werden muss. Spezielle Mulchmäher sind so konstruiert, dass sie das Schnittgut mehrfach im Mähgehäuse herumwirbeln und in kleinste Teilchen zerteilen, einen Fangkorb brauchen sie nicht. Jens Gärtner verweist auf einen wesentlichen Vorteil: "Wer mulcht, kann im Idealfall auf das Düngen des Rasens, das beim traditionellen Mähen notwendig ist, weitgehend verzichten. Ein weiterer Vorteil zeigt sich im Hochsommer: Dank des Mulchmaterials trocknet die Erde weniger stark aus und muss somit auch weniger bewässert werden. "Somit sparen Gartenbesitzer insgesamt Zeit, Aufwand und auch Geld ein", unterstreicht Gärtner.

Regelmäßiger Schnitt ist Pflicht

Damit das Mulchen seinen Zweck erfüllt, hat der Gartenbesitzer allerdings eines zu beachten: Regelmäßiges Nachschneiden ist Pflicht. "Zu lange Halmstücke verrotten langsamer und nicht vollständig, deshalb sollte zwischen zwei Runden mit dem Mulchmäher nicht zu viel Zeit vergehen", erklärt der Gartenexperte. Seine Faustregel lautet: immer dann mähen, wenn der Rasen rund sechs Zentimeter hoch steht. Bei jedem Schnitt wird der Rasen dann im Frühjahr und Herbst auf die übliche Höhe von knapp vier Zentimeter gekürzt, im Sommer besser nur auf fünf Zentimeter, um den Boden vor dem Austrocknen zu schützen. Nach einem Regen hingegen wartet der Gartenbesitzer besser, bis der Rasen wieder trocken ist - denn nasses Mulchmaterial rieselt schlechter und kann verklumpen.

Worauf es beim Mäher ankommt

(djd). Die Besonderheit des Mulchmähers liegt in der Konstruktion des Mähmessers und des Mähgehäuses. Das Messer ist so gestaltet, dass es das geschnittene Gras noch innerhalb des Mähgehäuses kleinhäckselt. Das "Mulchglocke" genannte Mähgehäuse beeinflusst dies durch seine Form und durch eine optimierte Luftströmung. Wer sich nicht ausschließlich oder sofort auf das Mulchen festlegen möchte, für den ist beispielsweise der Akku-Rasenmäher "RMA 339 C" von Stihl eine gute Wahl. Dieser ist im Auslieferungszustand ein "Fänger" und lässt sich auf Wunsch mit einem zusätzlichen Mulch-Kit zum Mulchmäher umbauen.


Das könnte Sie auch interessieren

Ein turbulentes, farbenfrohes Animationsabenteuer für die ganze Familie: Am 5. November 2026 erobert „Der frechste Troll der Welt“ die großen Kinoleinwände und verspricht jede Menge Schabernack, Action und Herz. Der kleine Troll Billy ist ein wahrer Meister im Unfugmachen. Am liebsten saust er auf dem Rücken seiner treuen Lieblings-Fledermaus durch... weiterlesen

Der Hals kratzt, die Nase kribbelt – und plötzlich ist sie da: die erste Erkältung der Saison. Erwachsene erwischt es im Schnitt zwei- bis viermal jährlich, wobei sich die Beschwerden im Verlauf meist wandeln. Während zu Beginn oft Schluckbeschwerden und ein gereizter Rachen dominieren, rücken im weiteren Verlauf eine verstopfte Nase, verklebte Nebenhöhlen... weiterlesen

Herzhaft, geschmacksintensiv und ein absoluter Dauerbrenner auf den Tellern: Gulasch ist der unangefochtene Klassiker der deftigen Küche. Doch wie baut man aus Fleisch, Zwiebeln, Paprika und Schmortsud die absolut perfekte Variante? Zum Auftakt der vierten Staffel von „Lege kommt auf den Geschmack“ (am Montag, den 2. November 2026 um 20:15 Uhr bei VOX) nimmt Deutschlands... weiterlesen

Ein drängendes, vielschichtiges Drama über Freundschaft, gesellschaftliche Ausgrenzung und die Macht der Erzählung: Am 5. November 2026 kommt mit „Drei Kameradinnen“ die Verfilmung des gefeierten Romans von Shida Bazyar auf die großen Leinwände. Hani (Brikena Ray), Kasih (Bayan Layla) und Saya (Manal Raga a Sabit) sind seit ihrer Kindheit... weiterlesen

(DJD) Strandkorb-Wetter war gestern – und das ist für Nordsee-Fans eine ausgesprochen gute Nachricht. Wenn der hochsommerliche Trubel abzieht, gehört Wilhelmshaven wieder den Genießern: den Spaziergängern am Südstrand, den Hafenbummlern, Saunafans und allen, die sich frischen Wind gern ordentlich um die Nase wehen lassen. Die charmant-raue Küstenstadt... weiterlesen

Wenn Liam Neeson die Fäuste ballt, bleibt kein Stein auf dem anderen: Am Donnerstag, den 30. Oktober 2026 um 20:15 Uhr, zeigt ProSieben mit dem Action-Thriller „Ice Road: Vengeance“ (AUS/USA 2025, 102 Min.) eine hochkarätige Free-TV-Premiere. Nach dem packenden Überlebenskampf im ersten Teil kehrt der irische Superstar als abgebrühter Trucker Mike McCann... weiterlesen

Keine Gag-Karten, kein Notfall-Spickzettel und garantiert kein einstudiertes Programm: In der gigantischen Münchner Olympiahalle steht Comedy-Tausendsassa Michael Bully Herbig vor der größten Mutprobe seiner Karriere. RTL zeigt das spektakuläre Live-Experiment „Bully – Leider Live! Garantiert ohne Programm“ (am Donnerstag, 29. Oktober 2026 um 20:15 Uhr)... weiterlesen