Gut gedämmt und kreativ gestaltet: Energetische Effizienz und eine reizvolle Fassadenoptik schließen sich nicht aus

Mittwoch, 02.11.2016 |
Energieeffizienz und architektonische Kreativität: Das passt gut zusammen - eine gründliche Planung vorausgesetzt.
Energieeffizienz und architektonische Kreativität: Das passt gut zusammen - eine gründliche Planung vorausgesetzt.
© djd/Qualitätsgedämmt e. V.

(djd). Führt die energetische Sanierung von Fassaden zu einem eintönigen Aussehen von Gebäuden und einem Verlust an Baukultur? Diese Sorge ist beim Thema Wärmedämmung bisweilen zu hören - lässt sich aber schnell widerlegen, wenn man Experten befragt und auf erfolgreiche Modernisierungen blickt. Die Erfahrung zeigt: Auch gedämmte Fassaden lassen sich individuell und ästhetisch gestalten, Strukturputze können die Oberfläche genauso schmücken wie Zierelemente oder Klinkerriemchen. Mit etwas Kreativität lässt sich ein eher langweiliges Haus im Zuge der energetischen Sanierung sogar in einen Blickfang verwandeln.

Gestaltungsfehler in der Planung vermeiden

Wie attraktiv ein Haus wirkt, hängt nicht von der Dämmung ab - sondern von der Gesamtplanung und dem Einfallsreichtum, unterstreicht Architekt Herbert Grießbach aus Freiburg: "Wärmedämm-Verbundsysteme und Architektur an sich widersprechen sich nicht. Das haben viele Kollegen, die sich bis heute nicht an die Umsetzung wagen, nicht verstanden." Empfehlenswert für Hausbesitzer ist es, erfahrene Fachleute wie Architekten, Maler und Stuckateure einzubeziehen. So lassen sich manchmal zu beobachtende Gestaltungsfehler an Dämmfassaden wie etwa sogenannte Schießschartenfenster von vornherein vermeiden. Unter www.dämmen-lohnt-sich.de gibt es viele Tipps dazu sowie eine Suchfunktion für Ansprechpartner und Fachhandwerker in der Nähe.

Die Energiesparfassade als Hingucker

Wie sich ein Wohnhaus ästhetisch mausern kann und nach der Dämmung zudem mit deutlich geringeren Heizkosten punktet, zeigt das Beispiel der Familie Herbert aus Wörth am Main. Aus dem Eigenheim, Baujahr um 1960, machten die Eigentümer einen Hingucker: Über Eck gezogen prangt ein grünes, an Gräser oder Bambus angelehntes Muster an der gedämmten Fassade. Unter der markanten Optik befindet sich ein 16 Zentimeter starkes Wärmedämm-Verbundsystem mit EPS-Dämmplatten. Seit der Modernisierung gehören die früheren ausgeprägten Temperaturschwankungen im Haus der Vergangenheit an - und die Herberts sparen jeden Monat bares Geld bei den Heizkosten.

Sanierung gut planen

(djd). Kreative Optik statt Einheitslook: Damit die energieeffiziente Fassade diesen Wunsch erfüllt, sollten sich Modernisierer Zeit für eine gründliche Planung nehmen und einen Maler oder Stuckateur um Rat fragen. Gemeinsam mit den Profis entsteht ein individuelles Gestaltungskonzept für die Oberflächen der gedämmten Fassade. Computerprogramme zeigen mit wenigen Klicks, wie das Haus nach Ende der Arbeiten aussehen wird. So lässt sich Stück für Stück jedes Detail planen und festlegen. Mehr Informationen und eine Fachhandwerker-Suche gibt es unter www.dämmen-lohnt-sich.de.


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