Gut abgesichert in die eigenen vier Wände: Diese Versicherungen sind bereits während der Bauphase fürs Eigenheim wichtig

Das neue Eigenheim braucht Versicherungsschutz - auch gegen Risiken während der Bauphase sollte man sich absichern.
Das neue Eigenheim braucht Versicherungsschutz - auch gegen Risiken während der Bauphase sollte man sich absichern.
© djd/Bauherren-Schutzbund

(djd). Wer ein Eigenheim errichtet, tätigt damit meist die größte finanzielle Investition seines Lebens. Zum Schutz der entstandenen Werte im neuen Haus sind Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung nahezu unerlässlich. Doch bereits während der Bauphase können Absicherungen wichtig sein, um die speziellen Risiken eines Hausbaus gut abzusichern. Die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) nennt die wichtigsten Versicherungen - und wann man sie abschließen sollte.

Bauleistungsversicherung: Schutz vor Diebstählen, Elementarschäden oder Vandalismus

Die Bauleistungs- oder Bauwesenversicherung haftet für unvorhergesehene Schäden während der Bauzeit - zum Beispiel durch Unwetter, Diebstähle von bereits eingebauten Bestandteilen des Gebäudes oder mutwillige Zerstörungen. Hier gibt es meist Bestandteile, die ab- oder hinzugewählt werden können, man muss sich also mit dem Kleingedruckten auseinandersetzen.

Bauherrenhaftpflicht: Baustelle absichern

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung sichert Ansprüche etwa von Passanten, die auf oder an der Baustelle zu Schaden kommen. Sie kann gesondert abgeschlossen werden, in vielen Fällen ist der Einschluss in eine Privathaftpflichtversicherung ebenfalls möglich. Es sollte auch der Schutz des unbebauten Grundstücks bis zum Baubeginn im Deckungsumfang eingeschlossen sein.

Feuerrohbauversicherung: Schutz im Brandfall

Wer an den Abschluss einer ohnehin wichtigen Wohngebäudeversicherung denkt, kann die Feuerrohbauversicherung in der Regel als beitragsfreien Bestandteil dazu bekommen. Möglich ist auch, den Schutz bei einem Brand auf der Baustelle als Bestandteil der Bauleistungsversicherung zu vereinbaren, allerdings in der Regel kostenpflichtig.

Bauhelferunfallversicherung: Schutz für hilfsbereite Freunde und Nachbarn

Fleißige Bauhelfer machen den Hausbau günstiger. Sie müssen allerdings gegen die Folgen von Unfällen abgesichert sein. Ansprechpartner für ihren Schutz ist meist die zuständige Bauberufsgenossenschaft. Bei sehr viel Eigenleistungen können zusätzlich private Bauhelferunfallversicherungen sinnvoll sein.

Mängel am Bau: Dafür gibt es keine Versicherung

Gegen Pfusch am Bau gibt es keine Versicherung. Um Mängel frühzeitig festzustellen und Nachbesserung verlangen zu können, empfiehlt sich eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Sachverständigen, zum Beispiel einen Bauherrenberater des BSB. Auf der Website www.bsb-ev.de gibt es den kostenlosen Ratgeber Nr. 23 zum "Versicherungsschutz für private Bauherren" sowie Adressen unabhängiger Bauherrenberater.

Berufsunfähigkeits- und Todesfallabsicherung: Gerade für Bauherren wichtig

(djd). Die Finanzierung eines Hausbaus ist bei den meisten Bauherren über ihr Einkommen abgedeckt. Was aber, wenn es zu einer Berufsunfähigkeit oder einem Todesfall kommt? "Um die Finanzierung des Wohneigentums auch für solche Fälle abzusichern, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung und zum Hinterbliebenenschutz eine Lebensversicherung abgeschlossen werden", rät Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Damit könne bei schwierigen Lebensumständen zumindest der Auszug aus den eigenen vier Wänden abgewendet werden. Unter www.bsb-ev.de gibt es dazu weitere Infos und ein Ratgeberblatt zu wichtigen Versicherungen für Bauherren und Hausbesitzer.


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