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Goldanlage geht auch klimaverträglich: Die nachhaltige Herkunft des Edelmetalls erkennt man am Zertifikat

Einem Goldbarren kann man nicht ansehen, wo und unter welchen Bedingungen das enthaltene Edelmetall gefördert wurde. Dafür gibt es einen Standard, auf den Anleger achten sollten: das "Good Delivery"-Zertifikat der London Bullion Market Association - kurz LBMA.
Einem Goldbarren kann man nicht ansehen, wo und unter welchen Bedingungen das enthaltene Edelmetall gefördert wurde. Dafür gibt es einen Standard, auf den Anleger achten sollten: das "Good Delivery"-Zertifikat der London Bullion Market Association - kurz LBMA.
© djd/Xetra-Gold/Umicore/Dimitri Lowette

(djd). Nachhaltigkeit wird nicht nur im täglichen Leben, sondern auch bei der Geldanlage immer wichtiger: Bereits jeder zehnte Euro wird derzeit nachhaltig angelegt. 2025 soll es jeder vierte Euro sein, so die Ergebnisse einer Studie der Puls Marktforschung. Immer mehr Menschen möchten auch die Herkunft ihrer Anlagen kennen, etwa von Gold.

So lässt sich die Herkunft von Gold feststellen

Die Mehrzahl der Privatanleger kann ebenso wenig die exakte Qualität eines Goldbarrens beurteilen wie die Herkunft des verwendeten Edelmetalls. Dafür gibt es einen Standard: das "Good Delivery"-Zertifikat der London Bullion Market Association – kurz LBMA. „Für die Zertifizierung müssen nicht nur Vorgaben hinsichtlich der Ausmaße, des Gewichts, Aussehens und der Stempelung von Goldbarren erfüllt werden, sondern auch zur Herkunft des Goldes“, erklärt Steffen Orben von der Geschäftsführung der Deutsche Börse Commodities, die Xetra-Gold emittiert. So wird sichergestellt, dass das Gold nicht im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismus-Finanzierung und Menschenrechtsverletzungen steht.

Nachhaltige Goldgewinnung aus Recycling

Eine nachhaltige Form der Goldgewinnung ist das Recycling von Gold, etwa aus altem Schmuck oder demontiertem Elektronikschrott. Diese Möglichkeit nutzt auch das LBMA-zertifizierte Unternehmen Umicore, das sich auf das Recycling von Gold spezialisiert hat. Um die steigende Goldnachfrage decken zu können, muss allerdings auch gefördertes Gold verarbeitet werden. Damit auch dabei der ökologische Fußabdruck so klein wie möglich bleibt, hat sich das Unternehmen durch den Responsible Jewellery Council zertifizieren lassen. Diese Zertifizierung erhalten goldproduzierende Unternehmen, die einheitliche Standards hinsichtlich einer ethischen, sozial- und umweltverträglichen Unternehmenspolitik erfüllen. Goldbarren von zertifizierten Herstellern haben einen "sauberen Stammbaum" und erfüllen die Ansprüche kritischer und umweltorientierter Anleger.

Klimafreundlichkeit soll weiter gesteigert werden

Umicore ist auch an der Emittentin von Xetra-Gold, Deutsche Börse Commodities, beteiligt. „Für jeden verkauften Xetra-Gold-Anteil wird ein Gramm physisches Gold hinterlegt. Umicore liefert exklusiv alle Kleinbarren, die im Zusammenhang mit Xetra-Gold benötigt werden – sei es zur Hinterlegung von neu ausgegebenen Xetra-Gold-Anteilen oder zur Auslieferung von physischem Gold an Anleger, die ihre Anteile in Goldbarren umwandeln möchten", erklärt Steffen Orben. „In der Zukunft wird eine noch bessere Ausschöpfung von Recyclingmöglichkeiten weitere CO2-Einsparungen und damit eine noch größere Klimafreundlichkeit bei der Goldbarrenherstellung ermöglichen.“


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