Ellwangen an der Jagst lädt zu kontrastreichen Kultur- und Naturerlebnissen ein

Die ehemalige Residenz der Äbte und Fürstpröpste wurde um 1200 als Klosterburg errichtet und im 17. Jahrhundert zu einem vierflügeligen Schloss im Renaissancestil umgebaut.
Die ehemalige Residenz der Äbte und Fürstpröpste wurde um 1200 als Klosterburg errichtet und im 17. Jahrhundert zu einem vierflügeligen Schloss im Renaissancestil umgebaut.
© djd/Stadt Ellwangen

(djd). Wer seinen Urlaub in Ellwangen an der Jagst verbringt, kann sich jeden Tag auf neue Entdeckungen freuen. Über 1.250 Jahre Geschichte haben die schwäbische Stadt geprägt und ein eindrucksvolles Ambiente geschaffen. Türme, kunstvolle Brunnen, schöne Kirchen, Bürger- und Stiftsherrenhäuser mit geschwungenen Giebeln und figurengeschmückten Fassaden: Überall in den verwinkelten Gassen ist der Zauber früherer Jahrhunderte spürbar. Da die Stadt in die wald- und seenreichen Landschaften der Schwäbischen Ostalb eingebettet ist, locken zudem Rad- und Wanderausflüge in die idyllische Natur. Schöne Tourenvorschläge gibt es etwa unter www.ellwangen.de.

Überblick über fünf Jahrhunderte Besiedlung

Lohnenswert ist ein Besuch der Ellwanger Museen. Im Alamannenmuseum etwa kann man tief in die Geschichte des Volksstammes eintauchen, der im 3. Jahrhundert nach Christus den römischen Limes durchbrach und sich in Süddeutschland niederließ. Das Museum präsentiert bedeutende archäologische Funde - etwa Baumsärge, die zum Teil mit doppelköpfigen Schlangen verziert sind, Schmuck- und Alltagsgegenstände sowie Waffen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Grabungsfunde vom nahe gelegenen Lauchheim an der Jagst. Inszenierungen zu alamannischen Lebenssituationen in Originalgröße, interaktive Medien sowie Ausstellungselemente zum Anfassen und Mitmachen geben einen lebendigen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung. Ab dem Sommer 2017 erwartet Besucher mit der Sonderausstellung "Glaubenszeichen - Die Goldblattkreuze der Alamannen" ein zusätzliches Museumshighlight.

Spaziergang zum Ellwanger Schloss

Auch das majestätisch über der Stadt thronende Ellwanger Schloss mit dem Schlossmuseum sollte auf einer Besichtigungstour nicht fehlen. Die ehemalige Residenz der Äbte und Fürstpröpste wurde um 1200 als Klosterburg erbaut und im 17. Jahrhundert zu einem vierflügeligen Schloss im Renaissancestil umgebaut - südlichen Charme entfaltet der elegante Arkaden-Innenhof. Das Museum in den ehemaligen fürstpröpstlichen Prunkräumen und Appartements beherbergt Schätze wie das Thronensemble König Friedrichs von Württemberg oder einen Kabinettschrank aus dem Jahr 1670. Die Ausstellungen zeigen unter anderem wertvolle Fayencen aus Schrezheim, Eisenkunstguss aus Wasseralfingen, Barockkrippen sowie eine Sammlung historischer Puppenstuben.

Sonderausstellung im Ellwanger Alamannenmuseum

(djd). Ab Sommer 2017 bis Frühjahr 2018 zeigt das Alamannenmuseum die große Sonderausstellung "Glaubenszeichen - Die Goldblattkreuze der Alamannen" mit wertvollen Exponaten. Die Kreuze aus dem kostbaren Material stammen aus der Zeit kurz vor 700 nach Christus und dienten als Schmuck für das Leichentuch. Durch Neufunde, die unter anderem in Lauchheim an der Jagst gemacht wurden, konnte nachgewiesen werden, dass solche Grabbeigaben im Dorf selbst angefertigt wurden. Die auf das Gebiet der Alamannen, der Bajuwaren sowie der in Italien ansässigen Langobarden beschränkten Goldblattkreuze werden als christliche Symbole gedeutet und markieren die letzte Phase der frühmittelalterliche Beigabensitte. Mehr Informationen gbit es unter www.ellwangen.de.


Das könnte Sie auch interessieren

(DJD). Bis zu 82 Prozent ihrer Stromkosten können viele Haushalte durch dynamische Stromtarife einsparen. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Neon Neue Energieökonomik im Auftrag der naturstrom AG. Am lukrativsten ist die Nutzung der cleveren Tarife laut Studie für E-Auto-Besitzer und Hauseigentümer mit Wärmepumpenheizung. Aber selbst für Haushalte... weiterlesen

Ein turbulent-witziges Animationsabenteuer für die ganze Familie erobert am 3. September 2026 die Leinwände: Port au Prince Pictures bringt mit „Arnie & Barney – Retten das Wasser“ zwei sympathisch-schusselige Kultfiguren aus dem beliebten Biene-Maja-Universum erstmals in einer eigenen Hauptrolle ins Kino. Der Film verbindet rasante Action mit reichlich Humor... weiterlesen

(DJD). Die Hitzewellen im Juni und Juli 2026 haben gezeigt, dass tropische Tage und Nächte in Deutschland längst keine Ausnahmen mehr sind. Da wächst der Wunsch nach einer Abkühlung direkt vor der Haustür. Ein eigener Pool ist heute schneller, unkomplizierter und günstiger umsetzbar, als viele vermuten. Auch das Vorurteil, dass private Schwimmbecken... weiterlesen

Unter der Moderation von Laura Wontorra geht die beliebte Sommer-Edition auf der Magdeburger Seebühne in die nächste Runde. Das Promi-Team tritt diesmal unter der Anleitung von Koch-Coach Max Stiegl an, um mit außergewöhnlichen Kreationen die Jury rund um Reiner Calmund, Jana Ina Zarrella und Joachim Llambi zu überzeugen. Das erkochte Preisgeld wird wie gewohnt... weiterlesen

(DJD). Schläge, sexuelle Übergriffe, Drohungen: Das eigene Zuhause ist besonders für Frauen der gefährlichste Ort. Häusliche Gewalt nimmt in Deutschland seit Jahren zu. Alle zwei Minuten wird ein Mensch Opfer von häuslicher Gewalt. Rund 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Fachleute gehen jedoch von deutlich höheren Zahlen aus, denn das Dunkelfeld ist... weiterlesen

(DJD). Der medizinische Fortschritt kann Patientinnen und Patienten zu mehr Lebenszeit und höherer Lebensqualität verhelfen. Die Entwicklung moderner Medikamente, zu denen auch die sogenannten Biologika gehören, gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Dabei handelt es sich um zielgerichtet wirkende Moleküle, die es ermöglichen, Krankheiten zu behandeln, die bisher... weiterlesen

Ein aufrüttelnder, wütender und hochaktueller Justiz-Thriller über Rassismus, Seilschaften und den Mut zum Widerstand: Am 27. August 2026 kommt mit „Staatsschutz“ der dreifach prämierte Berlinale-Erfolg von Regisseur Faraz Shariat in die deutschen Kinos. Basierend auf jahrelangen Recherchen erzählt der Film mit enormer... weiterlesen