Eine Million ist noch zu wenig - Wärmepumpe: Die Förderung für Heizungstausch im Bestand ist attraktiv wie nie

Eine Million Wärmepumpen, so viele wurden bis heute in Deutschland installiert. In fast jedem zweiten neu gebautem Haus befindet sich ein Gerät, jedoch nur sechs Prozent der Bestandsimmobilien nutzen diese Technik.
Eine Million Wärmepumpen, so viele wurden bis heute in Deutschland installiert. In fast jedem zweiten neu gebautem Haus befindet sich ein Gerät, jedoch nur sechs Prozent der Bestandsimmobilien nutzen diese Technik.
© djd/Bundesverband Wärmepumpe e.V.

(djd). Es gibt etwas zu feiern: Noch in diesem Jahr wird in Deutschland die einmillionste Wärmepumpe aufgestellt. Mit dieser sauberen und umweltfreundlichen Heizart wurden bis heute mehr als 16 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Wärmepumpen finden in Wohnungsneubauten zwar immer stärkere Verbreitung, in 45 Prozent der neuen Häuser werden sie installiert. Der Großteil neuer Heizungen wird allerdings beim Austausch alter Geräte in Bestandsgebäuden eingebracht, und dort beträgt der Anteil von Wärmepumpen derzeit nur sechs Prozent. Das reicht noch lange nicht. Um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, müssen mindestens 7 Millionen weitere Geräte bis zum Jahr 2030 aufgestellt werden. Bei 21 Millionen Heizungen in Bestandsgebäuden liegt also genau hier das größte Potenzial. Der Zeitpunkt zum Tausch ist in diesem Jahr besonders attraktiv, denn die Förderung war noch nie so hoch wie im Moment. Es gibt viele staatliche Programme, mit denen günstige Kredite sowie Zuschüsse angeboten werden. Unter www.waermepumpe.de sind diese im Förderratgeber aufgelistet. 

Bis zu 45 Prozent Förderung im Bestand

Der Zuschuss für die Errichtung einer Wärmepumpe sowohl im Bestand als auch im Neubau beträgt 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Austauschprämie erhöht sich beim Ersatz einer Ölheizung auf 45 Prozent. Die maximale förderfähige Investitionssumme pro Wohngebäude beträgt 50.000 Euro. Ein Beispiel: Wer für die Entsorgung einer alten Ölheizung plus Einbau einer Wärmepumpe mit Pufferspeicher, Trinkwasserspeicher mit Fußbodenheizung sowie neuen Thermostaten insgesamt 35.000 Euro investiert, bekommt davon 45 Prozent erstattet, ganze 12.250 Euro. Die technischen Anforderungen an die Wärmepumpen in Wohngebäuden haben sich im Rahmen der aktuellen Anpassungen nicht geändert: In Bestandsgebäuden werden Sole/Wasser-Wärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,8 und darüber gefördert. Luft/Wasser-Wärmepumpen müssen eine Effizienz von mindestens 3,5 erreichen. Bei Gas-Wärmepumpen muss die Jahresheizzahl (JHZ) 1,25 betragen. 

Diese Wärmepumpen werden gefördert

Förderungsfähig sind elektrisch- und gas-betriebene Wärmepumpen bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung, außer Luft/Luft-Wärmepumpen sowie sonstige Wärmepumpen, die die erzeugte Wärme direkt an die Luft übertragen.

Der Förderrechner

Wer zu seinem Bauprojekt bereits bei der Planung wissen möchte, wie viel Förderung es im konkreten Fall geben wird, dem steht ein unkomplizierter Förderrechner unter www.waermepumpe.de/foerderrechner zur Verfügung. Dieser enthält maßgeschneiderte Informationen zur möglichen Höhe des Zuschusses, zu technischen Anforderungen sowie zum richtigen Antragsverfahren.


Das könnte Sie auch interessieren

(DJD). Das Angebot ist verlockend: Mit wenigen Mausklicks ist das neue Smartphone oder die Kaffeemaschine bestellt. Und die Rechnung? Die wird erst Wochen später fällig oder kann bequem in mehreren Raten abgestottert werden. „Jetzt kaufen, später bezahlen“ hat sich als Bezahltrend insbesondere im Onlinehandel etabliert. Was auf den ersten Blick einfach und... weiterlesen

Die Carl Kühne GmbH & Co. KG hat aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes einen bundesweiten Rückruf für das Produkt "Kühne Rote Bete Scheiben" im 720 ml Glas eingeleitet. Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen und einer Zertifizierung nach dem International Featured Standard (IFS) kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in... weiterlesen

Ein mysteriöser Leichenfund am Ufer des Bodensees bildet heute (20.03.2026) um 20:15 Uhr im ZDF den Auftakt für einen neuen Fall der Freitagskrimi-Reihe "Mordufer". In der dritten Episode mit dem Titel "Die große Gier" werden die Zuschauer Zeuge, wie zwei scheinbar völlig unterschiedliche Schicksale in einem blutigen Geflecht aus Betrug und persönlichen... weiterlesen

Das ARD Vorabendprogramm wird heute (19.03.2026) um 18 Uhr zum Schauplatz eines musikalischen Gipfeltreffens, wenn Moderator Kai Pflaume zu einer neuen Runde "Wer weiß denn sowas?" einlädt. In der Manege des Wissens stehen sich diesmal zwei Größen der Unterhaltungsbranche gegenüber, die normalerweise die großen Bühnen füllen. Während die... weiterlesen

Mit dem neuesten DonnerstagsKrimi aus der Bozen-Krimi-Reihe führt die ARD ihre Zuschauer heute (19.03.2026) um 20:15 Uhr tief in die harten wirtschaftlichen Realitäten Südtirols. Die Episode "Rebenblut" markiert den 22. Film der erfolgreichen DonnerstagsKrimi-Reihe und rückt ein Thema ins Zentrum, das die Region wie kaum ein anderes prägt: den Weinbau. Doch statt... weiterlesen

(DJD). Wenn es um die häusliche Pflege geht, fällt ehrliche Kommunikation in der Familie oft schwer. Denn das Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen und Wünschen der pflegebedürftigen Menschen und den Möglichkeiten und Grenzen ihrer Angehörigen ist groß und birgt viel Konfliktpotenzial. „Unserer Erfahrung nach steht in einer Pflegesituation... weiterlesen