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Digitales Arbeiten in der Einrichtungsbranche: Möbelfachleute brauchen sowohl Software als auch Menschenkenntnis

Nach umfangreicher Beratung wird eine Küche mit Softwareprogrammen geplant und anschaulich dargestellt.
Nach umfangreicher Beratung wird eine Küche mit Softwareprogrammen geplant und anschaulich dargestellt.
© djd/Fachschule des Möbelhandels

(djd). Die Internationale Möbelmesse imm cologne/living kitchen 2019 hat deutlich gemacht: Die Digitalisierung ist längst auch in der Möbelbranche angekommen. Nicht nur das Einkaufsverhalten der Konsumenten verändert sich, sondern auch die Arbeitswelt aller Beschäftigten im Möbel- und Küchenfachhandel. "Im Bereich der Gerätetechnik wird natürlich das Thema Vernetzung immer wichtiger", bestätigt Dieter Müller, Schulleiter der Fachschule des Möbelhandels (Möfa) in Köln. "Beispielsweise kann das Kochfeld des Herds digital mit der Dunstabzugshaube kommunizieren. Das Stichwort Smart Home wird ebenfalls immer mehr an Bedeutung gewinnen. Darauf müssen Möbel- und Küchenplaner sich jetzt einstimmen." Unter dem Dach der Möfa vereinen sich eine Fachschule für Aufstiegsfortbildung, eine Berufsschule und eine höhere kaufmännische Berufsfachschule.

Virtuelle Realität hilft beim Planen

Für Berufseinsteiger oder Studierende in Weiterbildung, die nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder nach dem Abitur beziehungsweise der Fachhochschulreife eine Karriere in der Einrichtungsbranche anstreben, bedeutet das, sich in den Themen Digitalisierung und Internet der Dinge besonders gut schulen zu lassen. So müssen sie unter anderem an moderne Planungssoftware herangeführt werden. Einrichtungsfachberater und Küchenfachberater nutzen diese nicht nur, um die umfangreichen Planungen elektronisch zu erstellen und zu verarbeiten. Sie ist auch dafür da, Kunden schon im Ladengeschäft zeigen zu können, wie sich ihre neue Küche oder die Möblierung ihres Wohnraumes in die vorhandenen Räumlichkeiten zu Hause einfügen wird. Führungskräfte müssen sich besonders in erweiterten Darstellungs-, Präsentations- und Visualisierungsmöglichkeiten oder den neusten Warenwirtschaftssystemen auskennen. Social Media und e-Commerce im Rahmen des Multichannel-Marketings spielen ebenfalls eine große Rolle.

Das digitale Arbeiten unterstützt die menschliche Kompetenz

Doch bei allem Fortschritt: Kenntnisse zur neuesten Software und der Einsatz digitaler Medien allein machen noch keine guten Möbelexperten. Deshalb vermittelt die Fachschule auch fundiertes betriebswirtschaftliches, warenkundliches, gestalterisches und verkaufspsychologisches Wissen. Denn auch in Zukunft wird die Stärke des Einrichtungsberaters vor Ort darin liegen, zu tun, was kein Computer kann: gut zuhören, die individuellen Bedürfnisse der Kunden ergründen sowie kompetent und budgetgerecht beraten. Um all das zu lernen, stehen die Fachleute der Möfa den Studierenden zur Seite. Technisch gute Voraussetzungen wie ein gut ausgebautes WLAN, leistungsfähige Computer und moderne Server bieten an der Schule die notwendigen Voraussetzungen dazu.

Finanzielle Förderung möglich

(djd). Eine Aufstiegsfortbildung an der in Europa einmaligen Fachschule des Möbelhandels (Möfa) ist schulgeldfrei. Unter www.moefa.de gibt es einen Überblick über das vielfältige Bildungsangebot der Schule mit Karrierepotenzial und die Möglichkeiten finanzieller Unterstützung. So ist die Schule nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert. Bildungsgutscheine der Arbeitsagentur können hier also eingelöst werden. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es auch das Schüler- oder Meister-BAföG, ebenso wie die Begabtenförderung der IHK und die Finanzierung durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr. Dazu bestehen Fördermöglichkeiten durch die Berufsgenossenschaften und die Rentenversicherung.


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