Die Küche - Mit einfachen Maßnahmen wirksam vor Unfällen mit Kindern schützen

Sonntag, 06.09.2015 |
In 70 Prozent der deutschen Haushalte halten sich Kinder beim Kochen unbeaufsichtigt in der Küche auf. Doch nur 26 Prozent der Eltern treffen Schutzmaßnahmen.
In 70 Prozent der deutschen Haushalte halten sich Kinder beim Kochen unbeaufsichtigt in der Küche auf. Doch nur 26 Prozent der Eltern treffen Schutzmaßnahmen.
© djd/AXA

(djd). Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 30.000 Kinder unter 15 Jahren aufgrund von Verbrennungen oder Verbrühungen ärztlich behandelt, 6.000 werden sogar stationär im Krankenhaus versorgt. Die Verletzungen sind besonders schmerzhaft und können das Leben oft nachhaltig beeinträchtigen. Der Axa Kindersicherheitsreport 2015 zeigt, dass viele Eltern die Gefahren durch Feuer und Hitze unterschätzen. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK und der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) "Mehr Sicherheit für Kinder e.V." durchgeführt.

Die Küche als Mittelpunkt des Familienlebens

In vielen Familien ist die Küche Dreh- und Angelpunkt des Zusammenlebens: Es wird gekocht, das Krabbelkind räumt die Schublade aus und das größere Geschwisterkind lugt neugierig in die Töpfe. Mit den Eltern gemeinsam zu kochen oder dabei zuzusehen, ist ein Riesenspaß und eine wichtige Erfahrung für Kinder. Doch ihnen fehlt das Bewusstsein für Gefahren, daher sollten Eltern Vorkehrungen treffen. Tatsächlich kommt es aber in 70 Prozent der deutschen Haushalte vor, dass sich Kinder beim Kochen unbeaufsichtigt in der Küche aufhalten, darunter sind auch viele Klein- und Vorschulkinder. Nur ein Viertel der Eltern sorgt Unfällen in der Küche mit Schutzmaßnahmen vor, indem sie zum Beispiel Herdschutzgitter anbringen oder den Wasserkocher für den Nachwuchs unzugänglich aufstellen.

Schon eine Tasse frisch aufgebrühter Tee oder Kaffee kann enorme Schäden auf Kinderhaut anrichten. Gut die Hälfte der Eltern unterschätzt das. Tatsächlich können durch nur eine Tasse 50 Grad heißer Flüssigkeit 30 Prozent der Hautoberfläche eines Säuglings geschädigt werden - eine lebensbedrohliche Verletzung. Das zeigt, wie wichtig es ist, solche Unfälle zu vermeiden.

Checklisten klären über Gefahren auf

Bei der Frage, wie sich der Familienalltag sicher gestalten lässt, helfen Checklisten weiter. Unter www.axa.de/feuergefahren-vermeiden gibt es unter anderem eine Kindersicherheits-Checkliste zum Download, die Eltern und Kindern Tipps für einen sicheren Umgang mit dem Element Feuer gibt.


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