Detroit Motor Show 2015: Neuer Alfa Romeo 4C Spider

Mittwoch, 14.01.2015 | Tags: Alfa Romeo
Der vier Meter kurze, rund eine Tonne leichte Alfa Romeo 4C Spider kommt im Sommer 2015 auch nach Deutschland.
Der vier Meter kurze, rund eine Tonne leichte Alfa Romeo 4C Spider kommt im Sommer 2015 auch nach Deutschland.
© FCA/dpp-AutoReporter

Die offene Variante des Alfa Romeo 4C ist auf der North American International Auto Show (NAIAS, 12. bis 25. Januar) zum ersten Mal in der Serienversion zu sehen. Sie verkörpert die Tradition der Marke, Rennsport-Technologie mit Open-Air-Vergnügen zu einem faszinierenden Spider zu kombinieren. Auf der einen Seite stehen das für ein rekordverdächtig geringes Leistungsgewicht verantwortliche Monocoque-Rahmenstruktur aus dem Formel-1-Werkstoff Kohlefaser, der Vollaluminium-Mittelmotor mit Turbolader, Benzin-Direkteinspritzung und Doppelladeluftkühler, der für einen Alfa Romeo typische Auspuffsound sowie atemberaubendes italienisches Sportwagendesign. Auf der anderen das Stoffverdeck oder auf Wunsch ein festes Kohlefaser-Hardtop, beides Garanten für exklusives offenes Fahrvergnügen.

Prägend für die skulpturale Motorhaube ist der in V-Form verlaufende Dom, der vorne in die traditionell dreieckige Kühleröffnung übergeht. Dieses ‚Scudetto‘ (kleiner Schild) formt zusammen mit den beiden seitlich in der Frontschürze angeordneten Lufteinlässen das ebenfalls für Alfa Romeo typische so genannte „Baffi" (italienisch für „Schnurrbart"). Die Windschutzscheibe wird von einem verstärkenden Kohlefaserrahmen gehalten; er nimmt außerdem die vorderen Befestigungspunkte für das Verdeck auf. Dank des Kohlefaser-Monocoques fallen die strukturellen Unterschiede zwischen Alfa Romeo 4C und Alfa Romeo 4C Spider deutlich geringer aus als bei vergleichbaren offenen Fahrzeugen und den als Basis dienenden Coupés. Ein zusätzlicher Querträger im Motorraum erhöht die Torsionssteifigkeit der Karosserie noch weiter.

Ein Spoiler auf der Abrisskante optimiert die Aerodynamik. Zwei muskulöse Wölbungen auf den hinteren Kotflügeln betonen die Karosserie oberhalb der Gürtellinie, symbolisieren Kraft und bilden die Basis für die schwarze - auf Wunsch in Kohlefaser ausgeführte - Verkleidung des Überrollbügels. In den vorderen Abschluss der Kotflügel sind große Lufteinlässe für den Motor integriert. Die runden LED-Heckleuchten sind in die Karosserie eingelassen. Auf Wunsch ist eine Abgasanlage von Motorsport-Spezialist Akrapovič erhältlich, die in zwei mittigen Endrohren ausläuft.

Der Vierzylinder-Turbomotor leistet aus 1750 cm³ 177 kW/240 PS; dies entspricht einer spezifischen Leistung von 137 PS pro Liter Hubraum. Motorblock und Zylinderkopf aus Aluminium, doppelte Phasenverstellung der beiden obenliegenden Nockenwellen und Turboaufladung machen den Vierzylinder zum Hightech-Triebwerk. Die Benzin-Direkteinspritzung arbeitet mit einem Druck von 200 bar und verwendet Injektoren mit Mehrlochdüsen. Die Kurbelwelle verfügt über acht Ausgleichsgewichte, mit denen Vibrationen bei hohen Drehzahlen reduziert werden. Außerdem wurden Ein- wie Auslassseite im Zylinderkopf nochmals gründlich optimiert, um so den sportlichen Charakter des Triebwerks noch weiter zu verstärken. Der elektrisch gesteuerte Kühlkreislauf sorgt außerdem dafür, dass der Motor schneller Betriebstemperatur erreicht - die Senkung der Emissionen ist ein positiver Nebeneffekt.

Dank Mittelmotor-Layout, kompakten Abmessungen und modernster Technologie gehört der neue Alfa Romeo 4C Spider zu den leistungsfähigsten und agilsten Sportwagen. Er beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 258 km/h. Bei einer Vollbremsung wirken Verzögerungskräfte von 1,25 g auf die Passagiere, in Kurven erreicht die Querbeschleunigung bis zu 1,1 g.

Serienmäßig rollt der neue Alfa Romeo 4C Spider auf Rädern der Dimension 7 x17 Zoll an der Vorderachse und 8 x 18 Zoll hinten, wahlweise in den Farben Silber- oder Dunkelgrau. Optional sind noch größere, geschmiedete Felgen - 7 x 18 Zoll vorne, 8,5 x 19 Zoll hinten - erhältlich.

Die europäische Markteinführung des im Maserati-Werk in italienischen Modena gebauten Alfa Romeo 4C Spider erfolgt im Sommer 2015. Dann erst stehen auch die Preise fest. (dpp-AutoReporter/wpr)


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