• Ratgeberbox
  • Geld & Recht
  • Das Treppenhaus ist kein Müllabladeplatz - Was dürfen Mieter vor ihrer Wohnung abstellen und was nicht?

Das Treppenhaus ist kein Müllabladeplatz - Was dürfen Mieter vor ihrer Wohnung abstellen und was nicht?

Schuhregale und Kinderspielzeug gehören nicht ins Treppenhaus - ganz besonders, wenn sich die Nachbarn daran stören.
Schuhregale und Kinderspielzeug gehören nicht ins Treppenhaus - ganz besonders, wenn sich die Nachbarn daran stören.
© djd/Interessenverband Mieterschutz e.V.

(djd). Im Hauseingang drängen sich Fahrräder, Kinderwagen und Rollator. Bei Meiers im ersten Stock stapeln sich die Schuhe vor der Wohnungstür. Die Wagners pflegen ihre Pflanzenzucht im Treppenhaus und der griesgrämige Herr von oben parkt seine müffelnden Müllsäcke gern mal ein, zwei Tage neben der Fußmatte. Was mancher im Hausflur lagert, stört seinen Nachbarn gewaltig. Doch was ist eigentlich erlaubt und was nicht? Leider ist die Nutzung des Hausflurs gesetzlich nicht ganz klar geregelt.

Hausflur gilt als Gemeinschaftsraum

"Grundsätzlich zählt das Treppenhaus zu den Gemeinschaftsräumen und kann somit von allen Mietern genutzt werden", erklärt Jörn-Peter Jürgens vom Interessenverband Mieterschutz. Entscheidend ist jedoch, dass andere Mieter nicht beeinträchtigt werden. So muss beispielsweise der Fluchtweg gewährleistet sein, jeder ungehindert an seinen Briefkasten gelangen können und die Trage eines Notarztes durch den Flur passen. "Laut baurechtlicher Verordnung ist in der Regel eine Durchgangsbreite von einem Meter vorgeschrieben", so Jürgens. Ansonsten kann der Vermieter in der Hausordnung festlegen, was im Treppenhaus gestattet ist, da er die Versicherungspflicht gegenüber den Mietern hat und dafür zu sorgen hat, dass diese im Hausflur keinerlei Gefahren ausgesetzt sind.

Aus diesem Grund sind Gegenstände wie Schuhschränke, Schirmständer, Blumenkübel und Putzzeug meist nicht erwünscht. Auch Fahrräder gehören nicht in den Hausflur, sondern in den dafür vorgesehenen Abstellraum, in den eigenen Keller oder die Wohnung. Ausnahmen können für Kinderwagen, Rollstühle oder Gehhilfen gelten - wenn genügend Platz vorhanden ist. Denn der Bundesgerichtshof hat geurteilt, dass Eltern oder gehbehinderten Personen nicht zugemutet werden kann, Rollator oder Karre mehrere Stockwerke hochzutragen. Doch die jeweilige Regelung hängt oft von Einzelfällen ab. Darum ist Expertenrat - zu finden etwa unter www.iv-mieterschutz.de - hier angeraten. 

Rücksicht auf die Nachbarn nehmen

Müllsäcke allerdings haben im Treppenhaus grundsätzlich nichts zu suchen, genauso wenig wie Katzenklos oder Sportschuhe. Es gilt vor allem: Jeder sollte möglichst Rücksicht auf die Nachbarn nehmen und gegebenenfalls höflich fragen, ob sich jemand an einem Blumentopf stört. Denn durch ein persönliches Gespräch kann ein Rechtsstreit meist vermieden werden.

Beschwerden ernst nehmen

(djd). Wenn sich die Nachbarn wiederholt darüber beklagen, dass Schuhe, Dreirad und Co. ständig im Treppenhaus geparkt werden, sollte man dies nicht leichtfertig abtun, sondern die störenden Gegenstände entfernen. Denn landet die Beschwerde der Mitbewohner ganz offiziell beim Vermieter, kann dieser mit einer Unterlassungsklage und einer Abmahnung reagieren. Im schlimmsten Fall droht dann die Kündigung. Unter www.iv-mieterschutz.de gibt es mehr Informationen zu diesem Thema und weiter Fragen rund um das Mietrecht.


Das könnte Sie auch interessieren

Auch heute (13.01.2026) läuft im ARD Vorabendprogramm ab 18 Uhr eine neue Folge der Quizshow "Wer weiß denn sowas?". Moderator Kai Pflaume bittet zum intellektuellen Schlagabtausch, bei dem diesmal bayerischer Charme auf knifflige Fachfragen trifft. Die bewährten Teamchefs Bernhard Hoëcker und Wotan Wilke Möhring bekommen tatkräftige Unterstützung von zwei... weiterlesen

RTL wagt heute Abend (13.01.2026) um 20:15 Uhr ein spannendes Experiment und schickt einen der bekanntesten TV-Gesichter Deutschlands in ein völlig neues Genre. Wolfgang Bahro (Wolfgang Bahro), den Millionen Zuschauer seit Jahrzehnten als den intriganten und skrupellosen Professor Jo Gerner aus "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" kennen und hassen lieben, tauscht den Designeranzug des... weiterlesen

Das Abendprogramm im WDR bietet heute (13.01.2026) um 20:15 Uhr eine Bühne für ein menschliches Schlachtfeld, das sich hinter einer Fassade aus ökologischem Gewissen und nachbarschaftlicher Liebe verbirgt. Im Stuttgart-Tatort "Das ist unser Haus" geht es nur vordergründig um den Fund einer skelettierten Leiche in einer Baugrube, während das eigentliche Drama in den... weiterlesen

(DJD). Wo Herausforderungen wachsen, entstehen oft auch neue Chancen. Das trifft in Deutschland auf kaum einen anderen Bereich so zu wie auf die Pflege. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Pflegebedürftigen von aktuell 5,6 Millionen auf rund 7,5 Millionen steigen. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Menschen, die sich in der Pflege engagieren möchten. ... weiterlesen

Heute Abend (12.01.2026) ab 20:15 Uhr wird es bei "Goodbye Deutschland! Die Auswanderer" auf VOX ungemütlich. Im Zentrum der neuen Folge stehen Caro und Andreas Robens, deren mallorquinischer Alltag derzeit alles andere als harmonisch verläuft. Caro hat sich ein Ziel gesetzt, das ihr gesamtes Umfeld in Atem hält: Mit fast 50 Jahren plant sie die Rückkehr auf die... weiterlesen

Pünktlich um 18 Uhr verwandelt sich das ARD Vorabendprogramm heute (12.01.2026) wieder in eine Arena für skurrile Fragen und verblüffende Antworten. In der beliebten Quizshow "Wer weiß denn sowas?" begrüßt der gewohnt schlagfertige Moderator Kai Pflaume eine Runde, die besonders bei Wissbegierigen für Begeisterung sorgen dürfte. An der Seite der... weiterlesen

Der MDR zeigt heute (12.01.2026) um 20:15 Uhr mit "Polizeiruf 110: Kopf in der Schlinge" nochmals einen Fall, der das Hallenser Ermittlerduo Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler) mit den tiefsten Abgründen menschlicher Emotionen konfrontiert. Nach dem Mord an der Rentnerin Else Berger gelingt den Kommissaren mithilfe der Psychologin Maria Steinert (Sissy... weiterlesen

Ein majestätischer Ginkgobaum im Botanischen Garten der Universitätsstadt Marburg bildet das emotionale Zentrum eines außergewöhnlichen Filmprojekts: Am 15. Januar 2026 startet das bildgewaltige Drama „SILENT FRIEND“ in den deutschen Kinos. Der Film ist eine internationale Kooperation, die bereits bei ihrer Weltpremiere in... weiterlesen