Bußgeldatlas Deutschland: Berliner Autofahrer zahlen am meisten

Dienstag, 24.03.2015 | Tags: Bußgeld
Berliner Autofahrer zahlen laut Bußgeldatlas Deutschland am meisten.
Berliner Autofahrer zahlen laut Bußgeldatlas Deutschland am meisten.
© dpp-AutoReporter

Viele Autofahrer ärgern sich über die angeblich ständig steigenden Einkünfte der Bundesländer durch Blitzer und Knöllchen. Doch wie viel Geld fließt dabei tatsächlich in die Kassen der Länder? Um für mehr Klarheit zu sorgen, hat der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. eine Erhebung über die Bußgeldeinnahmen der deutschen Bundesländer durchgeführt. Der daraus entstandene Bußgeldatlas zeigt auf, wie hoch die Einnahmen der einzelnen Länder wirklich sind.

Im Jahr 2013 belief sich diese Gesamtsumme der Einnahmen auf über 850 Millionen Euro, Nordrhein-Westfalen konnte dabei die meisten Gelder verbuchen. Bei den Einnahmen pro zugelassenes Kfz liegt das Bundesland jedoch nur im oberen Mittelfeld. Berlin hatte hingegen pro angemeldetes Kfz mit Abstand die höchsten Einkünfte durch Blitzer, Knöllchen und Co.

Berliner zahlen das Sechsfache

Im Jahr 2013 nahm die Stadt Berlin durch die Ahndung von Verkehrsverstößen insgesamt 70.607.050 Euro ein. Pro zugelassenes Kfz sind das circa 61 Euro. Damit liegt Berlin ganz klar vor allen anderen Bundesländern. Zweitplatzierter unter den Top‐Bußgeldeinnehmern ist Bremen. In der Hansestadt lagen die Einnahmen 2013 pro zugelassenes Kfz bei etwa 45 Euro. Platz 3 belegt Hamburg. Dort beliefen sich 2013 die Einnahmen pro zugelassenes Kfz auf etwa 41 Euro - rund ein Drittel weniger als Autofahrer in Berlin zahlen mussten.

In Brandenburg, einem typischen Durchreiseland, waren 2013 die Gesamteinnahmen durch Verwarnungs‐ und Bußgelder im Vergleich zu Berlin mit 41.600.000 Euro sogar deutlich geringer. Pro zugelassenes Kfz nahm Brandenburg circa 31 Euro ein - halb so viel wie Berlin.

Am günstigsten fahren Autofahrer in Rheinland‐Pfalz. Hier lagen die Durchschnittskosten für Kfz‐Besitzer bei lediglich etwa 9 Euro. In Berlin zahlten Verkehrssünder im Vergleich dazu mehr als das Sechsfache. Autofahren in Berlin ist damit am teuersten. (dpp-AutoReporter)


Das könnte Sie auch interessieren

Wenn draußen der erste Frost den Boden überzieht, gibt es kaum etwas Schöneres, als sich mit einer dampfenden Tasse Tee in die eigene Kuschelecke zurückzuziehen. Ein Tee-Adventskalender ist dabei weit mehr als nur ein Countdown bis zum Fest – er ist eine tägliche Einladung, kurz innezuhalten und den Moment bewusst zu genießen. Wir haben drei besonders... weiterlesen

In der neuen Folge von „Die Höhle der Löwen“, die VOX heute, am 05.10.2026, zeigt, wird wieder um jeden Prozentpunkt gekämpft. Die Bandbreite der Ideen reicht diesmal von duftenden Smartphones und innovativen Männer-Stylingprodukten über eine beruhigende Babytragetasche bis hin zu bahnbrechender Deep-Tech-Technologie und traditioneller Akupressur für... weiterlesen

Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum in gedeckten Tönen schafft eine Oase der Ruhe und Wärme.
© AdventsShopping / Erstellt mit Hilfe von KI

Die Weihnachtsbaum-Trends 2026: Das kommt jetzt in die Stube

Wenn das Jahr sich dem Ende neigt und die Tage kürzer werden, zieht mit dem geschmückten Weihnachtsbaum das Herzstück der winterlichen Dekoration in unsere Zuhause ein. Doch wie sieht der Christbaumschmuck in der Saison 2026 aus? Vergessen Sie kurzzeitig die starren Deko-Regeln der Vergangenheit: In diesem Jahr steht der Weihnachtsbaum ganz im Zeichen von natürlicher... weiterlesen

(DJD). Über 6,5 Millionen gebrauchte Pkw wechselten im Jahr 2025 deutschlandweit ihre Besitzer, berichtet das Kraftfahrtbundesamt. Damit ist der Gebrauchtwagenmarkt im Vergleich zum Neuwagengeschäft mehr als doppelt so groß. Doch wie können Kaufinteressenten beurteilen, ob das Auto der Wahl hält, was der Verkäufer verspricht? Ein frisch polierter Lack oder ein... weiterlesen