Bestens informiert trotz Hörminderung: TV-Zusatzlautsprecher rücken das Gesprochene wieder in den Vordergrund

Donnerstag, 02.02.2023 |
Ob Nachrichten, Wissenschaftssendung oder Reisemagazin: Zusatzlautsprecher heben die Frequenzbänder hervor, die für das Verstehen von Sprache wichtig sind.
Ob Nachrichten, Wissenschaftssendung oder Reisemagazin: Zusatzlautsprecher heben die Frequenzbänder hervor, die für das Verstehen von Sprache wichtig sind.
© djd/Sonoro/frischanswerk

(djd). Verglichen mit anderen Altersgruppen schauen Menschen im Rentenalter sehr viel fern: Während die Deutschen durchschnittlich für dreieinhalb Stunden am Tag das TV-Gerät einschalten, tut dies die Generation 65 plus für mehr als sechs Stunden. Das geht aus einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) hervor. Die beliebtesten Fernsehformate von Seniorinnen und Senioren sind Nachrichten, Wissenschaftssendungen und Reisemagazine. Das zeigt, dass der Fernseher vielen älteren Menschen in erster Linie als „Fenster zur Welt“ dient. Führt eine Hörminderung dazu, dass der TV-Ton nicht mehr klar und deutlich verstanden werden kann, stellt das für die Betroffenen meist einen herben Verlust dar. Selbst das Tragen eines Hörsystems führt häufig zu keiner Verbesserung, vielmehr vermischen sich Gesprochenes, Geräuschkulisse und Hintergrundmusik zu einem einzigen Klangbrei. Entspanntes Fernsehen ist so nicht möglich.

Nebengeräusche werden herausgefiltert und minimiert

Wer auf der Suche nach einer Lösung die Lautstärke immer weiter erhöht, intensiviert bloß das Kauderwelsch und sorgt außerdem dafür, dass schon bald der Haussegen schief hängt. Die Verwendung von Kopfhörern beziehungsweise die direkte Kopplung des Hörsystems mit dem TV-Gerät bedeutet hingegen eine akustische Isolation: Telefon und Türklingel werden überhört, auch ein Gespräch mit dem Sitznachbarn entfällt. Anders verhält es sich bei der Nutzung von Zusatzlautsprechern wie zum Beispiel dem TV-Sprachverstärker Oskar von der Marke Faller. Der tragbare Lautsprecher wird kabellos mit dem Fernseher verbunden und liefert Hörbeeinträchtigten einen überarbeiteten Ton direkt an den Sitzplatz. Die Lautstärke bleibt normal, doch die Frequenzbänder, die für das Verstehen von Sprache wichtig sind, werden hervorgehoben. Störende Nebengeräusche werden herausgefiltert und minimiert. So rückt das Gesprochene in den Vordergrund und das „Fenster zur Welt“ ist wieder weit geöffnet.

Entwickelt von HNO-Ärzten und Hörakustikern

Der Zusatzlautsprecher hat einen seitlichen Griff und lediglich zwei Knöpfe: einen Drehregler für die Lautstärke und eine Taste für drei unterschiedliche Sprachfiltereinstellungen. Ein Lithium-Ionen-Akku sorgt für eine Kapazität von bis zu 16 Stunden. Danach lädt eine Ladeschale den Akku innerhalb von vier Stunden wieder komplett auf. Erhältlich ist Oskar unter www.faller-audio.com. Zudem wird der TV-Sprachverstärker in Elektrofachmärkten und bei Hörakustikern angeboten. An der Entwicklung waren unter anderem HNO-Ärzte und internationale Forschungsunternehmen aus dem Bereich Hörakustik beteiligt.


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