Ausbildung im Dachdeckerhandwerker: Ein vielseitiger und krisensicherer Beruf

Vom Dach bis zur Fassadenbekleidung decken die Handwerker ein breites Tätigkeitsspektrum ab.
Vom Dach bis zur Fassadenbekleidung decken die Handwerker ein breites Tätigkeitsspektrum ab.
© djd/dachdeckerdeinberuf.de

(djd). "Obenauf" sind Dachdecker im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur durch ihren luftigen Arbeitsplatz. Sowohl die Einstiegs- als auch Aufstiegschancen in diesem Beruf sind attraktiv. Denn das traditionsreiche Handwerk ist deutlich vielseitiger, als viele auf den ersten Blick meinen würden. Die Tätigkeit ist anspruchsvoll, abwechslungsreich - und krisensicher. Hinzu kommen zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, die den Beruf für Schulabgänger interessant machen.

Gefragte Fachkräfte rund ums Gebäude

Dachdecker decken bei weitem nicht nur Dächer, um sie wind- und wetterfest zu machen. Ebenso dichten die Handwerker Flachdächer mit modernen Techniken ab oder führen Abdichtungen von Balkonen und Terrassen aus. Sie gestalten Außenwände mit vorgehängten Fassadenbekleidungen, unterstützen Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung und informieren über Fördermittel. Und technische Neuerungen wie der Einsatz von Drohnen oder das digitale Verarbeiten von Gebäudedaten werden künftig den Beruf mehr und mehr bestimmen. Und was oft vergessen wird: Dachdecker treten als Klimaschützer auf, wenn sie Gründächer anlegen und damit zum Beispiel die Staubbelastung in Innenstädten verringern. "Dachdecker sind gefragte Fachkräfte und kompetente Ansprechpartner - und das vom Keller bis zur Dachspitze. Als Klimaschützer haben sie eine weitere wichtige Aufgabe, denn begrünte Dächer sind gut fürs Stadtklima und bieten Lebensraum für die Vogel- und Insektenwelt", erläutert Claudia Büttner, Pressesprecherin beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Schon in der Ausbildung wird die anspruchsvolle Tätigkeit vergleichsweise gut entlohnt - mit 650 Euro im ersten und bis über 1.000 Euro im dritten Lehrjahr. Nach dem erfolgreichen Abschluss sind die Übernahmechancen und Berufsperspektiven sehr gut. So kann man sich nach der Meisterprüfung mit einem Betrieb selbstständig machen oder sich zum Gebäude-Energieberater weiterbilden.

Ein Praktikum hilft bei der Berufswahl

Angehende Schulabgänger, die sich für die dreijährige Ausbildung interessieren, können vorab in den Beruf hineinschnuppern: Zahlreiche Fachbetriebe bieten die Möglichkeit, während eines Praktikums die Bandbreite der Tätigkeiten kennenzulernen. Mit nur drei Klicks können sich Schüler etwa unter www.dachdeckerdeinberuf.de für ein Praktikum oder gleich eine Lehrstelle bewerben. Über die Postleitzahlensuche werden bis zu zehn Innungsbetriebe angezeigt. Insgesamt sind rund 7.000 Innungsbetriebe aus dem gesamten Bundesgebiet auf der Seite gelistet.

Der Start in den Beruf

(djd). Handwerkliches Geschick ist eine wichtige Voraussetzung für den Dachdeckerberuf. Technische Affinität und ein mathematisches Grundverständnis sind ebenfalls von Vorteil, denn man muss Flächen messen und das dafür notwendige Material berechnen können. Angehende Dachdecker sollten sich bewusst sein, dass sie viel an der frischen Luft arbeiten - bei fast jedem Wetter. Der Beruf erfordert zudem körperliche Fitness. Teamfähigkeit ist ebenfalls gefragt, denn Dachdecker müssen sich auf ihre Kollegen, die sie sichern, 100-prozentig verlassen können. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, bei der Mehrzahl der Azubis handelt es sich um Hauptschulabsolventen. Mehr Infos gibt es unter www.dachdeckerdeinberuf.de.


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