Zwischen Klick und Konto: Wie Kinder den Umgang mit Geld in der digitalen Welt erlernen

Samstag, 13.12.2025 |
Das Smartphone ist immer griffbereit. Damit sind für Jugendliche viele Verlockungen verbunden, schnell mal Geld auszugeben.
Das Smartphone ist immer griffbereit. Damit sind für Jugendliche viele Verlockungen verbunden, schnell mal Geld auszugeben.
© DJD/Geld und Haushalt/Nils Hendrik Müller

(DJD). Die digitale Lebenswelt verändert auch den Umgang mit Geld. Das gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche: Ihr Alltag wird heute von Apps, Spielen, Online-Shops und Influencer-Clips geprägt. Kaufentscheidungen werden oft innerhalb weniger Sekunden getroffen, beispielsweise durch ein kurzes Video, In-App-Angebote oder einen „Jetzt kaufen“-Button ausgelöst. Angesichts dieser Verlockungen kommt es darauf an, junge Menschen frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren und in der Familie den verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu diskutieren.

Digitale Verlockungen richtig einschätzen

"Digitale Bildung und Gelderziehung gehören heute zusammen, schließlich können Kaufentscheidungen im Web kostspielige Folgen nach sich ziehen", erklärt Korina Dörr, Leiterin des Beratungsdienstes Geld und Haushalt. Besonders heikel sind Kaufoptionen, bei denen die Ware sofort verfügbar ist, der Betrag aber erst später fällig wird ("Buy now, pay later"). Dieses Modell setzt streng genommen die Volljährigkeit voraus, in der digitalen Welt begegnet es jedoch auch Kindern und Jugendlichen immer wieder. Allerdings unterschätzen junge Menschen die damit verbundenen Risiken aus mehreren Gründen. Influencer und personalisierte Werbung wecken das Gefühl, ohne das beworbene Produkt nicht dazuzugehören. Gleichzeitig mindert der verzögerte "Bezahlschmerz" die Impulskontrolle, weil der Moment des Zahlens vom Kauf entkoppelt ist. Bei digitalen Zahlungen fehlt dazu noch der unmittelbare physische Eindruck des Weniger-Werdens. Zudem bleibt das Geldverständnis von Kindern lange an Bargeld gebunden: Das abstrakte Begreifen von Geld – und damit die Fähigkeit, digitale Zahlungsprozesse zu durchschauen – reift im Gehirn erst ungefähr zwischen dem zehnten und vierzehnten Lebensjahr.

Eltern haben eine Vorbildrolle

Für eine zeitgemäße Gelderziehung sollten Eltern vor allem auf drei Aspekte achten, sagt Korina Dörr weiter: "Bargeld bildet den Einstieg, weil es Budgets sichtbar macht und Grenzen erfahrbar hält." Erst ab einem Alter von etwa zwölf Jahren sollten ein Konto, eine Karte und digitale Bezahlprozesse hinzukommen – behutsam, mit klaren Betragsgrenzen und nachvollziehbaren Regeln. Medienkompetenz schließlich hilft dabei, Kaufanreize, Werbeaussagen und Bezahloptionen realistisch zu bewerten. Erforderlich ist eine aufmerksame, enge Begleitung durch die Eltern mit klaren Absprachen, etwa zu Passwörtern, Kauflimits und Ausgaben in Spielen oder Apps. Unter www.geld-und-haushalt.de/taschengeld etwa finden sich viele weitere Tipps. Ganz entscheidend: Eltern sollten sich stets ihrer Vorbildrolle bewusst sein – gerade beim bewussten Konsum in der digitalen Welt.


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