Wie kann ich helfen? Für Obdachlose beginnt bald die harte Jahreszeit

In der kalten Jahreszeit freuen sich Obdachlose ganz besonders über ein warmes Kleidungsstück oder etwas zum Essen.
In der kalten Jahreszeit freuen sich Obdachlose ganz besonders über ein warmes Kleidungsstück oder etwas zum Essen.
© djd/www.heilsarmee.de/Olaf Bork Nordhorn

(djd). Viele Menschen empfinden die kühleren Temperaturen nach der Hitze des Sommers als sehr angenehm. Doch für Obdachlose beginnt damit bald die besonders harte Jahreszeit. Um etwas Wärme und Schutz zu finden, sind obdachlose Männer und Frauen nun häufiger in den Innenstädten anzutreffen. Die meisten von uns lässt das nicht kalt. Viele fragen sich: Was kann ich tun, um zu helfen? Mit diesen Tipps kann man die Menschen auf der Straße tatkräftig unterstützen:

Notfälle erkennen

Wenn es sehr kalt ist und ein obdachloser Mensch kaum geschützt schläft, ist es legitim, ihn zu wecken, um Hilfe anzubieten. In manchen Großstädten sind sogenannte Kältegänger und Kältemobile unterwegs, die auf Unterkünfte hinweisen. Sie können auch telefonisch angefordert werden. Karitative Organisationen wie die Heilsarmee bieten Unterstützung in solchen Fällen an. Wenn jemand gar nicht ansprechbar ist, sollte man auf jeden Fall einen Krankenwagen rufen.

Grundbedürfnisse decken

Zum Beispiel mit haltbaren Lebensmitteln, die nicht zubereitet werden müssen: Brot, abgepackte Wurst und Käse. Auch Bananen oder Äpfel sind gut geeignet, denn Vitamine fehlen meistens.

Für Wärme sorgen

Mit Handschuhen, Socken und Unterwäsche: Solche Kleidungsstücke nutzen sich schnell ab, da sie oft nicht gewaschen werden können. Auch Schlafsäcke oder Decken sind natürlich willkommen.

Nahverkehr-Tickets

Sie ermöglichen einen Aufenthalt im Warmen, Trockenen und Sicheren - und sie bewahren vor Schwarzfahren.

Eher Naturalien als Geld geben

Geld wird oft für Alkohol oder andere Drogen verwendet. Besser ist es deshalb, nach Bedürfnissen zu fragen und entsprechend einzukaufen, zum Beispiel Hygieneartikel, Getränke, Medizin oder eine Prepaidhandy-Guthabenkarte. Einige Obdachlose haben einen Hund, für den sie das Wenige geben würden, das sie besitzen. So kann Futter für den Begleiter eine besondere Freude bereiten.

Distanz wahren

Bei aller Hilfsbereitschaft sollte man sich selbst schützen und weder Adresse noch Telefonnummer preisgeben oder einen Obdachlosen mit nach Hause nehmen.

Spenden

Eine Alternative kann es sein, Organisationen wie die Heilsarmee, die Diakonie oder die Caritas finanziell zu unterstützen. Auch so kommt die richtige Hilfe bei den Obdachlosen an.

Diese Tipps von der Heilsarmee erhält man in einem Video unter www.heilsarmee.de/obdachlosen-helfen oder www.youtube.com/DieHeilsarmee

Hilfe ohne Ansehen der Person

(djd). Die Heilsarmee als internationale Hilfsorganisation und evangelische Freikirche kümmert sich in vielen deutschen Großstädten um Männer und Frauen ohne Wohnung. In Cafés und Wärmestuben, Tagesstätten, Notunterkünften und Übernachtungsheimen begegnet sie den Menschen ohne Ansehen der Person: Jeder ist willkommen. Neben der Versorgung der Grundbedürfnisse finden die Gäste bei der Heilsarmee aufmerksame Zuhörer ebenso wie konkrete Beratungsangebote. Einen Überblick bietet die Website www.heilsarmee.de/in-ihrer-naehe.


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