Wider den Wildwuchs: Die Norm für Smarthome-Sicherheitslösungen

Eine neue Vornorm regelt alle wichtigen Aspekte der Verbindung von Sicherheitstechnik mit Smarthome-Funktionen.
Eine neue Vornorm regelt alle wichtigen Aspekte der Verbindung von Sicherheitstechnik mit Smarthome-Funktionen.
© djd/telenot.de

(djd). Bei der Planung von einbruchshemmender Sicherheitstechnik steht das Thema Smarthome fast immer mit auf der Agenda der Bauherren. Das Problem: Welche der vielen Systeme auf dem Markt sind wirklich sicher und bieten zudem den erwarteten Wohnkomfort? Im Baumarkt muss der Häuslebauer nicht lange suchen: Prominent liegen dort Smarthome-Sets für knapp über 100 Euro inklusive Basiseinheit, mehrerer Fensterkontakte, Bewegungsmeldern und Fernbedienung. Montagematerial und Bedienungsanleitung sind gleich mit dabei. Verlässliche Alarmierung und Schutz von Menschenleben und Sachwerten ist von diesen Systemen kaum zu erwarten. Das bestätigen die regelmäßigen Prüfungen der Stiftung Warentest.

Richtlinien der VdS Schadenverhütung bilden Grundlage der neuen Norm

Um den Wildwuchs in diesem Bereich zu stoppen und den Verbrauchern mehr Sicherheit zu bieten, haben Experten der "Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik" in DIN und VDE (DKE) sowie des Deutschen Forums für Kriminalprävention (DFK) die Vornorm DIN VDE V 0826-1 für Überwachungsanlagen entwickelt: „Seit 2019 regelt die Norm alle wichtigen Aspekte der Verbindung von Sicherheitstechnik mit Smarthome-Funktionen“, sagt Timm Schütz, Sicherheitsexperte bei Telenot. Die Smarthome-Sicherheitslösungen seines Unternehmens erfüllen die jetzt normierten Anforderungen bereits seit Jahren. Sie sind smart und sicher. Wichtig ist es, auf die Zertifizierung der Produkte und Systeme durch die VdS Schadenverhütung zu achten, deren Richtlinien die Grundlage der DIN VDE V 0826-1 bilden.

Auch Fachbetriebe müssen Norm erfüllen

Nicht nur die Anforderungen für das System selbst sind in der Norm erfasst. Auch einheitliche Standards für Fachbetriebe, die solche Anlagen planen, montieren und instand halten, sind ein Teil der Richtlinie. „Für die Sicherheit der Menschen sowie deren Hab und Gut ist es enorm wichtig, dass es durchgehende Anforderungen für alle Beteiligten gibt – sowohl für Hersteller der Anlagen als auch für Fachbetriebe“, betont Schütz. Unter www.telenot.de gibt es mehr Infos sowie Adressen von zertifizierten Sicherheitsfachbetrieben.

Norm schafft Grundlage für staatliche Finanzierung

Die Neufassung der DIN VDE V 0826-1 ist Grundlage für die Gewährung staatlicher Finanzierungsanreize durch die KfW. Seit April 2019 bezuschusst die Bank Smarthome-Sicherheitslösungen mit Einbruchmeldefunktion nur dann, wenn sie die besagte DIN-Norm erfüllen. Zudem machen immer mehr Versicherungen die Gewährung von Rabatten davon abhängig, dass die eingebaute Technik der Norm entspricht und von einem zertifizierten Fachbetrieb geplant und eingebaut wurde.


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