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Wer zuhause gepflegt werden will, holt sich oft Hilfe von Betreuungskräften: 5 Fakten zur Pflege durch 24-Stunden-Betreuungskräfte

24-Stunden-Betreuungskräfte kümmern sich rund um die Uhr um die Grundversorgung des Pflegebedürftigen.
24-Stunden-Betreuungskräfte kümmern sich rund um die Uhr um die Grundversorgung des Pflegebedürftigen.
© djd/vigo Krankenversicherung

(djd). Rund drei Millionen Menschen waren 2015 in Deutschland auf Pflege angewiesen, 2035 dürften es vier Millionen sein. Das Risiko, zum Pflegefall zu werden, wird von den Bundesbürgern unterschätzt. Wer kümmert sich dann um mich? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn etwa sagte 2018 ganz lapidar bei "Maischberger": "Meine Eltern erwarten nicht, dass ich sie zu Hause pflege." Grund genug für einen Versicherer, die Seite www.unserjens.de ins Leben zu rufen. So wie dem CDU-Politiker geht es vielen: Sie sind berufstätig, leben vielleicht in einer anderen Stadt und holen sich Hilfe von Betreuungskräften aus dem Ausland, vorwiegend aus Osteuropa. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten, die Sie als Angehöriger zu beachten haben:

1. Welche Modelle für Betreuungskräfte gibt es?

Am weitesten verbreitet ist das sogenannte Entsende-Modell. Dabei schließen Sie in der Regel zwei Verträge ab - einen mit der deutschen Vermittlungsagentur und einen mit der ausländischen Betreuungsagentur. Beim Arbeitgeber-Modell dagegen müssen Sie alle Arbeitgeberpflichten nach dem Arbeits- und Sozialversicherungsrecht selbst übernehmen.

2. Was leisten Betreuungskräfte?

24-Stunden-Betreuungskräfte kümmern sich um die Grundpflege des Pflegebedürftigen - wie etwa Körperpflege, Toilettengang, Ankleiden, Ernährung und Trinken. Die Betreuungskräfte kaufen ein, waschen, übernehmen praktisch alle üblichen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sie unterstützen den Pflegebedürftigen ebenso beim Arztbesuch, beim Gang zum Friseur oder zur Fußpflege.

3. Was leisten Betreuungskräfte nicht?

Medizinische Maßnahmen, die von einem Arzt verschrieben werden, zählen zur sogenannten Behandlungspflege. Darunter fallen etwa Wundversorgung, Verbandswechsel, Medikamentengabe, Blutdruck- und Blutzuckermessung und ärztliche Assistenz. Dies darf ausschließlich von speziell ausgebildeten Kräften durchgeführt werden. Die 24-Stunden-Betreuungskraft darf diese Aufgaben in der Regel mangels medizinischer Ausbildung nicht übernehmen. Dafür ist stattdessen der ambulante Pflegedienst zuständig. Die Kosten dafür können Sie aus der Pflegesachleistung decken, wodurch sich jedoch anteilig das Pflegegeld reduziert.

4. Was kosten Betreuungskräfte und wer trägt die Kosten?

Die durchschnittlichen Kosten einer osteuropäischen Pflegekraft liegen bei 2.150 Euro monatlich. Im Pflegegrad 3 gibt es von der Pflegekasse 545 Euro Pflegegeld. Dazu kommen monatlich bis zu 200 Euro aus der sogenannten Verhinderungspflege. Eingerechnet werden muss auch der Steuervorteil, im Rechenmodell wären das 333 Euro im Monat. Der verbleibende Eigenanteil beträgt demnach etwa 1.070 Euro Die Quelle des Rechenbeispiels findet man unter: https://www.deutsche-seniorenbetreuung.de/preise/.

5. Wie kann ich den Eigenanteil reduzieren?

Das Rechenbeispiel zeigt: Die Leistungen der Pflegekasse sind nur eine Art Teilkasko. Einen großen Teil der Kosten müssen die Betroffenen selbst tragen.

Mit einer privaten Pflegetagegeldversicherung wie dem Düsseldorfer Pflegegeld lässt sich die Deckungslücke zwischen den tatsächlich anfallenden Pflegekosten und den Leistungen der Pflegekasse maßgeschneidert schließen. Mehr Infos gibt es etwa unter https://www.vigo-krankenversicherung.de/. Das Pflegetagegeld liegt zwischen täglich 10 und 100 Euro, die abzusichernden Pflegegrade sind frei wähl- und flexibel gestaltbar. Die Leistung wird sowohl bei stationärer als auch ambulanter Pflege erbracht.


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