Wenn Schmerz das Denken blockiert: Chefarzt Dr. Charly Gaul über den Umgang mit Migräne und Spannungskopfschmerz

  • Wenn ein Migräneanfall das Denken blockiert, ist es mit produktiver Arbeit am Computer vorbei.
    Wenn ein Migräneanfall das Denken blockiert, ist es mit produktiver Arbeit am Computer vorbei.
    © djd/Magnesium-Diasporal/Frank Boxler
  • (djd). Expertenschätzungen zufolge leiden etwa 90 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Jahr unter Kopfschmerzen. Besonders verbreitet sind Migräne und Spannungskopfschmerz, die sich deutlich unterscheiden. "Die Betroffenen beschreiben den Spannungskopfschmerz oft als dumpf-drückend", sagt Privatdozent Dr. med. Charly Gaul, Chefarzt der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein im Taunus. Die Beschwerden können im Stirn- und Nackenbereich auftreten oder den gesamten Kopf betreffen. Allerdings sind sie selten so stark, dass sie den Alltag der Betroffenen beeinträchtigen. Anders sieht es bei Migräne aus, die rund zehn Millionen Deutsche mehr oder weniger regelmäßig plagt. Hier fühlen sich die Patienten aufgrund der häufig einseitigen, pochend-pulsierenden Schmerzen so schlecht, dass sie sich während einer Attacke nur noch in ein dunkles Zimmer fernab von Lärm, Licht und intensiven Gerüchen, zurückziehen möchten.

    Kopfschmerz unterscheiden

    "Migräneschmerzen werden in der Regel von Übelkeit oder Erbrechen begleitet", betont Dr. Gaul. Dies sei neben der Schmerzintensität charakteristisch. Zudem werde Migräne, im Gegensatz zu Spannungskopfschmerzen, durch körperliche Aktivität verstärkt. Also was tun, wenn der Schädel dröhnt? "Bei akuten Spannungskopfschmerzen sind die meisten frei verkäuflichen Schmerzmittel gut wirksam", sagt der Experte. "Migräne-Patienten helfen sie ebenfalls oft." Falls sie nicht genügen, stehen spezielle Migränewirkstoffe (Triptane) zur Verfügung, die bei anderen Kopfschmerzarten nicht wirken. Generell sollte keines der Medikamente häufiger als an zehn Tagen im Monat eingenommen werden. Stattdessen ist es sinnvoll, den Schmerz als Warnsignal ernst zu nehmen, einen Gang runterzuschalten und eine Pause einzulegen. Weitere Migränetipps gibt es unter www.diasporal.de.

    Schmerzmittel verringern

    Um ihre Lebensqualität zu verbessern, können Betroffene vorbeugen: "Es ist bei beiden Schmerzformen sinnvoll, Ausdauersport zu treiben, Stressfaktoren zu reduzieren und regelmäßig Entspannungsverfahren anzuwenden", so der Kopfschmerzspezialist. Auch die Einnahme von Magnesium aus der Apotheke, wie zum Beispiel Magnesium-Diasporal 300mg, zeige eine vorbeugende Wirkung: "Studien weisen günstige Effekte sowohl bei Migräne als auch bei Spannungskopfschmerz nach, auch bei Kindern." Der Mineralstoff vermindere die Ausschüttung körpereigener Stresshormone und wirke Muskelverspannungen entgegen. Im Rahmen einer dreimonatigen Studie gingen sowohl die Stärke als auch die Dauer der Beschwerden deutlich zurück, sodass ein Drittel der Probanden die Dosis der Schmerzmittel verringern konnte.

    5 Tipps gegen Kopfschmerzen

    1. (djd). Tagesablauf regeln: Jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen und abends rechtzeitig zu Bett gehen. Mahlzeiten in Ruhe und zu festen Zeiten einnehmen.
    2. Stress reduzieren: Pausen einplanen und zwischendurch abschalten. Öfter "nein" sagen.
    3. Vorbeugen: Regelmäßig hoch dosiertes Magnesium einnehmen. Gut verträglich ist es in Form von Magnesium-Citrat. Wertvolle Tipps und Infos hierzu unter: www.diasporal.de.
    4. Sport treiben: Ausdauertraining hilft, Kopfschmerzen vorzubeugen. Geeignet sind Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen, am besten dreimal pro Woche 30 Minuten.
    5. Schmerzmittel dosieren: Schmerz- oder Migränemittel nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat einnehmen, sonst droht Kopfschmerz durch Medikamenten-Übergebrauch.

     


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