Vom Flüchtling zum Pizzabäcker: Die Systemgastronomie unterstützt Migranten beim Weg in die Arbeitswelt

Die Zusammenarbeit mit dem Team gefällt Asif Mohammed besonders gut und für seinen unbefristeten Arbeitsvertrag ist er seinem Chef sehr dankbar.
Die Zusammenarbeit mit dem Team gefällt Asif Mohammed besonders gut und für seinen unbefristeten Arbeitsvertrag ist er seinem Chef sehr dankbar.
© djd/Bundesverband der Systemgastronomie/L`Osteria

(djd). Die Zusammenarbeit mit dem Team gefällt ihm besonders gut und für seinen unbefristeten Arbeitsvertrag ist Asif Mohammed seinem Chef sehr dankbar. Der Weg zum festangestellten Pizzabäcker in der L`Osteria in Kempten war für den 27-jährigen Flüchtling aus Pakistan hart und noch sind nicht alle seine Wünsche in Erfüllung gegangen. Doch der junge Mann ist ein Beispiel dafür, wie Integration trotz großer sprachlicher Probleme und Barrieren gelingen kann - und wie Branchen, die händeringend Mitarbeiter suchen, motivierte Arbeitskräfte gewinnen können.

Langer Weg nach Deutschland

Der Weg von Asif Mohammed in sein neues Leben begann 2010 mit der Flucht aus Pakistan. Nach wochenlangem Fußmarsch durch den Iran und die Türkei kam er nach Griechenland, wo er fünf Jahre lang in Küchen arbeitete. Sieben Tage die Woche - und "quasi" ohne Papiere. "Aber ich war froh zu arbeiten, genug zu essen und einen Schlafplatz zu haben", berichtet Asif Mohammed. Irgendwann erwischte ihn die Polizei und er kam für einen Monat in Haft, da er nicht offiziell registriert war. Anschließend kam er mittels eines Agenten, dem er viel Geld bezahlte, in München an. Nach einem Aufenthalt im "AsylCamp" München übersiedelte er nach Kaufbeuren, wo er seitdem wohnt. Asif wollte möglichst schnell wieder arbeiten. Über einen Freund erfuhr er von Stellenangeboten der Markengastronomie L`Osteria in Kempten. Und nach einem Kennenlerntag durfte er dort starten.

Unterstützung vom Chef und Team

"Mein Chef hilft mir bei Papierangelegenheiten und war immer auf meiner Seite. Er hat auch mit der Gemeinde Kaufbeuren hin und her geschrieben, damit ich hier arbeiten kann", erzählt der 27-Jährige. Alle Mitarbeiter hätten ihn sehr gut aufgenommen und ihm geholfen, obwohl es große sprachliche Probleme gab. Auch in anderen Betrieben der Systemgastronomie ist Integration selbstverständlich. "Die 115.000 Mitarbeiter stammen aus über 120 Nationen und arbeiten jeden Tag im Team zusammen", so die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes des Systemgastronomie Andrea Belegante.

Seiner Arbeitsstätte will Asif treu bleiben

"Nächstes Jahr ermöglicht mir mein Chef sogar einen Sprachkurs", sagt Asif Mohammed. Auch bei der Suche nach einer eigenen Wohnung wolle er helfen. Noch muss Asif allerdings regelmäßig seine Aufenthaltsgenehmigung verlängern. Doch er träumt schon von dem Tag, an dem er seine endgültige Aufenthaltserlaubnis bekommt. Seiner Arbeitsstätte will er auf alle Fälle treu bleiben.

Kampagne "Deutschland #vereint"

(djd). Die Systemgastronomie bietet Flüchtlingen, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt zugelassen sind, viele Optionen für die berufliche Entwicklung. "Wir bekennen uns klar zu Integration und Werten wie Mitmenschlichkeit, Toleranz und Vielfalt", so BdS- Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante. Der Verband beteiligt sich an der Kampagne "Deutschland #vereint", einer gemeinsamen Initiative der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Mit einem Bild, auf dem zwei Mitarbeiter der Systemgastronomiebranche zu sehen sind, wolle man ein Zeichen setzen, kulturelle, soziale oder religiöse Unterschiede zu überwinden.


Das könnte Sie auch interessieren

Ein tiefer Verlust, die raue Wildnis und der mühsame Weg zurück ins Leben: Am 23. Juli 2026 startet mit „H wie Habicht“ die lang erwartete Verfilmung des gleichnamigen Weltbestsellers in den deutschen Kinos. Die preisgekrönten Memoiren von Helen Macdonald gelten als moderner Klassiker des „Nature Writing“. Die filmische Adaption bringt diese zutiefst... weiterlesen

RTL öffnet heute Abend (18.07.2026) um 20:15 Uhr noch einmal seine Comedy-Schatztruhe, wenn Mario Barth in seiner neuen Primetime-Show "Legenden der Comedy" zu einer Zeitreise der besonderen Art einlädt. Es geht nicht nur um ein simples Best-of bekannter Sketche, sondern um die Wiederbelebung jener Momente, die ganze Generationen geprägt haben. Das Konzept von "Legenden der... weiterlesen

Die Musikshow "Schlager-Spaß mit Andy Borg - Das Beste" lädt heute (18.07.2026) um 20:15 Uhr zu einer musikalischen Reise im SWR und im MDR ein. In dieser Sonderausgabe blickt der charmante Entertainer Andy Borg auf die absoluten Höhepunkte der vergangenen Monate zurück. Die Zuschauer dürfen sich auf ein hochkarätiges Gipfeltreffen der Unterhaltungsmusik... weiterlesen

Das Kölner Jugendamt und die verzweifelten Abgründe geschiedener Eltern stehen heute um 20:15 Uhr im WDR im Mittelpunkt, wenn der Sender den Köln-Tatort "Niemals ohne mich" wiederholt. In diesem emotional aufgeladenen Fall müssen die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) den gewaltsamen Tod von Monika Fellner (Melanie Straub)... weiterlesen

Das renommierte Münchner Musikevent "Klassik am Odeonsplatz 2026" kehrt heute (18.07.2026) um 20:15 Uhr auf den Bildschirm zurück. Im rahmen des 3sat Festspielsommers läuft die hochkarätige Aufzeichnung dieses Open-Air-Highlights, das Klassikfans mit einer Mischung aus romantischen Meisterwerken und einer einzigartigen urbanen Kulisse begeistert. Für das... weiterlesen

Ein exquisites Abendessen verwandelt sich heute um 20:15 Uhr im ZDF in ein turbulentes Geisel-Drama, wenn der Sender den Wilsberg-Krimi "Ungebetene Gäste" wiederholt. Eigentlich hat Rechtsanwältin Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden) die beiden Freunde Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und Ekki Talkötter (Oliver Korittke) zu einem entspannten Luxus-Essen in ein abgelegenes... weiterlesen

Die stürmische Kulisse des Nordatlantiks bildet den Schauplatz für den fesselnden Thriller "Mordlichter - Tod auf den Färöer Inseln", den die ARD heute (18.07.2026) um 20:15 Uhr wiederholt. Im Mittelpunkt der packenden Geschichte steht die 38-jährige Journalistin Johanna Vágar (Odine Johne), die nach Jahren in ihre Heimat zurückkehrt. Eigentlich will sie... weiterlesen

Aus den eiskalten Tiefen der nordischen Fjorde steigt eine unaufhaltsame Bedrohung empor. Am 23. Juli 2026 kommt mit „Kraken – Erwachen der Tiefe“ ein packender norwegischer Horror-Thriller in die Kinos. Regisseur Pål Øie (The Tunnel: Die Todesfalle) nutzt die unberührte, majestätische Wildnis der norwegischen Küstenlandschaft als Kulisse... weiterlesen

Ein rätselhafter Todesfall im Obdachlosenmilieu fordert heute (17.07.2026) um 20:15 Uhr im ZDF die Münchner Mordkommission heraus, wenn der Sender den Freitagskrimi "Rückkehr ohne Wiedersehen" aus der bekannten Krimireihe "Der Alte" wiederholt. In diesem emotionalen Fall müssen Caspar Bergmann und Annabell Lorenz tief ins Obdachlosenmilieu eintauchen. Beim morgendlichen... weiterlesen