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Unbemerkt gefährdet: Viele unterschätzen ihren Blutdruck - Regelmäßige Checks helfen, das Risiko für einen Schlaganfall zu reduzieren

Samstag, 31.05.2025 |
Erwachsene können sich ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre ärztlich durchchecken lassen.
Erwachsene können sich ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre ärztlich durchchecken lassen.
© DJD/Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

(DJD). 20 bis 30 Millionen Menschen haben in Deutschland Bluthochdruck, schätzt die Deutsche Hochdruckliga. Die meisten von ihnen wissen nichts davon – und laufen so Gefahr, über Jahre hinweg unbemerkt ihre Blutgefäße zu schädigen. Die schlimmste Folge: ein Schlaganfall. Dabei hilft ein einfacher Check, das Risiko zu minimieren.

Die stille Gefahr: Bluthochdruck

Etwa 270.000 Menschen jährlich erleiden in Deutschland einen Schlaganfall. Studien zeigen, dass sich mindestens 70 Prozent der Schlaganfälle durch die Kontrolle und Behandlung von Risikofaktoren verhindern ließen. Die wohl größte Gefahr: Bluthochdruck. Er erhöht das Risiko für einen Schlaganfall um das Fünffache und ist dabei besonders heimtückisch. Denn Bluthochdruck verursacht lange Zeit keine Beschwerden, schädigt aber permanent die Gefäßwände. Manche nennen ihn die "stille Gefahr", weil er geräuschlos Arteriosklerose verursacht, im Volksmund Gefäßverkalkung genannt. Sie führt in den feinen Gefäßen des Gehirns häufig zu einem Gefäßverschluss, einem Schlaganfall.

Viele kennen ihr Risiko nicht

Viele Menschen mit Bluthochdruck wissen nicht, dass sie darunter leiden. Das zeigen Untersuchungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Im vergangenen Jahr hat die Stiftung 2.342 Mitarbeitende von Unternehmen und Behörden im Risiko-Check getestet. Das auffälligste Ergebnis: Fast die Hälfte der Testpersonen wies einen erhöhten oder sogar kritischen Blutdruck auf. Doch nur knapp ein Fünftel der Teilnehmenden nahm Medikamente gegen die Hypertonie. Viele kannten ihr Risiko demnach bis dato gar nicht. "Auch jüngere und scheinbar gesunde Menschen sollten ihren Blutdruck von Zeit zu Zeit messen lassen", rät Antonia Valentin, Präventionsexpertin der Stiftung. "Wenn man eine Hypertonie rechtzeitig erkennt, lassen sich die Folgen durch einen veränderten Lebensstil und eine medikamentöse Therapie häufig verhindern."

So hilft der Risiko-Check

Gesetzlich Versicherte können sich ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre in ihrer Hausarztpraxis durchchecken lassen, ob ein Risiko für einen Schlaganfall besteht. Eine weitere Möglichkeit ist der Risiko-Check der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, den Unternehmen, Behörden oder Vereine für ihre Mitarbeitenden und Mitglieder buchen können. Wie unter www.schlaganfall-hilfe.de/testkoffer zu lesen ist, wertet das medizinische Personal dabei in 15 Minuten wichtige Messwerte, Informationen zur körperlichen Aktivität und andere Lebensstilfaktoren wissenschaftlich aus und gibt individuelle Empfehlungen. Wer bereits die eigenen Werte zu Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker kennt, kann sich auch mit dem Online-Risiko-Test das persönliche Risikoprofil errechnen lassen.


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