Umweltfreundlich und chic: Kinderkleidung mieten

In speziellen Online-Shops kann man hochwertige Kinderkleidung ausleihen. Im Internet wird sie aus einem großen Angebot ausgesucht, gemietet - und nach Gebrauch kostenlos zurückgeschickt.
In speziellen Online-Shops kann man hochwertige Kinderkleidung ausleihen. Im Internet wird sie aus einem großen Angebot ausgesucht, gemietet - und nach Gebrauch kostenlos zurückgeschickt.
© djd/Kilenda/Vaude

(djd). Es gibt vieles, was man nicht besitzen muss, sondern mieten beziehungsweise ausleihen kann: Autos, Fahrräder, Bücher und Bohrmaschinen. Was man bislang kaum oder gar nicht mieten konnte, waren Textilien. Diese musste man immer kaufen, entweder im Laden oder auf Second-Hand-Märkten. "Besonders ärgerlich und vor allem kostspielig ist dies für Eltern. Denn Kinder wachsen schnell aus ihrer aktuellen Größe heraus", meint auch Beate Fuchs, Redakteurin für Familienthemen beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Die Folge sind nicht nur wachsende Kleiderberge im Kinderzimmer. "Für jedes neu produzierte Kleidungsstück wird Energie und Wasser verbraucht - ökologisch ist es kaum zu verantworten, dass es nach kurzem Gebrauch entsorgt wird", so Fuchs.

6.200 Liter Wasser pro Kleidungsstück

"Ein Kinderkleidungsstück verbraucht bei der Herstellung durchschnittlich rund 6.200 Liter Wasser", erklärt Hendrik Scheuschner, Geschäftsführer des Online-Shops Kilenda. Hier kann man hochwertige Kinderkleidung ausleihen. Online wird sie aus einem großen Angebot ausgesucht, gemietet - und nach Gebrauch kostenlos zurückgeschickt. "Bei etwa 50.000 verliehenen Kleidungsstücken sparen wir rechnerisch weit über 300 Millionen Liter Wasser im Jahr ein. Indem wir Kleidung einem Kreislauf zuführen, müssen die Teile nicht immer wieder neu produziert werden", so Scheuschner. Neben Unmengen von Wasser werden im Rechenbeispiel zudem über 150.000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart - denn bei Herstellung und Transport eines Kleidungsstücks nach Europa werden etwa 3,1 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Den Online-Shop für Miet-Kinderkleidung findet man unter www.kilenda.de.

"CO2-Fußabdruck" bleibt neutral

Zwar verursacht das Verschicken von Kleiderpaketen ebenfalls CO2. "Da wir die Mietpakete jedoch mit einem speziellen Öko-Versender verschicken, bleibt der CO2-Fußabdruck neutral", betont Hendrik Scheuschner. Auch die Kartons kämen meist in einem einwandfreien Zustand vom Kunden zurück - ihnen könne man deshalb problemlos ein zweites Leben geben.

Und so funktioniert`s

(djd). Das Prinzip von Online-Shops wie Kilenda ist einfach:

  • Aus knapp 3.000 hochwertigen Kindersachen stellt der Kunde seine Auswahl zusammen, diese wird an ihn verschickt.
  • Das Kind trägt die Sachen so lange sie passen oder bis man Lust auf ein neues Outfit bekommt.
  • Unpassendes kann umgehend zurückgeschickt werden. Ansonsten wird für den ersten Monat die komplette Leihgebühr fällig, danach wird taggenau abgerechnet.
  • Der Kunde zahlt maximal den Einzelhandelspreis für das Stück: Nach etwa einem halben Jahr Mietzeit geht es in seinen Besitz über.

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