• Ratgeberbox
  • Familie & Freizeit
  • Trauer bewältigen – was Experten raten: Emotionen ausdrücken und verarbeiten, Erinnerungsschmuck als Alltagsbegleiter

Trauer bewältigen – was Experten raten: Emotionen ausdrücken und verarbeiten, Erinnerungsschmuck als Alltagsbegleiter

Samstag, 09.03.2024 |
Erinnerungsschmuck als Anhänger einer Halskette: In einer Kammer können Haare oder Asche des Verstorbenen eingeschlossen sein.
Erinnerungsschmuck als Anhänger einer Halskette: In einer Kammer können Haare oder Asche des Verstorbenen eingeschlossen sein.
© DJD/www.nanogermany.de/Carlos Albuquerque

(DJD). Wer eine geliebte Person verliert, muss mit starken Emotionen fertig werden. Damit geht jeder anders um: Die einen lassen ihrer Verzweiflung freien Lauf, andere wiederum wollen ihre Gefühle lieber nicht offen zeigen. Viele Menschen suchen Wege, dem Verstorbenen während des Alltags in Gedanken nahe zu sein.

Symbolische Erinnerungsstücke

Beim Umgang mit schmerzlichen Emotionen können symbolische Erinnerungsstücke wie Ringe oder Amulette mit Fotos helfen – aber auch sogenannter Trauerschmuck, der etwa von dem Familienunternehmen Pur Solutions in Nettetal am Niederrhein hergestellt wird. Bei diesen Schmuckstücken aus hochwertigem Edelstahl mit Gold- und Silberakzenten oder edlen Steinen werden Haarlocken, Blüten oder Asche des Verstorbenen in eine unsichtbare Kammer eingeschlossen. Persönliche Erinnerungen können sich auch auf einer kleinen Platte befinden, die Arm oder Hals unauffällig schmückt. Darauf wurde ein Fingerabdruck des Verstorbenen mit einem Laser aufgetragen. Ausgewählter Trauerschmuck findet sich auf der Homepage nano-erinnerungsschmuck.de.

Stille Begleiter im Alltag

Auf dem steinigen Weg, Trauer zu bewältigen, ist dieser Schmuck für Hinterbliebene ein stiller Begleiter. Eva Deppe von Pur Solutions sagt: „Der Abschied und die Akzeptanz der neuen Lebensumstände können durch Trauerschmuck erleichtert werden. Die Menschen tragen ja quasi einen Teil des Verstorbenen im Alltag mit sich.“ Es gibt nach ihren Worten noch weitere Beispiele für individuelle Erinnerungsstücke: So können etwa Kleidungsstücke wie Omas Lieblingskittel oder Papas kariertes Lieblingshemd zu Trauer-Kuscheltieren umgearbeitet werden. Manchem helfen auch Rituale wie das Anzünden einer Trauerkerze zu bestimmten Tageszeiten.

Austausch mit Familie und Freunden

Dr. med. Steffen Häfner ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und ärztlicher Direktor der Klinik am schönen Moos im baden-württembergischen Bad Saulgau. Er rät Trauernden zu einem Austausch über ihre Emotionen: „Wer dazu bereit ist, sollte mit Familie und Freunden reden und seine Empfindungen teilen. Seine Gefühle zu unterdrücken erschwert hingegen, das Erlebte zu verarbeiten. Trauernde sollten zudem darauf achten, weiterhin gut für sich zu sorgen. Dazu zählt ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und auch Zeit für Aktivitäten, die Freude bereiten. Durch ein gesundes Maß an Ablenkung lässt sich neue Kraft schöpfen. Außerdem gilt es, geduldig mit sich zu sein, denn eine festgelegte Dauer für die schmerzlichen Emotionen gibt es nicht.“


Das könnte Sie auch interessieren

Schmerzende Beine, schnelle Hämatome und eine unproportionale Fettverteilung: Schätzungsweise jede zehnte Frau in Deutschland ist von einem Lipödem betroffen. Dennoch dauert es oft Jahre, bis eine gesicherte Diagnose steht. Die digitale Plattform LipoCheck wurde von Fachärzten entwickelt, um diese Versorgungslücke zu schließen und Betroffenen schneller Klarheit... weiterlesen

Ein Unfall oder eine Gefahrensituation im Auto erfordert schnelles Handeln. Oft klemmt die Tür oder der Gurt lässt sich nicht lösen. Herkömmliche Nothämmer sind oft schwer erreichbar oder zu klobig für das Handschuhfach. Die Easy Exit Card setzt hier an: Ein Rettungstool, das so kompakt wie eine Kreditkarte ist und dennoch Leben retten kann. Die... weiterlesen

Was passiert, wenn alles, was man über seine eigene Herkunft zu wissen glaubte, plötzlich ins Wanken gerät? In dem bewegenden Drama „Romería - Das Tagebuch meiner Mutter“ begibt sich die 18-jährige Marina auf eine Reise, die nicht nur ihr Bild von ihren Eltern, sondern auch ihre eigene Identität für immer verändern wird. Ab dem 02. April... weiterlesen

Das ARD Vorabendprogramm wird heute (27.03.2026) um 18 Uhr zur Bühne für ein ganz besonderes Duell, wenn Kai Pflaume zum neuesten Schlagabtausch bei "Wer weiß denn sowas?" bittet. In der heutigen Ausgabe tauschen zwei der erfolgreichsten deutschen Musiker ihre Mikrofone gegen die Ratepulte ein: Max Giesinger und Johannes Oerding fordern sich gegenseitig heraus.... weiterlesen

Ein traditionsreiches Weingut wird heute (27.03.2026) um 20:15 Uhr im ZDF zum Schauplatz für den vierten und vorerst letzten Fall der Krimireihe Mordufer. Unter dem Titel "Wein und Wahrheit" tauchen die Ermittlerinnen Doro Beitinger (Franziska Weisz) und Chiara Locatelli (Maria Wördemann) in ein Milieu ein, das weit weniger idyllisch ist, als es die sanften... weiterlesen

(DJD). Weite: Dieses Attribut passt zum südlichen Ostfriesland so gut wie zu kaum einer anderen Region. Der Himmel mit oft bizarren Wolkenformationen spannt sich über die flache Landschaft, der Wind ist ein ständiger Begleiter. Die unendlich scheinende Natur wirkt beruhigend und erholsam, weil Hektik gegen die Weite keine Chance hat. Ein kurzes, herzliches „Moin“... weiterlesen

Die deutsche Musiklandschaft atmet auf, denn mit der heutigen Veröffentlichung seines achten Studioalbums setzt Johannes Oerding einen fulminanten Schlusspunkt unter seine kreative Pause. Nach einem intensiv genutzten Sabbatjahr, das den sympathischen Hutträger einmal komplett um den Globus und schließlich tief zu sich selbst geführt hat, präsentiert er mit "Hotel"... weiterlesen