• Ratgeberbox
  • Geld & Recht
  • Tipps für individuelle Anlage- und Altersvorsorgestrategien: Inflation, Niedrigzins und falsche Produkte können Anleger ein Vermögen kosten

Tipps für individuelle Anlage- und Altersvorsorgestrategien: Inflation, Niedrigzins und falsche Produkte können Anleger ein Vermögen kosten

Freitag, 19.08.2022 |
Wer einige Grundregeln bei der Auswahl seiner Geldanlage beachtet, erreicht deutlich bessere Ergebnisse für die finanzielle Absicherung im Alter. Die Nachsteuerrenditen können enorme Unterschiede aufweisen.
Wer einige Grundregeln bei der Auswahl seiner Geldanlage beachtet, erreicht deutlich bessere Ergebnisse für die finanzielle Absicherung im Alter. Die Nachsteuerrenditen können enorme Unterschiede aufweisen.
© djd/www.mypension.de

(djd). Die Zinsen für klassische Sparformen sind weiterhin niedrig oder liegen sogar bei null, viele staatliche Fördermodelle wie die Riester-Rente oder die betriebliche Altersversorgung sind ein Verlustgeschäft für Sparer. Und viele Produktangebote von Banken und Versicherungen sind sehr teuer. Dennoch sollte man die finanzielle Absicherung für das Alter gerade jetzt nicht auf die lange Bank schieben. Denn je früher eine langfristige Anlagestrategie entwickelt wird, umso besser lässt sich die spätere Rentenlücke schließen. Mit den folgenden Tipps gelingt das.

Girokonto und Sparbuch aufräumen

Auf Konten, die keine Rendite abwerfen, sollte nicht unnötig Geld geparkt sein. Rund drei Monatsgehälter reichen als Liquiditätsreserve aus, darüber hinaus gehende Beträge sollte man sinnvoll investieren. Tipp: Dabei sollte man zwischen kurz-, mittel- und langfristigem Anlagehorizont unterscheiden und vorhandenes Geld aufsplitten. Alberto del Pozo, Geschäftsführer von myPension, etwa empfiehlt: "Je länger die Laufzeit speziell für die Altersvorsorge ist, umso aktienbetonter sollte man investieren."

Kosten beachten

Jüngst erst monierte die BaFin in einer Studie die sehr hohen Kosten vieler Versicherungslösungen. Daher sollte man vor allem auf die Kosten der Produkte achten, denn sie haben direkten Einfluss auf die spätere Rendite. Ein genauer Vergleich lohnt sich, denn Kosten können zu einem Unterschied von 50 Prozent und mehr in den Rentenleistungen führen. Auch vor einer Kündigung teurer bestehender Verträge sollte man daher nicht zurückschrecken.

Nicht kaufen, was man nicht versteht

Mit vermeintlich hohen Renditen locken viele exotische Angebote wie Kryptowährungen, digitale Vermögenswerte (NTFs) oder geschlossene Beteiligungen. Eine wichtige Grundregel lautet: Sparer sollten stets verstehen, wie ein Anlageprodukt funktioniert. Bei komplexen Konstruktionen ist Vorsicht geboten. Erst recht, wenn diese nicht staatlich reguliert sind.

Garantien meiden, Aktien bevorzugen

Gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld und angesichts der hohen Inflation sollten Garantieversprechen gemieden werden. Denn sie gehen zulasten der Rendite, was unnötig sei, so del Pozo weiter: "Aktien sind bei Laufzeiten über zehn Jahren im historischen Vergleich sogar sicherer als Anleihen. Und bieten zudem deutlich höhere Renditen."

Staatliche Förderung kritisch hinterfragen

"Anleger sollten bestehende Riester und bAV-Verträge kritisch hinterfragen," erklärt der Experte weiter. "Mit der richtigen staatlichen Förderung, etwa über ETF-Policen, sind oftmals höhere Nettorenditen möglich." Welche Renditen nach Steuern die Produkte erreichen können, ist unter mypension.de/rechner zu finden.


Das könnte Sie auch interessieren

KNUSPER, KNUSPER, KNÄUSCHEN! WER KNUSPERT AN MEINEM HÄUSCHEN! Wer kennt diesen Satz nicht? Vor über 200 Jahren erschien die erste Auflage der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm mit 86 Märchen, die uns auch heute noch in ihren Bann ziehen. Auch in der zweiten Brüder Grimm-Edition von justbridge entertainment GmbH wurden vier der... weiterlesen

(djd). E-Mails, Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste: Die schriftliche Kommunikation verläuft heute weitgehend digital. Hat der klassische Briefkasten vor der Haustür also bald ausgedient? Ganz im Gegenteil, es haben sich nur die Anforderungen verlagert. Weniger Briefen steht ein enorm wachsender Internethandel gegenüber, mit hohen Zustellzahlen. Paketdienstleister haben im... weiterlesen

Mit mehr als 300 Athlet:innen ab 16 Jahren, über 1.400 gewaschenen Handtüchern und vielen neuen Hindernissen im Parcours hat RTL Studios 11 neue Folgen der 7. Staffel von "Ninja Warrior Germany" produziert. Diese werden ab heute, den 30.9.2022, jeweils freitags um 20.15 Uhr, bei RTL ausgestrahlt. In der 7. Staffel "Ninja Warrior Germany" gibt es 5... weiterlesen

(djd). Weihnachten ist das Fest der Familie und der lieb gewonnenen Traditionen. Ein festlich dekorierter Nadelbaum, der im ganzen Haus seinen zart-würzigen Duft verbreitet, gehört für die meisten dazu. Unangefochtener Favorit bleibt dabei laut einer Statista-Umfrage von 2019 die Nordmanntanne mit einem Anteil von 75 Prozent. Für viele Familien beginnt die Vorfreude aufs... weiterlesen

Bio-Bergbauer Christian Bachler und Chefredakteur Florian Klenk könnten nicht unterschiedlicher sein: Der eine bewirtschaftet den höchstgelegenen Bauernhof der Steiermark, der andere gibt in Wien die österreichische Wochenzeitung "Falter" heraus. Als Klenk ein umstrittenes Schadensersatzurteil gutheißt, das gegen einen Bauern gefällt wurde,... weiterlesen

(djd). Outdoor-Aktivitäten sind beliebter denn je. Laut Deutschem Tourismusverband (DTV) hielten sich 68 Prozent der deutschen Urlauber im Jahr 2020 allgemein gerne in der Natur auf, 38 Prozent gingen wandern - in beiden Bereichen waren das deutlich mehr als im Vorjahr. Mittelgebirgsregionen wie der Oberpfälzer Wald, der sich über rund 100 Kilometer entlang der... weiterlesen

(djd). Gas und Heizöl sind knapp gewordene Energiequellen, durch die jüngsten politischen Ereignisse sind ihre Preise drastisch gestiegen. Ohnehin ist der Bestand an fossilen Energien endlich. Brennholz steht in Deutschland dagegen auf lange Sicht ausreichend zur Verfügung, die Preisentwicklung ist in den vergangenen Monaten im Vergleich zu Gas und Heizöl moderat. Und als... weiterlesen