"Swedish Death Cleaning": Vier Tipps, wie man sich von unnötigem Ballast befreit

Ordnung erleichtert die Hausarbeit: Freie Flächen auf dem Boden sind im Nu gesaugt oder gewischt.
Ordnung erleichtert die Hausarbeit: Freie Flächen auf dem Boden sind im Nu gesaugt oder gewischt.
© djd/Kärcher

(djd). Für viele Deutsche ist der große Frühjahrsputz zu einer lieben Gewohnheit geworden. Dabei wird die Wohnung nicht nur von Staub befreit. Die Reinigungsaktion sollte zum Entfernen von Unnützem und Ungenutztem wahrgenommen werden. Das aber ist leichter gesagt als getan. Ein noch recht junger Ansatz, Altlasten effektiv zu entsorgen, nennt sich "Swedish Death Cleaning". Als Urheberin des Trends gilt Margareta Magnusson, Autorin des Aufräum-Buchs "Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen". Die Schwedin will vor ihrem Tod entrümpeln und aussortieren, um ihren Nachkommen diese lästige Arbeit zu ersparen. Daher der etwas makabre Name für das Konzept. Tatsächlich aber eignet sich die Idee für alle, die sich von angehäuftem Kram endgültig befreien möchten. Hauswirtschaftsmeisterin Urte Paaßen und der Reinigungsgerätehersteller Kärcher haben darauf basierend vier Tipps zusammengestellt, um Ordnung im eigenen Zuhause zu schaffen:

1. Klein beginnen und Stück für Stück vorarbeiten

Man sollte zunächst mit einem Raum beginnen, bei dem das Aussortieren leicht fällt - etwa dem Badezimmer. Leere Shampooflaschen sowie angebrochene Cremes und Parfüms, die seit Jahren nicht benutzt wurden, wandern direkt in den Müll. Was übrig bleibt, wird sinnvoll sortiert.

2. Ein Jahr nicht getragen? Weg damit!

"Was ein Jahr ungetragen blieb, wird nicht mehr angezogen. Die Kleiderspende freut sich darüber", rät Hauswirtschaftsmeisterin Urte Paaßen. Um Platz für die Lieblingsstücke zu schaffen, empfiehlt sie einen saisonalen Ansatz: "Wer Kleidung für die Wintermonate in der warmen Jahreszeit im Keller oder auf dem Speicher verstaut, schafft Ordnung und Raum im Kleiderschrank und bewahrt den Überblick."

3. Dinge aufräumen, statt sie von einem Ort zum anderen zu tragen

Trägt man Dinge nur von A nach B, wechseln sie zwar den Ort. Aufgeräumt sind sie dadurch aber nicht. Bei großen Gegenständen gelingt das Aufräumen leichter. Für kleinere Dinge gibt es Kisten und Boxen. "Alltagsgegenstände wie Stifte, Scheren und Papiere sind in Schachteln mit Deckeln blickdicht verstaut und doch jederzeit schnell zur Hand", so Paaßen.

4. Freie Fläche, leichteres Putzen

Bei vorhandener Grundordnung fällt auch das anschließende Reinemachen leichter. Freie Flächen auf dem Boden und in den Regalen sind im Nu gewischt und abgestaubt. Eine aufgeräumte Küchenfläche ist nach dem Kochen schnell wieder in den Ursprungszustand versetzt. "Wer sich die Hausarbeit erleichtern möchte, sollte auch darauf achten, nicht jeden Quadratzentimeter mit Deko-Artikeln vollzustellen", rät Urte Paaßen.

Ordnung im Kleiderschrank

Das Frühjahr ist die perfekte Zeit, den Kleiderschrank einem prüfenden Blick zu unterziehen. Hauswirtschaftsmeisterin Urte Paaßen hat einige Fragen formuliert, die beim Ausmisten helfen: "Passt das Kleidungsstück noch? Fühle ich mich darin wohl? Bin ich mit der Qualität zufrieden? Zu welchen Anlässen ziehe ich es an - und wie oft kommen diese vor?" Vereinfacht wird das Aussortieren zusätzlich, wenn man in Kategorien denkt. Also zunächst die Hosen durchgehen, danach die Hemden und Blusen, dann die Röcke und so weiter. Oft stellt man bereits hier fest, wie viele ähnliche Kleidungsstücke sich nebeneinander tummeln. Behalten wird das Teil, das man wirklich gerne und regelmäßig trägt.


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