Studie: Viele Arbeitnehmer wissen, dass sie schlecht hören, handeln aber nicht

Fast ein Drittel der Befragten bezeichnen die Zusammenarbeit mit Kollegen mit Hörproblemen als schwierig.
Fast ein Drittel der Befragten bezeichnen die Zusammenarbeit mit Kollegen mit Hörproblemen als schwierig.
© djd/Phonak

(djd). Egal ob auf dem Bau, im Großraumbüro oder beim Kundenkontakt - Kommunikation ist in fast allen Branchen das A und O für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Trotzdem wird das Thema gutes Hören noch immer stiefmütterlich behandelt, von Arbeitnehmern ebenso wie von Arbeitgebern. Dabei sind die Zahlen alarmierend: Eine aktuelle Studie unter 1.000 Arbeitnehmern im Auftrag des Hörgeräteherstellers Phonak ergab, dass gut jeder zweite Angestellte zwischen 45 und 65 Jahren nach eigener Einschätzung schlecht hört. Ein Großteil davon ist überzeugt, dadurch berufliche Nachteile zu haben.

Den Kollegen fällt es auf

"Im Berufsalltag kommunizieren wir ständig mit anderen - im persönlichen Gespräch, in der Gruppe oder am Telefon. Wenn man sich in diesen Situationen nicht auf sein Gehör verlassen kann, kommen schnell Unsicherheiten und Missverständnisse auf", meint Marco Faltus, Leitung Audiologie bei Phonak. Überraschendes Ergebnis der Studie: Es sind vor allem die Kollegen, denen eine Hörminderung bei Mitarbeitern auffällt. Und fast jeder dritte Befragte, der gut hört, bezeichnet die Zusammenarbeit mit Kollegen mit Hörproblemen als schwierig. Besonders auffällig seien häufige Nachfragen, falsch verstandene Sachverhalte und lautes Sprechen am Telefon. Nicht selten führt das dazu, dass die Kompetenz des Betroffenen angezweifelt wird.

Rund 50 Prozent der Befragten mit einer Hörminderung glauben im Übrigen, dadurch berufliche Nachteile zu haben. Trotzdem tragen bisher nur sechs Prozent der Betroffenen ein Hörgerät. Gutes Hören am Arbeitsplatz liegt im Übrigen nicht nur in der Verantwortung der Betroffenen selbst. Auch die Unternehmen sieht Marco Faltus in der Pflicht: "Bislang haben nur etwa zwölf Prozent in eine bessere Akustik investiert. Hier gibt es künftig einigen Aufklärungs- und Handlungsbedarf, damit Hörprobleme nicht mehr zum Hemmschuh für beruflichen Erfolg werden."

Hörtest zur Selbsteinschätzung

Im Alter nimmt das Hörvermögen im Rahmen eines natürlichen Prozesses ab. Weitere Risikofaktoren sind etwa ein lautes Arbeitsumfeld, aber auch das Tragen von Kopfhörern beim Telefonieren oder Musikhören. Letzteres gelte vor allem bei Jugendlichen als häufigste Ursache für eine erworbene Hörminderung. Weitere Informationen gibt es unter www.phonak.de. Dort besteht auch die Möglichkeit, online einen Hörtest zur Selbsteinschätzung zu machen.

Gutes Hören ist komfortabel wie nie

(djd). Die Zeiten, in denen ein Hörgerät auf den ersten Blick auffiel, sind lange vorbei. Moderne Technik macht sich heute so klein, dass sie teilweise unsichtbar im Gehörgang verschwindet. Und auch klassische "Hinter-dem-Ohr"-Geräte fallen kaum noch auf. Ganz neu sind Modelle mit extrem langlebigen Akkus, die nicht mehr gewechselt werden müssen wie herkömmliche Batterien. Geräte wie "Audéo B-R" etwa werden einfach über Nacht in eine spezielle Box oder Ladestation gesteckt und sind am nächsten Tag wieder einsatzbereit. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.phonak.de.


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