Stromkosten sparen im Minutentakt: Was dynamische Tarife können – und für wen sie sich wirklich lohnen

© DJD/www.naturstrom.de
(DJD). Bis zu 82 Prozent ihrer Stromkosten können viele Haushalte durch dynamische Stromtarife einsparen. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Neon Neue Energieökonomik im Auftrag der naturstrom AG. Am lukrativsten ist die Nutzung der cleveren Tarife laut Studie für E-Auto-Besitzer und Hauseigentümer mit Wärmepumpenheizung. Aber selbst für Haushalte ohne große steuerbare Stromverbraucher sind kleinere Einsparungen möglich.
Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender bei naturstrom, erklärt das Prinzip:
„Sie koppeln die Kosten direkt an den Börsenstrompreis, der sich viertelstündlich ändert.“
— Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender bei naturstrom AG
Die Preisschwankungen ergeben sich aus Angebot und Nachfrage: Stehen große Strommengen aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder Windenergie einem geringen Verbrauch gegenüber – etwa an sonnigen Sommertagen oder in windreichen Nächten –, sinkt der Preis drastisch. Gibt es wenig Strom im Netz, während die Verbräuche hoch liegen, steigen die Preise entsprechend.

Änderung möglich.
Günstige Stromphasen smart nutzen
Wann genau der Strom besonders günstig ist, lässt sich im Alltag kaum manuell überblicken. Diese Aufgabe übernehmen smarte Apps, in denen individuelle Parameter festgelegt werden:
- E-Mobilität: Die App steuert den Ladevorgang der Wallbox automatisch in die preisgünstigsten Stunden, damit das E-Auto zur gewünschten Abfahrtszeit geladen bereitsteht.
- Wärmepumpen: In Verbindung mit einem Heizungspufferspeicher produziert die Wärmepumpe genau dann Wärme auf Vorrat, wenn Strom besonders günstig verfügbar ist.
- Heimspeicher: Eigene Batteriespeicher lassen sich in Niedrigpreisphasen gezielt aus dem Netz aufladen.
Voraussetzung für die Nutzung dynamischer Tarife ist ein Smart Meter (ein intelligenter Stromzähler). Wer heute eine Wallbox oder eine Wärmepumpe installieren lässt, bekommt diesen Zähler in der Regel automatisch. Ansonsten kann er beim regionalen Netzbetreiber zu gesetzlich festgelegten Kosten angefordert werden.
Quelle: DJD / naturstrom AG








