So klappts mit dem Umzug ins neue Leben: Bei der Wohnungssuche sind Beharrlichkeit und kreative Ideen gefragt

Vor dem Einzug sollte man den Mietvertrag gründlich prüfen, um sich vor kostspieligen Überraschungen zu schützen.
Vor dem Einzug sollte man den Mietvertrag gründlich prüfen, um sich vor kostspieligen Überraschungen zu schützen.
© djd/Geld und Haushalt

(djd). Der Start in Ausbildung oder Studium, der erste Job nach dem Hochschulabschluss, erstmals eine Wohnung zu zweit: Dabei handelt es sich um Meilensteine, die das Leben von Grund auf verändern. Doch vorher haben junge Haushalte so einige Hürden zu meistern. Bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Großstädten und Ballungsräumen ein knappes Gut. Makler berechnen für ihre Vermittlungstätigkeit zudem eine Provision, die Mieter aufbringen müssen. Und auf Wohnungsannoncen stürzen sich alle, die ein neues Zuhause suchen. Dennoch brauchen Erstsemester oder Berufsstarter die Hoffnung auf eine erfolgreiche Suche nicht aufzugeben.

Wohngemeinschaft, Studentenheim oder "Wohnen für Hilfe"

Mit kreativen Ideen kann es dennoch gelingen, ein behagliches Zuhause zu finden, das preislich im Budgetrahmen liegt. Gefragt sind Beharrlichkeit und Einfallsreichtum. So haben etwa Wohngemeinschaften nichts an Beliebtheit verloren, in vielen Hochschulstädten sind oft freie Plätze in Studentenwohnheimen verfügbar. Tipp: Auch kirchliche und private Organisationen sowie Vereine bieten dies an, nachzufragen kann sich lohnen. Mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS), der bei der Kommune zu beantragen ist, besteht die Chance auf eine mietgünstige Sozialwohnung. Eine weitere Option ist das Modell „Wohnen für Hilfe". Wer etwa bei der Gartenarbeit, bei der Nachhilfe der Kinder oder bei Erledigungen für Senioren mit anpackt, erhält im Gegenzug Nachlässe auf die monatliche Miete. „Egal, für welches Modell sich junge Haushalte entscheiden – notwendig ist zuvor ein Kassensturz", erklärt Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt. „Wer Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt, weiß genau, wie viel Miete er oder sie sich überhaupt leisten kann."

Kostenfreie Broschüre mit Tipps und einer Checkliste

Neben der reinen Kaltmiete, die mittlerweile in gefragten Städten zwölf Euro pro Quadratmeter und mehr betragen kann, sind auch die Nebenkosten nicht zu vernachlässigen. Heizung, Strom, Wasser und Abwasser, Straßenreinigung, Müllabfuhr und mehr summieren sich. Hilfestellung bei der Budgetplanung und zahlreiche Tipps für die Wohnungssuche bietet etwa die Broschüre „Budgetkompass für junge Haushalte". Sie ist kostenfrei unter www.geldundhaushalt.de oder unter Telefon 030-20455818 erhältlich. Praktisch ist die enthaltene Checkliste für den Umzug. Zusätzlich finden junge Mieter viele Informationen, worauf sie beim Vertragsabschluss achten sollten – von einer möglichen Befristung über die Frage der Vertragspartner bei Wohngemeinschaften bis zur Kaution.


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