So finden Eltern die passende Kinderkleidung: Größe, Komfort und Bio-Qualität der Anziehsachen sind wichtige Aspekte

  • Damit ein Kind sich wohlfühlt, muss auch seine Kleidung gut verträglich sein.
    Damit ein Kind sich wohlfühlt, muss auch seine Kleidung gut verträglich sein.
    © djd/Enfant Terrible
  • (djd). Mütter und Väter müssen regelmäßig neue Kleidung für den Nachwuchs kaufen - schließlich wachsen gerade Kleinkinder mitunter so schnell, dass sie pro Jahr ein bis zwei Kleidergrößen "durchmachen". Bei der Auswahl der Anziehsachen zählt nicht nur der persönliche Geschmack von Sohn oder Töchterlein. Drei weitere Aspekte sind ebenfalls wichtig.

    1) Die passende Größe

    Kindermode richtet sich in der Größe nach der aktuellen Körperlänge des Kindes, und zwar in Schritten von jeweils sechs Zentimetern. Größe 98 beispielsweise ist zugeschnitten auf Jungen und Mädchen, die zwischen 92 und 98 Zentimeter groß sind. Wer bereits die Ein-Meter-Marke geknackt hat, passt in Größe 104 - also bis 104 Zentimeter Körperlänge. Im Zweifelsfall sollte man immer die größere Größe nehmen, denn Kinder benötigen ausreichend Bewegungsfreiheit. Mit einer zu engen Hose beispielsweise klettert es sich auf dem Spielplatz nicht besonders leicht. 

    2) Angenehmes Material

    Die weiche und atmungsaktive Baumwolle ist als natürliche Pflanzenfaser gut geeignet gerade für Klamotten, die direkt auf der Haut aufliegen. Für verantwortungsvolle Käufer lohnt es sich, zu Kleidung aus Bio-Baumwolle zu greifen. "Hier ist der Einsatz unter anderem von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten", erklärt Barbara Lorch, Gründerin des Kindermode-Labels "Enfant terrible". Außerdem würden keine giftigen Entlaubungsmittel bei der Ernte verwendet. Das komme sowohl der Umwelt als auch der Kinderhaut zugute, so Lorch, denn je weniger Schadstoffe bei der Produktion eines Kleidungsstücks verwendet würden, desto geringer sei das Allergie-Risiko beim Träger.

    3) Hohe Qualität 

    Der Begriff der Bio-Baumwolle ist rechtlich nicht geschützt. Die Sicherheit, kontrollierte Ware zu erhalten, bekommen Käufer durch Textilsiegel wie zum Beispiel "GOTS", das für "Global Organic Textile Standard" steht. Dieser Standard definiert Anforderungen für eine umweltfreundliche Produktion entlang der gesamten textilen Produktionskette und listet gleichzeitig einzuhaltende Sozialkriterien für die Hersteller auf. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.global-standard.org/de und auf www.enfantterrible.de. Die Qualitätssicherung der zertifizierten Artikel erfolgt durch eine internationale Arbeitsgruppe. Sie garantiert unter anderem, dass bei Baumwolle mit diesem Siegel die gesamte Herstellungskette vom Anbau der Pflanze über den Transport bis zum Verkauf des fertigen Kleidungsstücks auf Bio-Anforderungen kontrolliert wird.

    Der Weg von der Baumwolle zum Kleidungsstück

    (djd). Bio-Baumwolle, die später beispielsweise in einem "Enfant Terrible"-Kleidungsstück zu finden ist, wird von Hand geerntet. In einer türkischen Baumwollspinnerei werden die Baumwollflocken zu Garn verarbeitet und dieses verstrickt. In der Näherei entstehen daraus dann T-Shirts und Sweatshirts. Diese unterlaufen eine mechanisch-thermische Veredlung und erhalten in einem Wasser-Farbstoffbad ihre individuelle Farbe - gemäß den sogenannten GOTS-Richtlinien ohne Schwermetalle, Beschwerungsmittel, Komplexbinder und Formaldehyd. Die Verarbeitung erfolgt unter Einhaltung strenger sozialökonomischer Richtlinien, die unter anderem vertretbare Arbeitszeiten sowie faire Löhne garantieren.


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