Schwimmen lernen erfordert Geduld und Zeit: Bei der Schwimmausbildung nicht auf unseriöse Anbieter setzen

Wenn ausreichend Zeit und Geduld in die Schwimmausbildung investiert werden, muss der Rettungsring gar nicht erst zum Einsatz kommen.
Wenn ausreichend Zeit und Geduld in die Schwimmausbildung investiert werden, muss der Rettungsring gar nicht erst zum Einsatz kommen.
© djd/BDS/I. Ortel

(djd). Die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen hat gravierende Auswirkungen auch auf die Schwimmausbildung in Deutschland. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beispielsweise spricht von "zwei verlorenen Jahrgängen". 2020 etwa wurden 75 Prozent weniger Schwimmprüfungen abgenommen als noch im Jahr zuvor. Entsprechend hoch ist nun der Nachholbedarf, bundesweit gibt es Wartezeiten für Früh-, Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse.

Qualifizierte Ausbildung ohne Zeitdruck und mit viel Spaß

Die angespannte Situation hat auch unseriöse Anbieter in der Schwimmausbildung auf den Plan gerufen. Diese versprechen oftmals einen schnellen Erfolg beim Schwimmenlernen. "Profitorientierung und Zeitminimierung sind aber keine guten Ratgeber beim Nachholen ausgefallener Schwimmkurse", warnt Peter Harzheim, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister (BDS), einem Mitglied des Bundesverbandes zur Förderung der Schwimmausbildung (BFS). Eltern sollten deshalb bei der Auswahl des Anbieters genau hinsehen: "Eine qualifizierte Ausbildung ohne unnötigen Zeitdruck und mit viel Spaß und Freude am Schwimmen sichern die Anbieter des BFS zu." Einzig die Ausbilder der BFS-Mitgliedsverbände sowie die in der "Deutschen Prüfungsordnung Schwimmen" aufgeführten Ausbilder und Lehrkräfte staatlicher Schulen sind berechtigt, die Prüfung für das Seepferdchen-Abzeichen oder die Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold abzunehmen.

Private Schwimmschulen oftmals ohne ausreichende Qualifikation

Kinder brauchen Zeit und Geduld, um sich den Bewegungsraum Wasser mit Freude und Spaß zu erschließen. "Viele Anbieter verdienen aber nur Geld, wenn sie in möglichst kurzer Zeit viele Kinder durch einen Kurs schleusen", erklärt Peter Harzheim. Zudem könne beinahe jeder ohne geregelte Ausbildung und Qualifikation eine private Schwimmschule eröffnen oder sich Schwimmlehrer beziehungsweise Schwimmlehrerin nennen. Bei diesen Angeboten läge häufig weder die erforderliche Qualifikation für eine qualitativ hochwertige Schwimmausbildung noch die Berechtigung zur Abnahme der etablierten Schwimmabzeichen vor. Mehr Infos gibt es unter www.bds-ev.de sowie unter www.bfs-schwimmausbildung.de. Unseriöse Anbieter, so Harzheim, würden zudem gerade in der derzeit angespannten Situation oftmals Wasserzeiten belegen, zu denen die schwimmausbildenden ehrenamtlichen Verbände nicht tätig sein könnten.


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