Schluss mit dem Niesen auf Wiesen: Heuschnupfengeplagte können jetzt den sogenannten Bauernhof-Effekt nutzen

Wissenschaftler haben in Kuhställen und deren Umgebung ein Protein gefunden, das Symptome von Heuschnupfengeplagten lindern kann.
Wissenschaftler haben in Kuhställen und deren Umgebung ein Protein gefunden, das Symptome von Heuschnupfengeplagten lindern kann.
© djd/Bencard Allergie/Tom Schlegel

(djd). Kaum sind die Frühblüher überstanden, kommt für viele Heuschnupfen-Patienten im Sommer der nächste Ärger: Jetzt gedeihen Gräser und bald folgen Kräuterpflanzen wie Ambrosia. Die Folgen für Allergiker: Niesen, laufende Nase und juckende Augen. Stadtbewohner haben ein deutlich höheres Risiko, an Allergien zu erkranken als jemand, der unweit eines Bauernhofs mit traditioneller Rinderhaltung lebt oder aufgewachsen ist. Man spricht vom "Bauernhof-Effekt".

Kuhstallprotein kann spezifischen Nährstoffbedarf von Heuschnupfen-Patienten decken

Doch warum sind „Landmenschen“ weniger gefährdet? Damit hat sich eine Wiener Forschungsgruppe um Professorin Erika Jensen-Jarolim lange beschäftigt und zwei wichtige Faktoren identifiziert. "Neben einem regelmäßigen Aufenthalt in der Nähe von Ställen mit traditioneller Kuhhaltung bereits in den ersten Lebensjahren spielt auch das Trinken von Rohmilch, also naturbelassener Milch, eine wichtige Rolle", so die Wissenschaftlerin. Das Forscherteam fand ein Protein, das in der Umgebung von Ställen, aber auch in Rohmilch vorkommt: Beta-Lactoglobulin. Patienten mit allergischer Rhinitis wie beispielsweise Heuschnupfen zeigen aktuellen Studien zufolge häufig einen Mangel an wichtigen Mikronährstoffen wie Eisen. Fehlen diese im Körper, kann das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten. Das kann zur Überreaktion auf eigentlich harmlose Stoffe wie Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen führen. Beta-Lactoglobulin ist wie eine Tasche aufgebaut, in der es Mikronährstoffe wie Eisen, Zink und Vitamin A zu den Immunzellen transportieren kann. Dadurch kann der spezifische Nährstoffbedarf von Patienten mit allergischer Rhinitis gedeckt und allergische Symptome beruhigt werden.

Bauernhof-Effekt auch in der Stadt

Auf diesen Erkenntnissen basiert beispielsweise Immunobon von Bencard Allergie, auch "Kuhstallpille" genannt. Die Lutschtablette enthält Beta-Lactoglobulin aus Molke von Bio-Kuhmilch, kombiniert mit Eisen, Zink und Vitamin A. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.immunobon.com. Den positiven Effekt der "Kuhstallpille" bestätigten wissenschaftliche Studien. Nachforschungen an der Medizinischen Universität Wien in 2019 und 2020 zeigten bei Pollenallergikern eine deutliche Beruhigung der allergischen Symptome. Eine aktuelle Studie an der Charité in Berlin mit Hausstaubmilbenallergikern erzielte vergleichbare Ergebnisse. Die Lutschtablette macht den Bauernhof-Effekt fern vom Land verfügbar. Sie ist in Apotheken frei verkäuflich. Empfohlen wird eine Einnahme von mindestens drei Monaten, am besten sollte diese einen Monat vor der Pollenflugzeit beginnen. Die Kur kann aber auch starten, wenn schon allergische Beschwerden bestehen. 


Das könnte Sie auch interessieren

Was passiert, wenn alles, was man über seine eigene Herkunft zu wissen glaubte, plötzlich ins Wanken gerät? In dem bewegenden Drama „Romería - Das Tagebuch meiner Mutter“ begibt sich die 18-jährige Marina auf eine Reise, die nicht nur ihr Bild von ihren Eltern, sondern auch ihre eigene Identität für immer verändern wird. Ab dem 02. April... weiterlesen

Das ARD Vorabendprogramm wird heute (27.03.2026) um 18 Uhr zur Bühne für ein ganz besonderes Duell, wenn Kai Pflaume zum neuesten Schlagabtausch bei "Wer weiß denn sowas?" bittet. In der heutigen Ausgabe tauschen zwei der erfolgreichsten deutschen Musiker ihre Mikrofone gegen die Ratepulte ein: Max Giesinger und Johannes Oerding fordern sich gegenseitig heraus.... weiterlesen

Ein traditionsreiches Weingut wird heute (27.03.2026) um 20:15 Uhr im ZDF zum Schauplatz für den vierten und vorerst letzten Fall der Krimireihe Mordufer. Unter dem Titel "Wein und Wahrheit" tauchen die Ermittlerinnen Doro Beitinger (Franziska Weisz) und Chiara Locatelli (Maria Wördemann) in ein Milieu ein, das weit weniger idyllisch ist, als es die sanften... weiterlesen

(DJD). Weite: Dieses Attribut passt zum südlichen Ostfriesland so gut wie zu kaum einer anderen Region. Der Himmel mit oft bizarren Wolkenformationen spannt sich über die flache Landschaft, der Wind ist ein ständiger Begleiter. Die unendlich scheinende Natur wirkt beruhigend und erholsam, weil Hektik gegen die Weite keine Chance hat. Ein kurzes, herzliches „Moin“... weiterlesen

Die deutsche Musiklandschaft atmet auf, denn mit der heutigen Veröffentlichung seines achten Studioalbums setzt Johannes Oerding einen fulminanten Schlusspunkt unter seine kreative Pause. Nach einem intensiv genutzten Sabbatjahr, das den sympathischen Hutträger einmal komplett um den Globus und schließlich tief zu sich selbst geführt hat, präsentiert er mit "Hotel"... weiterlesen

Heute (26.03.2026) startet "Horst Schlämmer sucht das Glück" endlich in den deutschen Kinos und bringt eine der bekanntesten Figuren von Hape Kerkeling mit einer echten Mission zurück auf die Leinwand: Horst Schlämmer ist wieder da! Der stellvertretende Chefredakteur des Grevenbroicher Tagblatts hat nämlich die Faxen dicke, weil ganz Deutschland den Rücken... weiterlesen

Das ARD Vorabendprogramm wird heute (26.03.2026) um 18 Uhr zum Schauplatz für eine besonders spannende Begegnung, wenn Kai Pflaume zur neuesten Ausgabe von "Wer weiß denn sowas?" einlädt. Diesmal weht ein Hauch von Kriminalistik durch das Studio, denn mit Rudi Cerne und Fabian Puchelt treffen zwei Männer aufeinander, die sich bestens mit der Jagd nach der Wahrheit... weiterlesen

Ein rätselhafter Mordfall in den Dünen von Ribe markiert den Auftakt für den neuesten DonnerstagsKrimi in der ARD, der heute (26.03.2026) um 20:15 Uhr unter dem Titel "Die Tote in den Dünen" ausgestrahlt wird. In dieser vierten Episode des Dänemark-Krimis schlüpft Marlene Morreis wieder in die Rolle der Polizistin Ida Sörensen, die gemeinsam mit ihrem eher... weiterlesen