Raus aus der Kostenspirale: Ausgaben kontrollieren und an der richtigen Stelle sparen

Freitag, 13.01.2023 |
Bewusster einkaufen und sparen. Eine bessere Ausgabenkontrolle ist ein wichtiger Schritt, um finanzielle Engpässe zu meistern.
Bewusster einkaufen und sparen. Eine bessere Ausgabenkontrolle ist ein wichtiger Schritt, um finanzielle Engpässe zu meistern.
© djd/Geld und Haushalt

(djd). Die stark steigenden Preise für Energie und Lebensmittel verunsichern viele Menschen - bis hin zur Sorge, manche Rechnungen vielleicht gar nicht mehr bezahlen zu können. Wie können Verbraucher der Kostenspirale entkommen? Wo kann man im Alltag mit dem Sparen ansetzen, um beispielsweise finanzielle Freiräume für die nächste Heizkostenrechnung zu erhalten? Im ersten Schritt kommt es darauf an, sich einen guten Überblick über die laufenden Kosten zu verschaffen.

Die 60-40-Regel zum gezielten Sparen

Da sich bei den meisten Menschen die monatlichen Einnahmen kaum erhöhen lassen, ist es wichtig, die Ausgaben unter die Lupe zu nehmen. So lässt sich gezielt der Sparstift ansetzen, um mehr Spielraum im Budget zu schaffen. "Eine bessere Kostenkontrolle hilft dabei, finanzielle Engpässe zu meistern", sagt Korina Dörr von Geld und Haushalt, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Als Erstes werden dazu die Einnahmen für den Monat aufgelistet und dann die festen Ausgaben abgezogen. Dazu können regelmäßig anfallende Posten wie Miete, Handy, Stromabschlag oder Versicherungen gehören. "Die festen Ausgaben sollten nicht mehr als 60 Prozent betragen, damit man noch flexibel reagieren kann", empfiehlt die Expertin. Die übrigen 40 Prozent bilden das Budget, mit dem alle veränderlichen Ausgaben im Monat bestritten werden wie Lebensmittel, Kleidung oder Freizeit. Hier bietet sich das größte Sparpotenzial, da Verbraucher aktiv beeinflussen können, wofür sie wie viel ausgeben. Aber auch bei den festen Ausgaben lohnt sich ein genauer Blick: Welche Verträge können gekündigt werden? Wo lohnt sich ein Wechsel, um zu sparen?

Tagesgenaue Übersicht mit dem Haushaltskalender

Ein Haken an der Sache: "Ausgaben werden von vielen nur grob geschätzt - und damit schnell auch einmal unterschätzt", so Dörr. Wer anfängt, konsequent Buch zu führen über alle Kosten, findet meist überflüssige oder verzichtbare Positionen. Ein Haushaltsbuch oder beispielsweise der neue Haushaltskalender 2023 hilft dabei. Beide Broschüren sind kostenfrei unter www.geld-und-haushalt.de oder telefonisch unter 030/20455818 erhältlich. Nutzer können in den Kalender neben den täglichen Ausgaben praktischerweise Geburtstage und andere Anlässe sowie Zahlungsfristen eintragen. So bleibt nicht nur das Geld unter Kontrolle, sondern auch alle Termine.


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